Handball-Bundesliga der A-Jugend HSG Grüppenbühren/Bookholzberg zwischen Spaß und Arbeit

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Unter Druck: Der HSV Hamburg machte es bei der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg um Jaime Lippe vor, wie hart bisweilen in der A-Jugend-Bundesliga verteidigt wird. Foto: Rolf TobisUnter Druck: Der HSV Hamburg machte es bei der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg um Jaime Lippe vor, wie hart bisweilen in der A-Jugend-Bundesliga verteidigt wird. Foto: Rolf Tobis

Bookholzberg. Die A-Jugend der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg erwartet in der Handball-Bundesliga Empor Rostock. Bei einer Niederlage kann die HSG den letzten Platz nicht mehr verlassen.

Bei Empor Rostock können sie etwas Aufmunterung gerade ganz gut gebrauchen. Der stolze Handball-Club, der in den 80ern mal Europapokalsieger und insgesamt 17-mal DDR-Meister war, durchlebt eine schwere Zeit und kämpft mit seiner Männermannschaft gerade gegen den erstmaligen Sturz in die Viertklassigkeit. Da ist es umso lieber gesehen, wenn wenigstens die A-Jugend etwas Freude verbreitet, was sie im Rahmen ihrer Möglichkeit auch tut. Mit vier Siegen aus den letzten fünf Heimspielen haben sich die Rostocker in der Bundesliga vom Tabellenende gelöst, wo nach wie vor die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg steht. Beide Teams, so viel steht schon fest, werden in der Qualifikation um ihren Platz im Oberhaus kämpfen müssen.

Im Hinspiel 17 Fehlwürfe

Am Samstag erwartet Grüppenbühren nun ab 17 Uhr die Rostocker und hat dabei zumindest symbolischen Druck. Bei einer Niederlage steht schon nach dem drittletzten Spiel fest, dass die HSG die Saison als Letzter beendet. „Natürlich würde ich die letzten beiden Heimspiele gern gewinnen“, sagt Trainer Stefan Buß. „Aber vor allem wollen wir noch dreimal Spaß in der Bundesliga haben.“

Gegen Rostock wird man sich den Spaß erarbeiten müssen, Empor ist eine der giftigeren Mannschaften und lebt von einer harten Deckung. „Sie werden uns den Schneid abkaufen wollen“, glaubt Buß. „Wir dürfen nicht zurückschrecken, wenn es mal wehtut, sondern müssen gleich wieder anlaufen.“

Einspielen für die Quali

Im Hinspiel klappte das überhaupt nicht. Beim 19:27 leistete sich Grüppenbühren/Bookholzberg 17 technische Fehler und 17 Fehlwürfe, übernahm dadurch am elften Spieltag die Rote Laterne von den Rostockern und hält sie bis heute. Für die Qualifikation, in der Grüppenbühren und Rostock zum gleichen Bereich gehören und sich erneut begegnen könnten, ist das aber kein Nachteil – denn dort wird bei Null begonnen. „Die aktuelle Tabelle ist deshalb nicht so wichtig“, sagt Buß. „Wir spielen uns ein, damit wir in der Quali da sind.“


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