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2. Fußball-Bundesliga Frauen TV Jahn Delmenhorst kommt beim FSV Gütersloh unter die Räder

Von Klaus Erdmann

Neele Detken gelang für die Zweitliga-Fußballerinnen des TV Jahn das Ehrentor. Foto: Rolf TobisNeele Detken gelang für die Zweitliga-Fußballerinnen des TV Jahn das Ehrentor. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Die Zweitliga-Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst sind am Sonntag beim FSV Gütersloh unter die Räder gekommen. Sie fingen sich dort eine 1:6 (0:2)-Niederlage ein.

Nur vier Tage nach dem 0:6 gegen den FF USV Jena II haben die Fußballerinnen des TV Jahn erneut sechs Treffer kassiert. Beim FSV Gütersloh kam der Aufsteiger in die 2. Bundesliga mit 1:6 (0:2) unter die Räder. Isabelle Wolf steuerte drei Tore bei. Jahn belegt weiterhin den neunten Platz.

Jahn-Trainer Claus-Dieter Meier zweifelt Elfmeterpfiff an

Gegen einen „bis in die Haarspitzen motivierten Gegner“ (Jahns Cheftrainer Claus-Dieter Meier) gestalteten die Delmenhorsterinnen die ersten 15 Minuten ausgeglichen. Nach einer „blöden Ecke“ (Meier) gelang Wolf per Kopf das 1:0 (21.). Jahn setzte auf Konter, doch die Strafraumgrenze der Gütersloherinnen bildete die Endstation. In der 37. Minute, als der Gast „auf abseits“ spielte, erhöhte der FSV durch Melanie Ott auf 2:0. Noch vor der Pause standen die Delmenhorsterinnen vor dem Anschluss. In der 40. Minute verfehlte Anna Mirbach mit einem Heber das Tor. Vier Minuten später landete ein Schuss von Stefanie Herzberg nach Vorarbeit von Mirbach neben dem Ziel.

Nach der Pause, so Meier, habe man schnell das Anschlusstor erzielen wollen. Gütersloh machte dem Neuling jedoch einen Strich durch die Rechnung. Nach einem Missverständnis, an dem Torfrau Magdalena Flug und Nadine Poppen beteiligt waren, erhöhte Wolf auf 3:0 (48.). In der 56. Minute markierte Marina Hermes per Strafstoß das 4:0. „Das war kein Elfmeter“, unterstrich Meier. Poppen habe ihre Gegenspielerin lediglich „leicht berührt“.

Begeisterung über FSV-Anlage

Nach Vorarbeit von Mirbach und Bianca Becker traf Jahns Neele Detken in der 63. Minute zum 4:1. Durch ein Eigentor der eingewechselten Laura D‘Elia (Jahn nennt Wolf als Torschützin) in der 78. Minute und einen weiteren Treffer von Wolf (85.) machte der FSV das halbe Dutzend noch voll.

Auf dem Kunstrasenplatz, so Meier, habe sich die Erfahrung durchgesetzt. Mannschaftsführerin Hermes, die ehemalige polnische U19-Nationalspielerin Kamila Kmiecik und Ott bildeten beim Sieger eine starke Mittelfeldreihe. Von der Gütersloher Anlage zeigte sich Meier begeistert. „Die Kabine hat eine Fußbodenheizung“, staunte er. Die Spielerinnen, so der Coach, hätten sich auf den Boden gesetzt, um sich zu wärmen.

Vor dem Spiel in Bielefeld (Sonntag, 14 Uhr), so Meier, gelte es, Ruhe zu bewahren. Die einfachen Fehler, die die Mannschaft in Gütersloh gemacht habe, müssten angesprochen und abgestellt werden.


Statistik

FSV Gütersloh - TV Jahn Delmenhorst 6:1

FSV Gütersloh: Rolle; Ott, Kmiecik, Wolf, Aehling, Hermes (80. Günnewig), Lange, Aradini (82. Nüsken), Schulz, Berning (66. Posdorfer), Schmücker.

TV Jahn Delmenhorst: Flug; Poppen, Funke (65. Bellinghoven), Hechtenberg (65. Grotheer), Detken, Knodel, Mirbach, Hege, Aufurth, Herzberg (65. D’Elia), Becker.

Tore: 1:0 Wolf (21.), 2:0 Ott (37.), 3:0 Wolf (48.), 4:0 Elfmeter Hermes (56.), 4:1 Detken (63), 5:1 Eigentor D’Elia (78.), 6:1 Wolf (85.).

Schiedsrichter: Sonja Kuttelwascher (TSV Neckarau), Sarah Fahrer und Wiebke Frede.