Handball-Verbandsliga HSG Grüppenbühren/Bookholzberg auf Heimstärke angewiesen

Von Heinz Quahs

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Bester Werfer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg: Kevin Pintscher (am Ball) bringt es bisher auf 59 Saisontore. Foto: Rolf TobisBester Werfer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg: Kevin Pintscher (am Ball) bringt es bisher auf 59 Saisontore. Foto: Rolf Tobis

Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg braucht im Abstiegskampf die alte Stärke vor eigenem Publikum. Der Handball-Verbandsligist will am Tag der Sponsoren die Abstiegszone verlassen. Gegen den TV Langen stehen die Chancen mit fast vollem Kader gut.

Bookholzberg. Für 60 Minuten sollten sich die Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg am Samstagabend ein wenig zusammenreißen, schließlich will man die versammelten Wohltäter auf der Tribüne nicht verscheuchen. Es ist Sponsoren-Tag beim Verbandsligisten, diverse Förderer des Sports werden beim wichtigen Spiel gegen den TV Langen ab 19.15 Uhr zusehen – und auf einen gewaltigen Schritt im Abstiegskampf hoffen.

Die HSG-Handballer wissen in eigener Halle aber eigentlich, was sich gehört; fünf seiner sechs Saisonsiege hat der Aufsteiger in seiner Komfortzone am Ammerweg eingefahren. Weil Langen erst einmal auswärts gewonnen hat, ist Grüppenbührens Trainer Andreas Müller auch zuversichtlich: „Wir haben wieder die Fans im Rücken. Wir wissen, um was es geht und werden konzentriert ins Spiel gehen.“

Müller: Druck liegt bei uns

Zuletzt freute sich Müller über gute Nachrichten von oben. Weil der OHV Aurich in der 3. Liga eine kleine Erfolgsserie feierte, würde es nach aktuellem Stand keinen zusätzlichen Absteiger geben, der elfte und viertletzte Rang würde also für den Klassenerhalt reichen. Noch ist die HSG Zwölfter, auch deshalb sagt Müller: „Der Druck gegen Langen liegt klar bei uns.“

Grüppenbührens Team wird aus sich selbst bisher noch nicht ganz schlau. In etlichen starken Spielen hat die HSG ihre Verbandsliga-Tauglichkeit bereits nachgewiesen, dann leistet sich Müllers Mannschaft aber immer wieder schwache Auftritte wie beim 20:23 in Langen im Hinspiel. Nach zuletzt drei Pleiten aus vier Spielen ist die Lage wieder ernster geworden. Besonders dem Angriff mangelt es an der Konstanz und an einem verlässlichen Shooter: Als einer von drei Clubs hat die HSG keinen Spieler in ihren Reihen, der pro Spiel im Schnitt mindestens fünf Tore wirft. Auf Langener Seite spielt dagegen mit Rückraumspieler Marcel Behlmer ein (nebenbei auch abwehrstarker) 113-facher Torschütze.

Für den Klassenerhalt ist Grüppenbühren/Bookholzberg auf Siege in den Heimspielen angewiesen, in denen vier der letzten fünf Gegner in der oberen Tabellenhälfte stehen – angefangen mit Langen am Samstag. „Die Fans können die Waage für uns zuhause in unsere Richtung kippen“, sagt Müller, dem nur Yannick Lau und Paul Lepsien fehlen.


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