0:8-Lauf als Knackpunkt HSG Grüppenbühren/Bookholzberg unterliegt HSV Hamburg

Von Heinz Quahs

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Bookholzberg. In der A-Jugend-Bundesliga hat die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg ihr Heimspiel gegen den HSV Hamburg mit 20:29 (8:17) verloren. Dank einer starken Deckung bremst die Landkreis-HSG den starken Rückraum der Gäste immer wieder aus. Zum Verhängnis werden Grüppenbühren/Bookholzberg zehn Minuten ohne eigenen Treffer in Hälfte eins.

Als die 16. Saisonniederlage im 19. Spiel der A-Jugend-Bundesliga perfekt war, bedankte sich Andreas Müller zuerst einmal bei den mehr als 200 Zuschauern. „Die Fans haben uns toll unterstützt, weshalb sich die Mannschaft trotz des großen Rückstand nie aufgegeben und bis zum Schlusspfiff gefightet hat“, lobte der Co-Trainer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg das einmal mehr begeistert mitgehende Publikum in der Halle am Ammerweg.

Die Landkreis-HSG war beim deutlichen 20:29 (8:17) gegen den Tabellendritten HSV Hamburg in einer engagiert geführten und phasenweise gutklassigen Partie zwar wie erwartet chancenlos, verdiente sich vom Trainergespann Stefan Buß und Andreas Müller aber ein großes Lob für die Deckungsarbeit gegen den wurfgewaltigen Rückraum der Gäste. „Im Hinspiel haben wir noch 40 Gegentreffer bekommen, doch dieses Mal hat die Abwehr deutlich besser funktioniert und auch in der Offensive haben wir phasenweise gut gespielt, obwohl die Hamburger Deckung sehr energisch in die Zweikämpfe ging“, bilanzierte Andreas Müller. Unbeeindruckt von der Stärke des gegnerischen Rückraums gingen die Hausherren energisch in die Zweikämpfe und bremsten so die Offensive der HSV auch dank des bärenstarken Keepers Jan Kinner (elf Paraden) immer wieder aus und trugen so eigene Angriffe vor.

Unter Druck: Grüppenbührens Jona Schultz (Mitte) wird von den Hamburger Rückraumkanten Leif Tissier (links) und Dominik Axmann attackiert. Foto: Rolf Tobis

Das gelang besonders in der Anfangsphase sehr gut, denn nach dem Hamburger 1:0 setzte sich die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg nach wenigen Minuten dank Treffer von Norman Lachs vom Kreis, Jona Schultz aus dem Rückraum und zwei Siebenmetern von Henk Braun mit 4:1 ab und schien in einer guten Spur zu laufen. Durch eine frühe Auszeit der Gäste verloren die Landkreisler dann aber etwas den Faden. Zwar zeigte die Deckung auch weiterhin gute Aktionen, doch im Angriff gingen nun vermehrt die Bälle durch ungeschickte Anspiele an den Kreis, aber auch durch Fehlabgaben verloren.

Dankend nahmen die Hamburger, die erst am Donnerstag den VfL Potsdam mit 39:30 geschlagen hatten, diese Ballgewinne an und kamen im Verlauf der Begegnung dadurch zu insgesamt acht einfachen Kontertoren. Auch gab es einige technische Fehler der HSG, die zu weiteren Ballverlusten führten und das nutzten die Gäste nach schnellem Kombinationsspiel wiederholt zu einfachen Toren aus dem Rückraum. Besonders Dominik Axmann und Leif Tissier waren hier nur schwer zu bremsen und so erzielten beide zusammen 14 Treffer.

Als Mitte der ersten Hälfte dann Henk Braun von Kian Krause geschickt am Kreis angespielt wurde und dieser bravourös zum 6:7 verwandelte, war die Begegnung immer noch völlig offen. Doch in der Folge häuften sich die Fehler im Spielaufbau und im Abschluss, weshalb die HSG zehn Minuten keinen weiteren Treffer erzielte – und nach einem 0:8-Lauf der eiskalt vollstreckenden Gäste mit 6:15 (24.) und zur Pause 8:18 zurücklag.

Grüppenbühren/Bookholzberg kämpft um jeden Ball

Hoch motiviert ging das HSG-Team dann in die zweite Hälfte und verkürzte den Rückstand nach Toren von Mirco Reuter, Henk Braun, Normann Lachs und Sönke Harfst nach wenigen Minuten auf 12:20, danach schlichen sich aber erneut einfache Fehler in den Spielaufbau der Hausherren. So kontrollierten die Hamburger auch weiterhin das Spielgeschehen, setzten sich schnell mit zehn Toren ab und hatten anschließend auf jeden weiteren HSG-Treffer die richtige Antwort.

Obwohl die Partie frühzeitig entschieden war, kämpfte die HSG um jeden Ball und um jedes Tor. Müller war mit der Leistung seines Teams hochzufrieden, sagte aber auch: „Ich hätte mir gewünscht, dass die Spieler noch konsequenter die Lücken im Eins-gegen-Eins genutzt hätten.“ Den verdienten Applaus der eigenen Fans gab es trotzdem.


Grüppenbühren/Bookholzberg - Hamburg 20:29

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg: Kinner, Knop; Krause, Latz 1, Lippe, Lachs 3, Krix, Harfst 2, Schultz 3, Reuter 4, Braun 7/4, Kowalzik, Hennemann, Dehmel.

HSV Hamburg: Kokoszka, Karras; Ilic, Wäger, Markovski 1, Fick 4, Axmann 9/4, Manke 1, Böhm 2, Tissier 5, Jonsson3/1, Sötje, Dede 3, Höricke.

Siebenmeter: HSG 5/4 – HSV 6/5.

Zeitstrafen: HSG 3 – HSV 2.

Zuschauer: 220.

Spielfilm: 4:1 (7.), 5:7 (15.), 6:15 (26.), 8:17 – 12:20 (36.), 19:25 (56.), 20:29.

Schiedsrichter: Ansohn/Sekiraca (Berlin).

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