Handball-Bundesliga A-Jugend HSG Grüppenbühren/Bookholzberg schlägt Empor Rostock

Von Heinz Quahs

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Feierten ihren zweiten Bundesliga-Sieg: die A-Jugend-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg um Mirko Reuter (links). Er traf beim 26:22 (14:9) über Empor Rostock dreimal. Foto: Rolf TobisFeierten ihren zweiten Bundesliga-Sieg: die A-Jugend-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg um Mirko Reuter (links). Er traf beim 26:22 (14:9) über Empor Rostock dreimal. Foto: Rolf Tobis

Bookholzberg. Die A-Jugend-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg haben ihren zweiten Bundesliga-Sieg gefeiert. Sie setzten sich in eigener Halle gegen Empor Rostock mit 26:22 (14:9) durch. Ein ständiger Unruheherd im starken HSG-Kollektiv war Henk Braun.

Sie legten einen glänzenden Start hin, waren aber kurz nach der Pause völlig von der Rolle –um sich dann doch wieder aufzurappeln: Die A-Jugend Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg haben in der Bundesliga ihren zweiten Sieg gefeiert. Die Mannschaft des Trainergespanns Stefan Buß und Andreas Müller schlug den HC Empor Rostock mit 26:22 (14:9). Der Lohn waren stehende Ovationen der rund 210 Zuschauer in der Halle am Ammerweg.

Die Gäste waren nur mit einem kleinen Kader angereist, zeigten aber phasenweise großen Widerstand und erst in der Schlussphase konnte die Landkreis-HSG wieder durchatmen. Coach Stefan Buß lobte nach dem Wechselbad der Gefühle sein gesamtes Team. „Jeder hat für den anderen gekämpft und gespielt. Wir haben verdient gewonnen.“

HSG überzeugt mit schnellen Kombinationen

Von Beginn an schenkten sich beide Mannschaften nichts. Empor verteidigte gewohnt hart, die Rostocker Aktionen blieben jedoch alle im Rahmen. Grüppenbühren/Bookholzberg zeigte sich in Spiellaune. Mit schnellen und sicheren Kombinationen zog die HSG die gegnerische Deckung immer wieder auseinander und kam sowohl über den Kreis (über den ständigen Unruheherd Henk Braun) als auch aus dem Rückraum (Mirko Reuter und Jaime Lippe) und den freigespielten Außenpositionen (Nico Hennemann) wiederholt zu sehenswerten Treffern.

Dagegen konnte sich Rostocks Offensive besonders in der Anfangsphase kaum einmal gegen die aufmerksame und schnelle HSG-Abwehr durchsetzen. Und wenn doch ein Gäste-Akteur frei zum Wurf kam, zeigte der starke Keeper Torben Knop mit etlichen tollen Paraden sein ganzes Können. Über die Stationen 3:2 (6.), 7:2 (15.), 11:6 (23.) und 12:8 (27.) führte Grüppenbühren/Bookholzberg zur Pause mit fünf Toren (14:9.). „Wir haben überzeugend verteidigt und unsere Chancen konsequent genutzt“, sagte Buß über Halbzeit eins.

Grüppenbühren/Bookholzberg verliert den Faden

Nach der Pause rieben sich die Zuschauer verwundert die Augen, denn die HSG kam überhaupt nicht in Schwung. Im Spielaufbau häuften sich plötzlich sowohl die Abspiel- als auch die technischen Fehler. Rostock bekam immer mehr Aufwind und kämpfte sich Tor um Tor heran. Während die Landkreisler acht Minuten ohne Torerfolg blieben, nutzten die Ostseestädter ihre Chancen konsequent und hatten nach sechs Toren in Folge die Begegnung plötzlich zum 15:14 gedreht (38.). „Wir hatten völlig den Faden verloren und Rostock stark gemacht“, wunderte sich Buß.

HSG dreht wieder auf

Doch dann ging ein Ruck durch das HSG-Team. Mit einem Strafwurf des sicheren Schützen Niklas Kowalzik (vier von vier) und einem weiteren Treffer von Kreisläufer Henk Braun holte sich Grüppenbühren/Bookholzberg die Führung zurück, die anschließend nach einem Konter von Piet Gerke und erneut von Braun wieder bis Mitte der zweiten Hälfte auf ein beruhigendes 19:16 ausgebaut wurde (45.). Auch eine anschließende kurze Deckung gegen Jaime Lippe brachte die Gastgeber nicht mehr aus der Spur. Über 22:18 (50.) und 25:20 (56.) steuerte die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg dem Sieg entgegen.


Statistik:

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg: Kinner, Knop; Braun 5, Dehmel 1, Gerke 3, Harfst, Hennemann 3, Kowalzik 6/4, Krause, Kügler, Lachs 2, Latz, Lippe 3, Reuter 3 und Schultz.

HC Empor Rostock: Moritz, Christofori; Meier, Meyer 7/3, Neumann 1, Schefus 2, Schmidt 4, Schulz 2, Traub 6 und Zimmer.

Zeitstrafen: HSG 1, Rostock 4.

Strafwürfe: HSG 4/4, Rostock 4/3.

Schiedsrichter: Hendrik Engelhardt, Tobias Meyer (VfL Fredenbeck). 

Zuschauer: 210.

Spielfilm: 3:2 (6.), 7:2 (15.), 11:6 (23.), 12:8 (27.), 14:9 – 14:15 (38.), 16:16 (41.), 19:16 (45.), 22:18 (50.), 25:20 (56.), 26:22.

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