Basketball-Bezirksliga Damen des Delmenhorster TV feiern erfolgreiches Comeback

Von Daniel Niebuhr

Ein starkes Team: (oben von links) Stephanie Janoschka, Linda Weiland, Natalie Klein, Sophie Kliemisch und Celina Schimmelpfennig, (unten von links) Nina Bussmann, Anastasia Scheremetjew, Lisa Dixon, Svea Von Türk, Vanessa Stumm und Stefanie Leis. Es fehlen Janina Madeia und Sabine von Holten. Foto: KliemischEin starkes Team: (oben von links) Stephanie Janoschka, Linda Weiland, Natalie Klein, Sophie Kliemisch und Celina Schimmelpfennig, (unten von links) Nina Bussmann, Anastasia Scheremetjew, Lisa Dixon, Svea Von Türk, Vanessa Stumm und Stefanie Leis. Es fehlen Janina Madeia und Sabine von Holten. Foto: Kliemisch

Delmenhorst. Der Delmenhorster TV hat nach Jahren wieder eine Basketball-Damenmannschaft – und die schlägt sich bestens. Die Mischung aus Debütantinnen und ehemaligen Bundesliga-Spielerinnen sorgt für gute Laune.

Das Beste hatten sich die Teufelinnen für den Schluss aufgehoben. Am letzten Spieltag ihrer Comeback-Tournee trafen die Basketballerinnen des Delmenhorster TV auf Meister SV Brake, von dem sie in der Bezirksliga-Saison schon zweimal Prügel bezogen hatten – im ersten Duell im Oktober hatten die Delmenhorsterinnen mit nur sechs Punkten in der ersten Hälfte sogar den Saison-Negativrekord aufgestellt. Doch dieses Mal lief alles anders: Mit einem 49:48 verpassten die Lady Devils den Brakerinnen die einzige Auswärtspleite und sicherten Rang zwei. „Wir haben bis zur letzten Sekunde gekämpft“, freute sich Sophie Kliemisch.

Von der U14 in die Damen-Liga

Die 21-jährige ehemalige Nachwuchs-Bundesligaspielerin leitet das neu gegründete Team, das im einzigen Delmenhorster Verein im Basketball-Spielbetrieb eine alte Tradition wiederbelebt. In den 1990er Jahren spielten die DTV-Damen lange hochklassig, ehe nach der Auflösung der Mannschaft ein Neustart nötig wurde. Der ist in der Premierensaison 2017/18 bestens gelungen. „Wir haben uns als bunt gemischtes Team zusammengefunden“, sagt Kliemisch.

Vor allem die sportlichen Lebensläufe der Spielerinnen unterscheiden sich erheblich. Kliemisch stand vor Jahren mal kurz vor dem Sprung in den deutschen U14-Kader, Nina Bussmann spielte schon in der 2. Bundesliga – viele andere aber liefen zum ersten Mal überhaupt im Seniorenbereich auf. Die meisten gehören zur letztjährigen U14 um Topscorerin Anastasia Scheremetjew, die in der gemischten Bezirksklasse für Aufsehen gesorgt hatte. „Sie mussten sich an den raueren Ton bei den Damen gewöhnen“, sagt Kliemisch.

Zuletzt drei Siege in Folge

Das Training ist deshalb auch nicht immer einfach, Kliemisch versucht es mit „einem bunten Mix aus Grundlagen, Technik und fortgeschrittenen Übungen“. Zunächst zeugten die Resultate nur von einem überschaubaren Erfolg. Nach dem 44:36-Auftaktsieg über den Bürgerfelder TB III im ersten Damenspiel einer Delmenhorster Mannschaft nach jahrelanger Pause setzte es in der Dreierliga vier Niederlagen. Doch die Lady Devils wurden immer besser. Zuletzt gab es drei Siege in Folge mit dem Höhepunkt am vergangenen Sonntag. Beim Sieg gegen Brake fiel die Entscheidung nach ständigen Führungswechseln in den letzten Sekunden. „Unser Wille war groß“, jubelte Kliemisch.

Sie ist selbst die beste Dreierschützin der Liga und hat mit 18 Punkten den höchsten Schnitt. Beste Punktesammlerin im 13er-Kader ist die ehemalige Quakenbrückerin Nina Bussmann, die allein 21 Zähler zum Brake-Sieg beisteuerte. „Wir haben uns immer besser gefunden. Die letzten Ergebnisse sprechen für sich“, findet Kliemisch. „Dass wir zum Abschluss vor eigenem Publikum gewonnen haben, ist umso schöner. Der zweite Platz ist verdient.“

Weil die Teufelinnen nicht an Bezirks- oder Niedersachsenpokal teilnehmen, hat damit in dieser Woche die Sommerpause begonnen, die Delmenhorsterinnen können allerdings die nächste Saison kaum erwarten. „Wir sind guter Dinge für die Off-Season. Wir haben viel gelernt und können unsere Fehler jetzt ausmerzen“, sagt Kliemisch und liebäugelt noch mit weiterem Zuwachs für die nächste Spielzeit. Deshalb formuliert sie schon einmal eine Kampfansage: „Die Lady Devils laufen in der nächsten Saison noch stärker auf.“