Tischtennis-Oberliga Männer TV Hude beim 3:9 gegen TSV Hagenburg chancenlos

Von Andreas Giehl

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Musste mit dem TV Hude eine 3:9-Heimniederlage gegen den TSV Hagenburg hinnehmen: Ryan Farrel. Foto: Rolf TobisMusste mit dem TV Hude eine 3:9-Heimniederlage gegen den TSV Hagenburg hinnehmen: Ryan Farrel. Foto: Rolf Tobis

Hude. Die Tischtennisspieler des TV Hude haben am Sonntag ihr Heimspiel gegen den TSV Hagenburg mit 3:9 verloren. Ihre Chancen, noch auf den Relegationsplatz acht vorzurücken, sind fast auf Null gesunken.

Der TV Hude hat am Sonntag im Heimspiel gegen den TSV Hagenburg die Erwartungen nicht erfüllt. Das 3:9 aus Sicht des Tabellenletzten der Tischtennis-Oberliga sprach am Ende eine deutliche Sprache. Die Gäste aus dem Raum Hannover waren in der Jahnhalle die klar bessere Mannschaft und brauchten nur etwas über zwei Stunden Spielzeit, um locker beide Punkte aus dem Klosterort zu entführen.

Bestand bei den Spielern des TVH vielleicht noch etwas Resthoffnung, mit einem Sieg über Hagenburg noch einmal näher an den Relegationsrang acht heranzurücken, so dürfte dieses Thema nun endgültig erledigt sein. Die Heimniederlage hat gezeigt: Der Turnverein wird im Abstiegskampf die Kurve nicht mehr bekommen. Bei 3:23 Zählern und weiter sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz ist sein Schicksal besiegelt.

Huder verlieren den Glauben

Die Chancen auf den achten Rang lagen aus Huder Sicht schon vor dem Hagenburg-Spiel praktisch bei Null. Daher lag der Fokus des TVH darauf, das eigene Publikum mit einer guten Leistung zu verwöhnen. Anders als bei früheren Vergleichen mit Hagenburg schlug dieses Vorhaben fehl. „Das ging zu schnell“, war Hudes Felix Lingenau über die Leistung seiner Mannschaft enttäuscht. „So wie es aussieht, schwindet bei uns der Glaube, dass wir vielleicht noch einmal ein Spiel gewinnen können.“ Sein Paarkreuzkollege an Position vier, Jonas Schrader, wollte dem nicht groß widersprechen: „Wir sind angetreten, um kämpferisch unser Bestes abzurufen. Leider ist uns das nicht gelungen. In vielen engen Sätzen hat uns außerdem das gewisse Quäntchen Glück gefehlt.“

Finn Oestmann und Marc Engels gewinnen ihre ersten Einzel

Schon vor der Partie war klar, dass die Huder gegen das mit vier starken litauischen Spielern an der Spitze angetretene TSV-Team am oberen Limit agieren müssen, wenn sie in den Bereich eines Unentschiedens vorstoßen wollen. Aber schon in Hälfte eins der Begegnung zeigte sich, dass für die TVH-Cracks die Trauben zu hoch hingen. Durch einen Dreisatzsieg hatte das Duo Schrader und Finn Oestmann dafür gesorgt, dass der TVH mit einem 1:2 in die Einzel ging. Während mit der 0:4-Ausbeute im vorderen Paarkreuz fast gerechnet werden musste, wollten die Gastgeber in der Mitte wenigstens zwei Punkte erzwingen. Das gelang Lingenau und Schrader aber nicht. Im unteren Abschnitt setzten sich Oestmann und Ersatzmann Marc Engels gegen ihre Gegner durch. Beim Stand von 3:6 flackerte ganz kurz Hoffnung auf. Eingangs der zweiten Einzelrunde bissen die Gastgeber bei ihren litauischen Kontrahenten aber erneut auf Granit. Die Spiele waren zwar umkämpfter, die Hagenburger ließen sich auf dem Weg zum 9:3 aber nicht mehr aufhalten.

Publikumsliebling Ryan Farrel beginnt im Sommer berufliche Laufbahn in Dublin

Das einjährige Gastspiel des Aufsteigers TV Hude in der Oberliga neigt sich dem Ende entgegen. Da lautet die Frage: Was wird nach der Saison eigentlich aus Publikumsliebling Ryan Farrell, den die Zuschauer aufgrund seiner beherzten Auftritte gerne ein weiteres Jahr im Klosterort bestaunen würden? Wie der 21-Jährige kurz anklingen ließ, könnte es auf einen leisen Abschied hinauslaufen. Im Sommer, so ist es geplant, will er seine berufliche Laufbahn in Dublin beginnen und seinen Fokus voll darauf ausrichten. Tischtennis steht dann eher hinten an. Kategorisch ausschließen, dass er dem TVH in der nächsten Serie wenigstens für ein paar Punktspiele zur Verfügung steht, wollte er aber nicht.


Ergebnisse:

TV Hude – TSV Hagenburg 3:9. Farrell/Henke – Lesiv/Mincevicius 13:11, 4:11, 5:11, 9:11; Lingenau/Engels – Juchna/Preidzius 6:11, 6:11, 1:11; Schrader/Oestmann – Zilling/Kahle 11:8, 11:7, 11:2; Farrell – Lesiv 9:11, 11:6, 4:11, 9:11; Henke – Juchna 8:11, 4:11, 8:11; Lingenau - Mincevicius 6:11, 11:7, 10:12, 9:11; Schrader – Preidzius 10:12, 7:11, 11:13; Oestmann – Kahle 11:5, 12:10, 11:5; Engels – Zilling 11:6, 7:11, 11:5, 11:6; Farrell – Juchna 11:8, 10:12, 2:11, 6:11; Henke – Lesiv 5:11, 11:8, 7:11, 14:16; Lingenau – Preidzius 7:11, 8:11, 9:11.

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