Handball-Verbandsliga TS Hoykenkamp erlebt denkwürdiges Debakel

Von Heinz Quahs

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Wieder war nichts zu holen: Alexander Kirchhof verlor mit der TS Hoykenkamp deutlich gegen den Wilhelmshavener HV II. Foto: Rolf TobisWieder war nichts zu holen: Alexander Kirchhof verlor mit der TS Hoykenkamp deutlich gegen den Wilhelmshavener HV II. Foto: Rolf Tobis

Hoykenkamp. Die TS Hoykenkamp geht mit 23:39 gegen den Wilhelmshavener HV II unter. Die Verbandsliga-Handballer brechen gegen die Zweitliga-Reserve heftig ein und kassieren die höchste Heimniederlage in diesem Jahrzehnt.

Adrian Hoppes Geduld wird in dieser Saison auf eine harte Probe gestellt, der Trainer taumelt mit seinen Verbandsliga-Handballern der TS Hoykenkamp praktisch seit dem ersten Spieltag dem Abstieg entgegen. Bisher hat der Coach sich immer schützend vor seine Mannschaft gestellt, am Sonntagabend fiel sein Urteil aber umso heftiger aus. Mit dem 23:39 (14:19) hat das Schlusslicht gegen den Wilhelmshavener HV II die höchste Heimpleite in diesem Jahrzehnt kassiert, und Hoppe befand: „Wir haben wie ein Absteiger gespielt und hatten den Wilhelmshavenern kaum etwas entgegenzusetzen.“

Zwei Spiele ohne eine Führung

Es war die fünfte Niederlage in Folge für Hoykenkamp, acht Spieltage vor Schluss ist das rettende Ufer bei neun Punkten Rückstand längst außer Sichtweite. Gegen Wilhelmshaven lagen die Gastgeber kein einziges Mal vorn, tatsächlich liegt die letzte TSH-Führung nun schon 141 Spielminuten zurück – auch beim 24:39 beim VfL Fredenbeck vor einer Woche hatte das Team nie geführt.

Bis zum 7:7 nach 13 Minuten lag die Turnerschaft immerhin auf Augenhöhe, danach schwammen die Felle über 8:9, 9:14 und den Halbzeitstand von 14:19 schon allmählich davon. Die zweite Hälfte wurde ganz bitter. Da der Hoykenkamper Spielaufbau häufig viel zu durchsichtig war, kamen die aufmerksamen Wilhelmshavener Abwehrspieler, allen voran der Zweitliga-erfahrene Christoph Groß, immer wieder zu einfachen Ballgewinnen und schnellen Toren. Aus einem 19:28 wurde ein 19:32, auch danach kannte Wilhelmshaven keine Gnade und sorgte am Ende für Katerstimmung bei den Hoykenkampern. „Im Spielaufbau und im Abschluss gab es zu viele Schwächen“, erkannte Hoppe.


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