Sanierung kostet 3,8 Millionen Euro Maroder Delmenhorster Stadionhalle droht lange Schließung

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Sanierungsbedürftig: die Stadionhalle in Delmenhorst-Düsternort. Foto: BreuerSanierungsbedürftig: die Stadionhalle in Delmenhorst-Düsternort. Foto: Breuer

Delmenhorst. Die Sanierung der maroden Delmenhorster Stadionhalle an der Düsternortstraße wurde von der Stadt immer wieder verschoben. Nun sind die Mängel so groß, dass eine Renovierung 3,8 Millionen Euro kosten und eine einjährige Schließung bedeuten würde. Bei einer Zwangssperrung prüft die HSG Delmenhorst den Umzug aus der Stadt.

Die Stadionhalle an der Düsternortstraße musste sich in den vergangenen Jahren einiges gefallen lassen: Marode wurde sie schon genannt, baufällig oder gar abbruchreif. Die Sanierung des 48 Jahre alten Gebäudes wurde immer wieder aufgeschoben, nun droht den Sportlern tatsächlich der Gang ins Exil. Wie der Vorsitzende des Handball-Verbandsligisten HSG Delmenhorst, Jürgen Janßen, nach einem Gespräch mit der Verwaltung berichtete, ist der Schaden inzwischen so groß, dass eine Grundsanierung 3,8 Millionen Euro kosten und eine mindestens einjährige Schließung zur Folge haben würde. Janßen fürchtet sogar eine Zwangssperrung aus Sicherheitsgründen. Die HSG, ein sportliches Aushängeschild der Stadt, würde dann einen Umzug ins Umland prüfen. „Die Halle ist für uns und andere existenziell“, sagt Janßen. Neben den Handballern nutzen unter anderem Schulen und der Hockey-Club Delmenhorst die Stadionhalle.

Stadt zeigt Verständnis für Vereine

In dem Gespräch, an dem neben dem HSG-Chef unter anderem auch der neue Erste Stadtrat Markus Pragal, die Fachbereichsleiter Hero Mennebäck (Schule und Sport) und Andreas Tensfeldt (Gebäudemanagement) und Vertreter der Clubs Delmenhorster TV und HC Delmenhorst teilnahmen, zeigte die Stadt Verständnis für die Kritik wegen der „diversen Baumängel“. Die 1970 errichtete Halle wartet noch immer auf ihre erste große Renovierung. Das Dach sei nicht sanierungsfähig und muss abgerissen werden, in den Kabinen wächst Schimmel, die Heizung fiel allein im Februar viermal aus. Eine Zwangssperrung „aufgrund sicherheitsrelevanter Mängel oder technischer Ausfälle kann nie ausgeschlossen werden“, heißt es auf Anfrage von der Stadt. „Dies gilt für alle Gebäude.“

Finanzielle Machbarkeit fraglich

Die Verwaltung will nun einen Vorschlag für die Sanierung zu den Haushaltsberatungen für 2019 und die Folgejahre vorlegen. Allerdings, heißt es von der Stadt, sei „die Machbarkeit in Bezug auf die erforderliche Finanzierung zu prüfen“. Einzelne Renovierungsschritte seien ebenso eine Alternative wie eine durchgehende Generalsanierung. Wie wahrscheinlich eine umfassende Renovierung ob der angespannten Haushaltslage ist, ist fraglich.


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