Handball-Verbandsliga Grüppenbühren/Bookholzberg gewinnt Derby gegen Hoykenkamp

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Bookholzberg. Mit einem 31:23-Heimsieg hat die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg ihre Chance auf den Klassenerhalt in der Handball-Verbandsliga gewahrt. Sie gewann am Freitagabend das Derby gegen die TS Hoykenkamp.

Die Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg haben ihre Chance gewahrt, auch in der kommenden Saison 2018/2019 in der Verbandsliga antreten zu können. „Da gibt es kein Vertun, ein Sieg war Pflicht“, sagte ihr Trainer Andreas Müller am Freitagabend nach dem Heimsieg im Nachbarschaftsduell mit der TS Hoykenkamp. Die Art und Weise, wie sich seine Mannschaft das 31:23 (15:10) über das abgeschlagene Schlusslicht erkämpft und erspielt hatte, stimmte ihn zuversichtlich, dass sie diese nutzen kann. „Die Leistung sollte den Spielern Selbstvertrauen für die kommenden schweren Aufgaben geben“, erklärte der zufriedene HSG-Coach. „Sie haben das vom Anpfiff an bravourös gemacht. Wir waren auf allen Positionen besser. Wir standen als Kollektiv auf dem Feld.“

Ganz ähnlich beurteilte Adrian Hoppe, Trainer der TSH, die 60 Spielminuten. „Grüppenbühren/Bookholzberg hat verdient gewonnen. Das muss man deutlich sagen“, meinte er. Ausschlaggebend war für ihn, dass es seinem Team nicht gelungen war, der HSG durchgängig mit einem geschlossenen Defensivverband Paroli zu bieten: „Unsere Abwehr stand nicht.“

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg setzt sich bis auf 12:6 ab

Die HSG leistete dagegen zur Freude ihres Trainers von Beginn an engagierte Deckungsarbeit. „Das fing bei den Torhütern an und setzte sich bei allen Spielern fort“, lobte Müller. In der Anfangsphase profitierten die Gastgeber allerdings auch vom fahrigen Aufbauspiel der Hoykenkamper. Die HSG agierte während der gesamten Partie in einer 5+1-Formation, in der Stefan Buß den TSH-Spieler Deivas Eidukonis in Manndeckung nahm. Das raubte den Gästen viel Schwung. Sie gingen zu früh in Eins-gegen-Eins-Aktionen und leisteten sich viele Fehlpässe. Die HSG nutzte ihre Ballgewinne. Entweder mit erfolgreichen Tempogegenstößen oder, wenn die nicht gelangen, mit ruhig aufgebauten Spielzügen mit vielen Kreuzbewegungen. Über das 3:2 (4. Minute, Marcel Jarnoschke) warf Grüppenbühren/Bookholzberg sich ein 12:6 (16., Buß) heraus. „Damit haben wir Hoykenkamp viel Wind aus den Segeln genommen“, meinte Müller.

TS Hoykenkamp tritt ersatzgeschwächt an

Die TSH gab sich trotzdem nicht auf. Sie interpretierte ihre 6:0-Abwehrformation noch ein bisschen defensiver als zu Beginn, griff die HSG-Aktiven erst im Neunmeter-Raum an. Das brachte das Angriffsspiel der Gastgeber etwas ins Stocken. Ertrag erzielten die Hoykenkamper dadurch aber nicht, weil sie in der Offensive nicht effektiver wurden. „Das ist symptomatisch“, sagte Hoppe: „Wir vergeben in solchen Phasen zu viele klare Chancen.“ Das läge aber eben auch daran, dass einige wichtige Stützen seines Teams, wie Rückraumspieler Sebastian Rabe (mit 109 Treffern aus 13 Partien immer noch erfolgreichster TSH-Werfer), verletzt fehlen. „Unsere Möglichkeiten sind durch die Ausfälle limitiert“, erklärte Hoppe.

HSG-Vorsprung nie geringer als drei Tore

Die HSG, die zur Pause mit 15:10 vorn lag, bewahrte sich mit guter Abwehrarbeit davor, in größere Schwierigkeiten zu geraten. Geringer als drei Tore wurde ihr Vorsprung nie; zum letzten Mal war der Gast beim 16:19 (43.) derart nah dran.

Die HSG fand dann im Angriff ihre Linie wieder. Sie beseitigte mit entschlossenen, konzentrierten Abschlüssen die letzten Zweifel daran, dass sie die Partie als Sieger beenden würde. Jan-Niklas Ordemann warf das 24:17 (50.). Müller freute sich auch mit einem weiteren Blick auf die verbleibenden sieben Saisonspiele, dass sein Team eine der großen Schwächen der zurückliegenden Wochen abgestellt hatte: „Wir haben unsere klaren Chancen genutzt.“


Statistik:

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg: Döhle, Klostermann; Auffarth, Mönnich 3/3, Behrens 5, Sprenger 2, Dörgeloh, Biedermann 4, Buß 7, Stolz 4, Ordemann 2, Janorschke 3, Lau, Pintscher 1.

TS Hoykenkamp: Kleefeldt, Meier, Linde; Freiwald 1, Eidukonis 4/2, Müller-Hill 3, Thode 1, Skormachowitsch 1, Hörner 1, Schwarting 3, Ahrens 1, Streckhardt 3, Kirchhof 4/2, Hemmelskamp 1.

Schiedsrichter: Detloff, Grow (Stedingen, Nordenham).

Siebenmeter: HSG 3/3 – TSH 6/4.

Zeitstrafen: HSG 2 – TSH 3.

Spielfilm: 2:2 (4.), 7:3 (10.), 12:6 (16.), 15:10 – 19:16 (43.), 24:17 (50.), 31:23.

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