1. Kreisklasse Sieglos-Team TV Jahn Delmenhorst II bleibt positiv

Von Andreas Bahlmann und Daniel Niebuhr

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Torwart Rene-Frank Marks (hier gegen Jean-Michel Dietrich vom TSV Ganderkesee) steht mit den Fußballern des TV Jahn Delmenhorst II am Tabellenende der 1. Kreisklasse. Foto: Rolf TobisTorwart Rene-Frank Marks (hier gegen Jean-Michel Dietrich vom TSV Ganderkesee) steht mit den Fußballern des TV Jahn Delmenhorst II am Tabellenende der 1. Kreisklasse. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Der TV Jahn II Delmenhorst ist als einziges Team in der 1. Kreisklasse noch sieglos. Die Delmenhorster sind eine von vier Fußball-Mannschaften im Kreis ohne dreifachen Punktgewinn – doch die Hoffnung stirbt zuletzt.

Die Zuversicht in dieser hektischen Welt zu bewahren, ist zweifellos eine beneidenswerte Tugend – man muss Frank Oehlmann in dieser Hinsicht einfach bewundern. Der Delmenhorster trainiert die Fußballer des TV Jahn II, den abgeschlagenen Tabellenletzten der 1. Kreisklasse, der am Sonntag beim TSV Ganderkesee II in die Rückrunde startet – laut Spielplan jedenfalls. Und Oehlmann verkündet tapfer: „Die Mannschaft geht voller Mut in die Rückserie. Die Motivation ist da, verloren ist noch gar nichts.“

Es ist mit Zahlen kaum zu erklären, woher Oehlmanns Optimismus kommt. Denn die Jahn-Reserve hat in einigen Kategorien Kurs auf eine historisch schlechte Spielzeit genommen. Die Delmenhorster sind als einziges Team der Liga – und als eines von vieren im Fußball-Kreis – noch ohne Sieg, saisonübergreifend haben sie von den letzten 32 Spielen nur eines gewonnen. Der Rückstand auf den rettenden 14. Platz beträgt acht Punkte – drei mehr, als Jahn in der Hinserie insgesamt geholt hat. Doch Oehlmanns Glaube an die Wende ist ungebrochen. „Es ist noch nichts entschieden“, sagt er. „Wir ziehen die Spiele durch. Viele Niederlagen waren knapp und sind unglücklich zustande gekommen.“

Harmlosestes Team im Fußball-Kreis

Tatsächlich hat Jahn in dieser Saison schon einige Male Pech gehabt. Die Abwehr steht mit 39 Gegentreffern gar nicht schlecht, sechs dieser Treffer fielen aber in den letzten zehn Minuten und kosteten teilweise noch Punkte. „Für mich sind das zwar immer noch zu viele Gegentore. Aber in der Defensive haben wir eigentlich nicht die großen Baustellen“, sagt Oehlmann.

Vorne sieht das ganz anders aus. Mit 18 Treffern stellt das Team die mit Abstand schwächste Offensive der Liga, mit einem Schnitt von 1,2 Toren pro Spiel sind die Delmenhorster sogar das harmloseste Team des gesamten Fußball-Kreises. Auch da ist Oehlmann aber „guter Dinge“: Im Winter wurden aus der vereinseigenen A-Jugend Niklas Bockmeyer, Daniel Suderberg, Philipp Brockmann, Justin Seng und Tolga Demir hochgezogen. Routinier Marvin Paul kehrte nach langer verletzungsbedingter Pause in den Kader zurück. Vor allem Suderberg und Demir sollen für den nötigen Angriffsschwung sorgen.

Viel Fitnesstraining im Winter

Viele Gelegenheiten zum Torschusstraining hatte die Mannschaft witterungsbedingt aber noch nicht. Oehlmann verlegt sich in der Vorbereitung, vorsichtig ausgedrückt, auf den Körper statt auf den Geist: „Wir bolzen einmal in der Woche beim Laufen Kondition und schaffen uns mit Ausdauer- und Krafttraining weitere wichtige Grundlagen.“

Auch der Spielplan macht Hoffnung, Jahn hat noch neun Heimspiele auszutragen. Wobei man sich fragen darf, ob das eine gute Nachricht ist: Der letzte Heimsieg datiert aus dem Oktober 2016, damals wurde eine 1:3-Niederlage gegen den TuS Vielstedt nachträglich zu einem 5:0 umgewertet. Auf dem Rasen gewann Jahn am Brendelweg zuletzt vor 20 Monaten.


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