Zu viele Chancen vergeben Grüppenbühren/Bookholzberg unterliegt Neuenhaus/Uelsen

Von Heinz Quahs

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Neuenhaus/Uelsen. Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg hat im Abstiegskampf der Handball-Verbandsliga einen Rückschlag hinnehmen müssen.

Nach der siebten Niederlage im achten Auswärtsspiel war Andreas Müller sauer. „Wir haben unsere Hausaufgaben im Angriff nicht erledigt. Wenn man sechs oder sieben klare Chancen nicht nutzt, darf man sich nicht wundern, wenn sich der Gegner am Ende über die Punkte freut“, schimpfte der Trainer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg nach der 20:23 (10:13)-Pleite bei der SG Neuenhaus/Uelsen und dem Rückschlag im Abstiegskampf der Handball-Verbandsliga. Nur 23 Gegentore zeugten von einer guten Deckungsarbeit inklusive eines starken Keepers Arne Klostermann, „doch einmal mehr hat unsere Offensive die Vorgaben nicht umgesetzt“, ärgerte sich Müller über zwei verschenkte Punkte.

Die Schwächen im Abschluss zogen sich wie ein roter Faden durch das Angriffsspiel der HSG Grüppenbühren. Die Ballverluste der Gäste rächten sich zudem sehr schnell, denn die SG Neuenhaus/Uelsen nahm diese Chancen dankbar an und kam über die erste und zweite Welle wiederholt zu einfachen Kontertoren, die schließlich auch den Erfolg brachten.

Nach einem 0:3-Rückstand (6.) kämpfte sich Grüppenbühren/Bookholzberg nach einem Treffer von Marvin Auffarth bis Mitte der ersten Hälfte bis auf 6:7 heran, doch hatte die Landkreis-HSG schon bis dahin die ersten glasklaren Chancen ausgelassen. In der Folge wurde es dann auch nicht besser, denn mit weiteren Möglichkeiten scheiterten die HSG-Angreifer entweder am gegnerischen Keeper oder sie trafen das Tor einfach nicht.

Neuenhaus/Uelsen nutzt Ballgewinne zu Kontertoren

Deshalb nutzten die Hausherren diese Schwächen eiskalt aus, mit den Kontertoren von Fabian Wißmann und Hendrik Esmann setzte sich die SG schon bis auf 12:7 ab, ehe die Müller-Sieben den Rückstand nach einigen konzentriert abgeschlossenen Angriffen noch bis zur Pause auf drei Tore verringern konnten. Nach der Pause schien die HSG dann endgültig im Spiel angekommen zu sein, denn nach den Toren von Werner Dörgeloh, Alexander Depperschmidt und Paul Lapsien war man beim 13:14 (38.) erneut in Schlagdistanz. Weil Grüppenbühren/Bookholzberg danach aber erneut beste Chancen liegen ließ, nutzte der Gastgeber diese Ballgewinne erneut zu Kontertoren und setzte sich mit einem 5:1-Lauf wieder auf 19:14 (45.) ab.

Doch auch weiterhin zeigte sich die HSG-Deckung von ihrer besten Seite und ließ bis auf die schnellen Gegenstöße kaum weitere Treffer zu. So gab es in den verbleibenden 15 Minuten nur noch wenig Tore, denn die SG hatte auf jeden weiteren Treffer der Landkreisler gleich die richtige Antwort und konnte den Anstand bis fünf Minuten vor dem Ende entscheidend auf 23:17 ausbauen.

Doch in der Schlussphase zeigte die HSG noch eine tolle Moral, denn mit drei weiteren Treffern von Sprenger (2) und Dörgeloh kämpfte man sich erneut heran, zu mehr reichte dann die Zeit aber nicht mehr und so stand die Müller-Sieben am Ende erneut mit leeren Händen da.

„Wir haben mit der starken Deckung und dem überzeugenden Torwart eigentlich schon einen Grundstein für den Erfolg gelegt, doch der allein reichte schließlich einfach nicht“, bilanzierte Trainer Andreas Müller.


Schiedsrichter: Farhat/Jansen (Nordhorn/Dodesheide).

Spielfilm: 3:0 (6.) - 5:4 (13.) - 7:6 (14.) - 12:7 (25.) - 13:10 (30.) // 14:13 (38.) - 19:14 (45.) - 22:16 (52.) - 23:20 (59.).

Zeitstrafen: SG 3, HSG 5.

Strafwürfe: SG 9/7, HSG 4/1.

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg Döhle, Klostermann und Meyer; Auffarth (1), Depperschmidt (2), Dörgeloh (3), Janorschke (2), Lapsien (2), Lau, Mönnich, Ordemann, Pintscher (1), Sprenger (2) und Julian Stolz (7/1).

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