Handball-Verbandsliga Lasse Till kehrt zur HSG Delmenhorst zurück

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Neuzugang zur Saison 2018/2019: Rückraumspieler Lasse Till (Mitte) kehrt von der SG Bremen/Hastedt zur HSG Delmenhorst zurück. Darüber freuen sich auch der HSG-Vorsitzende Jürgen Janßen (rechts) und HSG-Trainer Jörg Rademacher. Foto: Lars PingelNeuzugang zur Saison 2018/2019: Rückraumspieler Lasse Till (Mitte) kehrt von der SG Bremen/Hastedt zur HSG Delmenhorst zurück. Darüber freuen sich auch der HSG-Vorsitzende Jürgen Janßen (rechts) und HSG-Trainer Jörg Rademacher. Foto: Lars Pingel

Delmenhorst. Lasse Till kehrt zu seinem Heimatverein HSG Delmenhorst zurück. Der 20-jährige Rückraumspieler wechselt zur kommenden Saison 2018/2019 vom Handball-Oberligisten SG Bremen/Hastedt zur HSG, die in der Verbandsliga auf Aufstiegskurs steuert.

Natürlich war auch ein Trikot des neuen Vereins von Lasse Till vor Ort. „Die Nummer hat aber nichts zu sagen“, merkte Jürgen Janßen, Vorsitzender der HSG Delmenhorst, an, als er es dem 20-jährigen Rückraumspieler für das obligatorische Foto in die Hand drückte. Die damit verbundene Aussage, dass Till von der kommenden Saison 2018/2019 an in der roten Sportbekleidung des designierten Aufsteigers in die Handball-Oberliga auf Torejagd gehen wird, stimmt allerdings. „Es freut mich, dass er zu uns kommen wird“, sagte HSG-Trainer Jörg Rademacher am Donnerstagabend in der Halle des TV Deichhorst, in der der Verbandsliga-Spitzenreiter seinen Zugang vorstellte. „Er passt ins Spielsystem. Er ist torgefährlich, variabel einsetzbar und bringt Oberliga-Erfahrung mit“, erklärte Rademacher. Till wechselt vom Viertligisten SG Bremen/Hastedt, für den er in der laufenden Saison 2017/2018 in 14 Einsätzen bisher 60 Tore erzielt hat, nach Delmenhorst.

Lasse Till spielt von der E- bis zur B-Jugend für die HSG

Für Lasse Till ist der Clubwechsel eine Rückkehr zu seinem Heimatverein. In der E-Jugend der HSG lernte er das Handballspielen. Als 16-Jähriger nahm er dann die Möglichkeit wahr, für den HC Bremen in der A-Jugend-Bundesliga zu spielen. Zwei Jahre später, zur Saison 2016/2017, folgte der Sprung ins Männerteam der SG Bremen/Hastedt und damit in die Oberliga. „Die Entscheidung zu wechseln, ist mir nicht leicht gefallen“, erzählte Till. „Die SG-Mannschaft ist mir ans Herz gewachsen, das sind alles coole Jungs.“ Den Ausschlag habe schließlich gegeben, dass er „etwas Neues erleben“ wolle. Die HSG habe ein „tolles Umfeld“ und „immer eine volle Halle“, erklärte er. Und die HSG ist eben sein Heimatverein, in dessen B-Jugend sein Bruder Malte Till (mit einem Doppelspielrecht für den Oberliga-Spitzenreiter HC Bremen) aktiv ist. Lasse Till wohnt in Delmenhorst; er studiert an der Polizei-Akademie in Oldenburg.

HSG-Trainer Jörg Rademacher lobt Einstellung von Lasse Till

„Verbessern muss ich mein Abwehrspiel“, sagte der Rechtshänder über seine sportliche Schwäche. Im Angriff fühle er sich auf allen Positionen im Rückraum wohl. „Halbrechts wird er bei uns aber eher nicht spielen“, warf Rademacher ein – und beschrieb damit indirekt die Positionen, für die er mit dem Zugang plant: Halblinks und Mitte. „Es ist für ihn an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen“, fuhr der HSG-Trainer fort. „Bremen war sehr gut für ihn, doch jetzt kann er einen neuen Trainer und eine neue Mannschaft kennenlernen.“

Mit Till würde er mehr Alternativen in Abwehr und Angriff haben, erklärte Rademacher. Der 20-Jährige passe sportlich und von der Einstellung her in seine Mannschaft. „Er ist leistungsorientiert unterwegs. Er brennt immer und sucht permanent den Erfolg“, lobte der HSG-Trainer: „Er ist ein Spieler, der weiß, was in der Oberliga los ist. Auch das wird uns helfen.“ Positiv hinzu käme dann auch noch, „dass er ein Delmenhorster Junge ist“. Denn: Bei der Entwicklung der Mannschaft sei es ihnen auch „sehr wichtig, Eigengewächse zurückzuholen“, sagten Janßen und Rademacher. Vor der laufenden Saison war in Tim Coors ein zweitligaerfahrener Akteur zur HSG zurückgekehrt.

HSG Delmenhorst hat Aufstieg so gut wie sicher

Die Verpflichtung von Till soll der HSG dabei helfen, das vor dieser Spielzeit gesteckte Ziel, bis 2020 in die Dritte Liga aufzusteigen, zu erreichen. Dass das Team den ersten Schritt dahin, den Sprung zurück in die Oberliga, in den verbleibenden acht Saisonspielen schafft, darf bei zwölf Punkten Vorsprung auf den Nicht-Aufstiegsplatz drei, wohl als sicher gelten. Das verschafft der HSG die Möglichkeit, früh für 2018/2019 zu planen. Die Gespräche mit den Spielern, die gerade souverän in Richtung Verbandsliga-Meisterschaft unterwegs sind, seien bereits abgeschlossen, berichtete Janßen. Schon seit Ende Januar steht fest, dass Rückraumspieler Andre Haake zur TSG Hatten-Sandkrug wechseln wird.

„Die Mannschaft hat sich sehr gut entwickelt, das ist schön zu sehen“, zog Rademacher, der vor dieser Saison vom Oberligisten TV Neerstedt zum damaligen Oberliga-Absteiger HSG gekommen war, eine erste Bilanz der laufenden Spielzeit. Das sei auch deshalb möglich gewesen, weil das Umfeld stimmt. Dies sei nicht zuletzt der Verdienst von Janßen, „der das alles möglich macht“. Deshalb ist Rademacher zuversichtlich, dass es weiter aufwärtsgehen wird. „Wir wollen uns zunächst in der Oberliga etablieren“, nannte er als nächstes Ziel. Das werde in einer „interessanten“ Klasse schwer genug. „Wir müssen gut vorbereitet sein.“ Ob der Kader dafür personell nochmals vergrößert wird, steht noch nicht fest. „Es gibt den Wunsch, auf ein, zwei Positionen noch etwas zu machen. Wir werden sehen, was möglich ist“, erklärte Janßen.


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