1. Fußball-Kreisklasse VfL Wildeshausen II mischt im Aufstiegsrennen mit

Den Gegner unter Druck setzen: Wie das geht, macht Wildeshausens Schahuaz Amir-Juki (rechts) gegen den Hasberger Cedric Pascual-Fernández vor. Foto: Rolf TobisDen Gegner unter Druck setzen: Wie das geht, macht Wildeshausens Schahuaz Amir-Juki (rechts) gegen den Hasberger Cedric Pascual-Fernández vor. Foto: Rolf Tobis

bahl Wildeshausen. Die Fußballer des VfL Wildeshausen II mischen in der 1. Kreisklasse für sie selbst überraschend im Aufstiegsrennen mit. Denn im vergangenen Sommer gab es einen großen Umbruch im Kader.

Ob er als Trainer vereinsinternen Aufstiegsdruck verspüre? Dirk Lenkeit muss lachen. „Bis jetzt hat in dieser Form noch niemand etwas zu mir gesagt.“ Vor der Saison wurde der VfL Wildeshausen II von einigen Liga-Konkurrenten als Mitfavorit für die Aufstiegsränge in der 1. Fußball-Kreisklasse gesehen, doch die Krandel-Kicker selbst senkten nach dem Abstieg aus der Kreisliga erst einmal ihre Erwartungen. Nach einem großen Umbruch im Kader, dem Abgang von Coach Arend Arends und der Beförderung des bisherigen „Co“ Dirk Lenkeit zum Cheftrainer wollte sich Wildeshausen II erst einmal akklimatisieren. Denn die Bezirksliga-Reserve wurde ziemlich neu zusammengewürfelt. Die neue Truppe setzt sich aus drei Gruppen zusammen: den wenigen verbliebenen Akteuren des Abstiegskaders, Spielern aus der ehemaligen Dritten und den A-Junioren.

Am Freitagabend Schlüsselspiel gegen den TV Falkenburg

Doch der Umbruch in der zweiten Mannschaft lief besser, als es sich wohl alle VfL-Verantwortlichen erhofft hatten. In der ziemlich schiefen Tabelle hat Wildeshausen – mit zudem sechs Nachholspielen in der Hinterhand – als Fünfter (26 Punkte aus 13 Spielen) noch alle Möglichkeiten auf einen der wohl drei Aufstiegsränge. „Warten wir mal ab, wie wir starten. Unser Saisonziel ist Platz zwei bis fünf.“ Ein Schlüsselspiel im Kampf um den Kreisliga-Aufstieg hat Wildeshausen bereits am Freitagabend vor der Brust: Dann läuft der Dritte TV Falkenburg (29 Zähler aus 15 Spielen) ab 19.30 Uhr im Krandelstadion auf.

„Kameradschaftlich läuft es mittlerweile super“, beschreibt Lenkeit die gute Stimmung innerhalb des Kaders. Doch für den zweiten Saisonteil wünscht sich Lenkeit, dass sich der Teamgeist auch fußballerisch noch besser auswirkt. Der Coach hat in der Hinrunde einige „unnötige Punktverluste“ gesehen. „Wir hätten noch mindestens vier Punkte mehr auf dem Konto haben können“, ärgerte sich Lenkeit noch immer über die Punktverluste zu Hause gegen TV Jahn II (2:2) oder den KSV Hicretspor (1:2).

Dirk Lenkeit startet mit einem unveränderten Kader in die Rückrunde und wird dabei wohl bis zum Saisonende auf sich alleine gestellt bleiben. Denn der Wunsch nach einem Co-Trainer erfüllte sich bislang nicht.