Handball-Landesliga der B-Jugend HSG Delmenhorst vor Endspiel um die Meisterschaft

Von Jörg Schröder und Daniel Niebuhr

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Torjäger: Sam Ramin (rechts) erzielte beim Sieg der HSG Delmenhorst über den TV Neerstedt um Matthew Wollin 13 Treffer. Foto: Rolf TobisTorjäger: Sam Ramin (rechts) erzielte beim Sieg der HSG Delmenhorst über den TV Neerstedt um Matthew Wollin 13 Treffer. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. In der Handball-Landesliga spielt die männliche B-Jugend der HSG Delmenhorst am Sonntag um die Meisterschaft. Der Tabellenführer ist am letzten Spieltag zu Gast beim Titelrivalen Komet Arsten. In den Generalproben hielten sich beide schadlos – doch ob Arsten antritt, ist ungewiss.

Wie Schiffdorf bei Nacht aussieht, dürfte den B-Jugend-Handballern der HSG Delmenhorst allmählich bekannt sein, sie unternahmen am Dienstag ja schon ihren zweiten abendlichen Trip in den Bremerhavener Vorort. Mitte Dezember hatten sie beim dortigen Turnverein mit 27:22 gewonnen, dieses Mal gab es im dorthin verlegten Rückspiel ein 35:27 für den Landesliga-Tabellenführer – Schiffdorf ist also ein gutes Pflaster für die HSG.

Die erlösende Nachricht gab es an diesem Abend aber noch nicht. Die von Tizian von Lien trainierten Delmenhorster hätten am vorletzten Spieltag bereits die Meisterschaft feiern können, wenn Verfolger Komet Arsten im Südbremer Derby gegen den ATSV Habenhausen gepatzt hätte – doch Komet gewann mit 43:20 und treibt die Dramaturgie damit auf die Spitze. Am Sonntag treffen Arsten und Delmenhorst ab 11.30 Uhr in der Halle am Bremer Jacobsberg aufeinander. Ein Remis reicht der HSG (32:2 Punkte) bei Komet (30:4) zur Meisterschaft.

Zu viele Ausfälle bei Arsten?

Vor dem großen Finale darf aber auch ein wenig gerätselt werden. Das Arster Team, das mit einem Mini-Kader von acht Feldspielern durch die Saison geht, trat nach fünf grippebedingten Ausfällen am Wochenende in Fredenbeck nicht an und gab die Tabellenführung damit kampflos an die HSG ab, die den TV Neerstedt im Derby – mit 13 Toren des bärenstarken Sam Ramin – mit 36:29 bezwang und den Nachbarn damit wohl nebenbei um die Chance auf Platz vier und die direkte Landesliga-Qualifikation für die kommende Saison brachte.

Schon vor dem folgenden Spiel am Dienstag kündigte Komet-Coach Jörn Franke, der auch schon die Männer des TSV Ganderkesee und der TS Hoykenkamp trainiert hat, an, möglicherweise in Unterzahl spielen zu müssen – was sich aber doch noch vermeiden ließ. „Ob wir gegen Delmenhorst antreten, wissen wir noch nicht“, sagt er. In Delmenhorst glaubt man aber eher an einen Kniff des Arster Trainer-Routiniers. „Er kann ja viel erzählen. Ich bin mir sicher, dass Arsten in so einem Spiel nochmal alles geben wird“, sagt HSG-Vorsitzender Jürgen Janßen.

HSG-Team glänzt durch Geschlossenheit

Für das Delmenhorster Team, das im Juni 2017 nur aufgrund des schlechteren Torverhätnisses den Sprung in die Oberliga-Vorrunde verpasst hatte, ist es so oder so eine tolle Saison. Fast 32 Tore wirft von Liens Team pro Spiel, das 28:31 im Hinspiel gegen Arsten war die einzige Niederlage in 17 Partien. Valentino Oetken ist mit 96 Saisontoren der beste Werfer, zuletzt drehten auch die Ramin-Brüder Sam und Soheil auf, die Mannschaft lebt aber von einer enormen Geschlossenheit. Vor zwei Jahren gewann ein Großteil des Kaders schon die Meisterschaft in der C-Jugend-Landesliga – übrigens durch einen Sieg gegen Schiffdorf.


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