Handball-Oberliga TV Neerstedt verliert in letzter Sekunde

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Andrej Kunz kassierte mit dem TV Neerstedt beim SV Beckdorf eine schmerzhafte Niederlage. Foto: Rolf TobisAndrej Kunz kassierte mit dem TV Neerstedt beim SV Beckdorf eine schmerzhafte Niederlage. Foto: Rolf Tobis

Neerstedt. Die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt verlieren beim SV Beckdorf mit 31:32. Der entscheidende Treffer fällt mit der Schlusssirene ins leere Tor.

Es ist ein Talent von Björn Wolken, auch in dunklen Stunden einen Lichtstreif zu sehen; ganz ohne Zuversicht fiel sein Fazit auch nach diesem bitteren Samstag nicht aus. Der aktuelle neunte Platz in der Handball-Oberliga sei nach wie vor aller Ehren wert, meinte der Trainer des TV Neerstedt, seine Spieler lassen in ihm die Hoffnung reifen, „dass wir die Klasse am Ende halten werden“. Die 31:32 (18:15)-Niederlage beim SV Beckdorf hatte er aber noch längst nicht verdaut: „Die tut richtig weh, davon muss man sich erst erholen.“

Nur acht Feldspieler dabei

Besonders die letzten zehn Sekunden dürften die Neerstedter noch eine Weile beschäftigen. In einer umkämpften Partie lagen die Gäste, für die Eike Kolpack das letzte Spiel vor seiner Schulter-Operation absolvierte, in der Schlussminute mit 30:31 zurück und spielten nach einer Zeitstrafe gegen Andrej Kunz in Unterzahl. Wolken nahm Torwart Hendrik Legler für einen sechsten Feldspieler raus und jubelte fünf Sekunden vor dem Ende über das Tor von Erik Hübner zum Ausgleich. Weil danach niemand zum Wechseln zur Bank kam, konnte Legler nicht zurück aufs Parkett und Christian Jansen warf mit seinem einzigen Treffer mit der Schlusssirene das Beckdorfer Siegtor. „Einige haben gedacht, wir haben den Punkt sicher. Der wurde uns dann gleich wieder entrissen“, haderte Wolken.

Seiner Mannschaft warf er sonst aber mal wieder nichts vor, die acht Neerstedter Feldspieler waren lange das bessere Team und führten in der 35. Minute noch mit 20:17. Dann drehten die immer energischer zupackenden Beckdorfer auf, die im gesamten Spiel aber keine Zeitstrafe bekamen – wohl aber eine Rote Karte nach einem harten Foul von Finn Nowacki an Kunz (34.). Nach dem 27:31 (55.) kämpfte sich der TVN zurück – um am Ende doch zu verlieren.


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