Handball-Verbandsliga Aufstieg der HSG Delmenhorst ist praktisch perfekt

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Stefan Timmermann traf dreimal in Haren und kann mit der HSG für die Oberliga planen. Foto: Rolf TobisStefan Timmermann traf dreimal in Haren und kann mit der HSG für die Oberliga planen. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Die Verbandsliga-Handballer der HSG Delmenhorst gewinnen locker beim TuS Haren und feiern schon einmal den praktisch sicheren Aufstieg. Die Rückkehr in die Oberliga ist ihnen nur noch rein theoretisch zu nehmen.

Etwas mehr als zehn Monate ist es her, dass die HSG Delmenhorst die bitterste Stunde ihrer jüngeren Vergangenheit erlebte. Ein Tor fehlte am letzten Spieltag der Handball-Oberliga zum Klassenerhalt, damals flossen nach dem dramatischen Saisonfinale bittere Tränen.

Bei ihrer Rückkehr in die Viertklassigkeit haben die Delmenhorster nun vorsichtshalber auf jede Dramatik verzichtet: Mit einem mal wieder souveränen 35:25 (17:13) beim TuS Haren feierte das Team den 17. Sieg in Folge und nach der Niederlage des VfL Fredenbeck II bei der TSG Hatten-Sandkrug später am Samstagabend auch den praktisch feststehenden Aufstieg in die Oberliga. Die HSG kann sechs Spieltage vor Schluss zwar rein mathematisch noch eingeholt werden, doch selbst Trainer und Dauermahner Jörg Rademacher verwies diese Rechenspiele ins Reich der grauesten Theorie. „Wir nehmen schon Glückwünsche entgegen. Für mich sind wir aufgestiegen“, sagte der Coach, der gleichzeitig eine zweigeteilte Party verordnete. „Wir haben jetzt schon mal ein bisschen gefeiert. Im nächsten Heimspiel räumen wir dann auch noch die letzten theoretischen Zweifel aus – und feiern dann mit den eigenen Fans nochmal.“

HSG kompensiert mal wieder Ausfälle

Zwölf Punkte und 131 Tore beträgt der Vorsprung auf die HSG Barnstorf-Diepholz II auf dem ersten Nichtaufstiegsplatz. Die Delmenhorster müssten also alle Spiele hoch verlieren, Barnstorf II alle Spiele klar gewinnen und darauf hoffen, dass die eigene Erste den Aufstieg von der Oberliga in die 3. Liga schafft – jedes einzelne dieser Szenarien ist nach menschlichem Ermessen fast unmöglich. „Wer glaubt denn daran? Wir planen schon für die Oberliga – aber nicht erst seit Samstag“, sagt Rademacher, der nun die Meisterschaft als nächstes Ziel ausruft, bei acht Punkten Vorsprung auf Hatten-Sandkrug vermutlich nur noch Formsache.

In Haren zeigte die Mannschaft noch einmal eine Zusammenfassung dessen, was sie in dieser Saison so stark macht. Mit Philipp Freese, Torben Sudau und Niclas Schanthöfer fielen drei Spieler kurzfristig aus, die Delmenhorster hielten sich damit aber ebenso wenig auf wie mit dem glatten Hallenboden und dem Haftmittelverbot. Einzig der 2,10 Meter große Kreisläufer Martin Giesen sorgte dafür, dass Haren bis zum 8:8 nach 17 Minuten dran blieb, er warf insgesamt zwölf Tore. „Gegen so einen Mann spielt man nicht jede Woche“, sagte Rademacher.

Rademacher „stolz auf diese Jungs“

Dennoch setzte sich die HSG immer weiter ab, 17:13 stand es zur Pause, 23:16 nach 39 Minuten und 31:22 in der 53. Minute. Am Ende kam von Haren nichts mehr, da hatten wir leichtes Spiel“, sagte Rademacher, dessen Team von rund 40 Jugendspielern unterstützt wurde, die aus ihrer Ferienfreizeit auf Schloss Dankern eine kurze Anreise hatten. Rademacher hielt eine für seine Verhältnisse überschwängliche Lobrede auf die Mannschaft: „Wir haben uns nie mit den Widerständen aufgehalten. Diese Jungs machen mich als Trainer stolz.“


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