Handball-Verbandsliga HSG Delmenhorst glänzt mit starker Abwehrarbeit

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Stark in Abwehr und Angriff: Der Delmenhorster Routinier Stefan Timmermann (rechts) war ein Aktivposten gegen die HSG Barnstorf/Diepholz II. Archiv-Foto: Rolf TobisStark in Abwehr und Angriff: Der Delmenhorster Routinier Stefan Timmermann (rechts) war ein Aktivposten gegen die HSG Barnstorf/Diepholz II. Archiv-Foto: Rolf Tobis

Barnstorf. Die Trainingswoche verlief katastrophal, mehrere Spieler waren angeschlagen und auch der Coach musste aus gesundheitlichen Gründen passen: Die Voraussetzungen für das schwere Auswärtsspiel bei der HSG Barnstorf/Diepholz II waren für die Handballer der HSG Delmenhorst im Vorfeld alles andere als optimal. Doch der Verbandsliga-Spitzenreiter zeigte in Barnstorf einmal mehr seine Klasse und siegte nach einem holprigen Start am Ende souverän mit 23:17 (10:9).

„Die Jungs haben das angesichts der Umstände sehr gut gemacht“, sagte Mittelmann Andre Haake, der das Coaching für den erkrankten Trainer Jörg Rademacher übernommen hatte. Mit den Umständen war unter anderem die Personallage gemeint. Weil Fino Oetken krankheitsbedingt komplett passen musste und der erkältete Haake nur für Kurzeineinsätze zur Verfügung stand, war eine Vakanz auf der Spielmacher-Position entstanden. Deshalb nominierte der Ex-Spielertrainer Youngster Jonas Meissner nach, der nach seinem Kreuzbandriss vor mehr als eineinhalb Jahren zu seinem ersten Kurz-Einsatz bei der ersten Mannschaft kam. „Jonas hat das gut gemacht“, lobte Haake.

Problem Nummer zwei, mit dem Delmenhorst zu kämpfen hatte, war das Haftmittel-Verbot in Barnstorf. „Wir mussten uns erst an das Spiel ohne Backe gewöhnen. Die Anfangsphase haben wir verschlafen“, räumte Haake ein. Im Angriff agierten die Gäste schludrig, die Abwehr verschob nicht gut. Die Folge: Delmenhorst lag nach elf Minuten mit 2:6 zurück. Haake nahm eine Auszeit und stellte die Abwehr neu ein. Statt mit einer 6:0-Deckung agierten die Gäste nun mit einer 5:1-Formation, in der der zu Beginn starke Barnstorfer Matthias Andreßen kurz gedeckt wurde.

Die Maßnahme zahlte sich aus. Der Tabellenführer agierte nun in der Abwehr viel konzentrierter und im Angriff konsequenter. Delmenhorst holte Tor um Tor auf und führte zur Pause bereits mit einem Treffer. Über 15:12 (43.) und 18:14 (49.) steuerten die Gäste dank ihrer bärenstarken Deckung schließlich souverän ihrem Sieg entgegen. „Wir haben nach unserer Auszeit in Hälfte eins nur noch elf Gegentore bekommen“, betonte Haake.

Ein Extra-Lob bei den Gästen verdiente sich Stefan Timmermann. Der Routinier wechselte im Laufe der ersten Halbzeit auf Rechtsaußen, weil Philipp Freese (auch durch Adduktorenprobleme gehandicapt) und Jonte Windels nicht ihren allerbesten Tag erwischt hatten. Timmermann warf nicht nur drei Tore, sondern verteidigte auch stark gegen Barnstorfs Finn Richter. Im Rückraum konnte sich Delmenhorst dann auf die Qualitäten von Torben Sudau, Tim Coors und Jörn Janßen verlassen, die zusammen 16 der 23 Gäste-Treffer warfen.


Barnstorf/Diepholz II - Delmenhorst 17:23

Delmenhorst: Schröder, Lettmann; Meissner 1/1, Sudau 3, Timmermann 3, Coors 6, Schanthöfer, Haake 2/2, Janßen 7, Goyert 1, Kohrt, Schöps, Freese, Windels.

Siebenmeter: Barnstorf 3/3 –Delmenhorst 5/3.

Zeitstrafen: Barnstorf 1 – Delmenhorst 1.

Spielfilm: 0:1 (2.), 4:1 (8.), 6:2 (11.), 8:8 (23.), 9:10 (30.) – 12:15 (43.), 14:18 (49.), 17:23.

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