Fußball-Kreisliga TV Munderloh hat Spaß im Abstiegskampf

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Im Abstiegskampf alles reinwerfen: Finn Eilks (links gegen den Harpstedter Leandro Geyer) war im Sommer einer der wenigen verbliebenen Konstanten im Kader des TV Munderloh. Fotos: Rolf TobisIm Abstiegskampf alles reinwerfen: Finn Eilks (links gegen den Harpstedter Leandro Geyer) war im Sommer einer der wenigen verbliebenen Konstanten im Kader des TV Munderloh. Fotos: Rolf Tobis

Munderloh. Der TV Munderloh kam in der Hinrunde der Fußball-Kreisliga ganz schlecht aus den Startlöchern, steht jetzt aber besser da, als von vielen erwartet. Auch, weil das Mannschaftsklima so gut ist, wie seit Jahren nicht mehr. Die ehemalige Spitzenmannschaft arrangiert sich mit ihrer neuen Rolle

Zum Teil namhafte Abgänge, dafür Zugänge zumeist aus unteren Ligen: Der TV Munderloh hatte vor der Saison einen großem Umbruch zu delegieren. Viele Kenner der Szene stuften die Mannschaft von Ex-Profi Ralf Eilenberger als einen der beiden Absteiger ein, auch das dk-Sportredaktion tippte den Dorfverein nur auf Rang 14. Nach nur einem Punkt aus den ersten sieben Begegnungen schien sich die schwere Saison für Munderloh zu bestätigen, doch dann fing sich die Truppe von Ralf Eilenberger – und holte aus den folgenden neun Partien sehr ordentliche 13 Zähler und liegt auf Platz 13.

„Wir stehen besser da als erwartet“, findet Munderlohs Fußball-Abteilungsleiter Patrick Seeger. Im Sommer verließ unter anderem mit Nico Bruns, Finn Albertzarth, Sven Hörnlein (alle VfR Wardenburg), Oliver Rauh (SV Atlas), Lennart Schimmler (SV Atlas II), Dominik Müller (Vielstedt), Niklas Zytur, Bendix Schröder (beide Heidmühler FC), Alexander von der Decken (SV Wiefelstede), Carsten Feist (Ahlhorner SV) und Andy Brinkmann (SF Wüsting) praktisch eine ganze erste Elf den Turnverein. Die prominenten Abgänge habe die Mannschaft um den spielenden Co-Trainer Carsten Köhler durch Eigengewächse und starke Neuzugänge – Tim Schaar, Mark Ellinghusen, Nico Fiedler, Justin Stöcker (alle A-Jugend), Arne Einemann (Munderloh II), Leon Syen (TSG Hatten-Sandkrug), Marcel Brau (TSV Oldenburg II), Kevin-Steven Saker (VfL Oldenburg II), Sebastian Gonschorek (SVG Berne) und Finn Dreyer (zuletzt BV Cloppenburg II, früher SV Tur Abdin) – einigermaßen aufgefangen, meint Seeger. Und er betont: „Das Mannschaftsklima, in der Kreisliga nicht ganz unwichtig, ist so gut wie lange nicht mehr.“

Neuzugang vom VfB Oldenburg II: Jannik Maas. Foto: TV Munderloh

Eine schöne Anlage und ein Ex-Bundesliga-Profi als Trainer – „bei uns macht Fußball in einer funktionierenden Mannschaft auch dann Spaß, wenn wir nicht ganz oben mitspielen“, freut sich Seeger über die „nach wie vor sehr guten Bedingungen“ in Munderloh. Auch Coach Ralf Eilenberger hatte sich vor der Spielzeit mit der neuen Rolle des TVM arrangiert. „Als im Sommer dann alle Spieler weggegangen sind und viele aus der A-Jugend da waren, habe ich mir natürlich gesagt: Jetzt erst recht! Es müssen auch wieder mehr Munderloher her, das ist ganz wichtig“, sagt der Trainer.

Nach sieben Jahren im (erweiterten) Aufstiegsrennen, in der der Sprung in die Bezirksliga teilweise nur ganz knapp verpasst wurde (4./2./5./4./3./3./3.), ist der Abstiegskampf für Munderloh neu. Das Polster auf die Abstiegsränge ist mit sechs Zählern Vorsprung (bei mehr ausgetragenen Begegnungen) auch weiterhin nicht sonderlich groß. Im TVM-Lager sind sie deshalb froh, mit Jannik Maas (21) vom Bezirksligisten VfB Oldenburg II und dem US-Amerikaner Dallas Sikes Aminzadeh (25) vom Bremenligisten Blumenthaler SV zwei wertvolle Verstärkungen erhalten zu haben.


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