Knapper 109:106-Heimerfolg Devils behalten am Ende die Nerven

Meine Nachrichten

Um das Thema Lokalsport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Zug zum Korb: Ali Akkurt macht es vor. Foto: Rolf TobisZug zum Korb: Ali Akkurt macht es vor. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Die Basketballer des Delmenhorster TV gewinnen ihr Heimspiel gegen die BSG Bremerhaven II 109:106 (54:49). In der Endabrechnung der Oberliga West hat der Delmenhorster TV nun Rang drei schon sicher. Beim Sieg über Bremerhaven II überzeugten Center Mohammed Tozan und Forward Roman Holder.

Stacy Sillektis ist Basketballer durch und durch. Das ist für die Basketball-Szene in Delmenhorst und der Region nichts Neues. Wie sehr der 42-Jährige seinen Sport liebt und lebt, wurde am vergangenen Sonntag in der Stadtbadhalle aber einmal mehr deutlich. Das Oberliga-Spiel seines Delmenhorster TV gegen die BSB Bremerhaven II war noch keine 90 Sekunden vorbei, es endete mit einem knappen 109:106 (54:49)-Erfolg seiner Mannschaft.

Doch der Trainer Sillektis hielt sich nicht lange mit Gratulationen und gar mit einer tiefer gehenden Analyse der vorherigen Partie auf. Stattdessen suchte der „Mr. Basketball“ des DTV direkt den Gang in die Kabine, zog sich schnell um, um dann im Trikot der Devils-Reserve in der Bezirksliga aufzulaufen – und um dort einmal mehr seine noch immer vorhandene Klasse als Spieler zu demonstrieren. Denn mit 37 Punkten (inklusive neun Dreiern) war Sillektis der Matchwinner zum 84:72 (39:35)-Erfolg der zweiten Mannschaft, die dadurch weiter alle Chancen auf die Vizemeisterschaft hat. Seine Teamkameraden hielten daher nach ihrem wichtigen Sieg fest: „Stacy war einfach unfassbar on fire.“

Devils on Fire? Das galt für die Oberliga-Mannschaft am Sonntag nur bedingt. Doch Sillektis freute sich natürlich „sehr über den Sieg“. Denn die Devils haben mit dem Erfolg über den Tabellennachbarn nun endgültig den dritten Tabellenplatz in der Oberliga West festgezurrt. Nach Platz drei im Vorjahr und Rang vier 2016 hat der DTV erneut untermauert, dass er eine feste Größe im obereren Tabellendrittel der West-Staffel ist – und an guten Tagen jeden Gegner schlagen kann.

Devils-Spiel mit vielen „Höhen und Tiefen“

Gegen Bremerhaven erlebten die rund 60 Zuschauer ein Devils-Spiel mit vielen „Höhen und Tiefen“, wie Sillektis in seiner Kurzanalyse zwischen den Partien seiner beiden Mannschaften befand. Delmenhorst führte nach jedem Viertel (25:22, 54:49, 85:77) und während der Begegnung mal mehr, mal weniger deutlich – versäumte es in der zerfahrenen, spielerisch schwachen und eher unansehnlichen Begegnung aber mehrmals, den Deckel schon frühzeitig auf die Partie zu setzen. „Wir hatten zu viele Ballverlust und haben die Rebounds nicht kontrolliert“, haderte Sillektis und bemängelte in jeder Auszeit die fehlende Konzentration seiner Mannschaft.

Bremerhaven, Oberliga-Meister 2017, hielt das Spiel vor allem dank seiner Topscorer Jan Lipke (26 Punkte) und Ceyhan Pfeil (24) offen. Dennoch hatten die Fans nie das Gefühl, dass die Devils das Spiel aus der Hand geben könnten – bis 86 Sekunden vor Schluss, als die Gäste aus einem 97:105 ein 105:105 machten. Dieser Ausgleich schien die Devils aber aus ihrer Lethargie zu reißen.

Eng dran am Gegenspieler: Der Delmenhorster Tim Frerichs. Foto: Rolf Tobis

Erst trafen Marc Polley und Terrly Woolery zum 109:105, ehe Bremerhaven auf 106:109 verkürzte. Drei Sekunden vor Ende stoppte DTV-Center Mohammed Tozan mit einer starken Abwehraktion den letzten BSG-Angriff – und sicherte den Devils so den Sieg. Der unermüdlich in Offensive und Defensive rackernde Tozan (14 Punkte) verdiente sich ebenso ein Sonderlob wie Forward Roman Holder, der trotz eher weniger Spielzeit 24 Punkte erzielte. „Am Ende haben wir immerhin die Nerven behalten“, sagte Stacy Sillektis mit einem Grinsen – und machte sich auf den Weg zu seiner 37-Punkte-Gala.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN