Volleyball-Oberliga Männer Sieg und Niederlage für VG Delmenhorst-Stenum

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Erst nicht zu stoppen, später chancenlos: der Oberligist VG Delmenhorst-Stenum um Björn Schröder (rechts) gewann gegen den VfR Voxtrup mit 3:1 und verlor gegen den FC Schüttorf mit 1:3.Erst nicht zu stoppen, später chancenlos: der Oberligist VG Delmenhorst-Stenum um Björn Schröder (rechts) gewann gegen den VfR Voxtrup mit 3:1 und verlor gegen den FC Schüttorf mit 1:3.

Delmenhorst. Die Oberliga-Volleyballer der VG Delmenhorst-Stenum haben ihren letzten Heimspieltag der Saison 2017/2018 mit einem Sieg (3:1 über den VfR Voxtrup) und einer Niederlage (1:3 gegen den FC Schüttorf) beendet. Zwei Partien vor dem Saisonende belegt die VG den dritten Tabellenplatz.

An der Staffel 1 der Volleyball-Oberliga der Männer im Nordwestdeutschen Volley-Verband haben Freunde „sport-mathematischer Berechnungen“ ihre helle Freude. Die VG Delmenhorst-Stenum verpasste am Samstag in eigener Halle am Blücherweg die Gelegenheit, für sich etwas mehr Klarheit zu schaffen. Nach einem 3:1 (28:26, 25:21, 26:28, 25:16)-Erfolg über den VfR Voxtrup und einer 1:3 (25:17, 23:25, 12:25, 14:25)-Niederlage gegen den FC Schüttorf II ist die VG-Mannschaft, für die noch zwei Saisonspiele anstehen, weiter Tabellendritter – immer noch mit vielen Chancen und ein paar Gefahren.

Spannendes Saisonfinale

Die VG hat in einer schiefen Tabelle, nicht alle Teams haben gleich viele Partien absolviert, den Regionalliga-Relegationsrang zwei noch in Reichweite. Sie liegt vier Punkte zurück. Doch: Der Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz ist noch nicht uneinholbar. Er beträgt sechs Zähler. „Es bleibt spannend“, stellte VG-Trainerin Susanne Schalk recht nüchtern fest, während die Sportmathematiker schon über ein mögliches Finale nachdachten, nach dem bei Punktgleichheit die Anzahl gewonnener Spiele, dann der Satzquotient, der Ballpunktequotient und letztlich der direkte Vergleich über die Rangfolge entscheiden würden.

VG Delmenhorst-Stenum verliert Konzentration

Schalk hatte am Auftritt ihrer Mannschaft in der Begegnung mit dem Tabellenvierten aus Voxtrup eigentlich wenig auszusetzen. Sie hätte allerdings lieber einen Zu-Null-Sieg eingefahren. „Den dritten Satz dürfen wir nicht verlieren“, sagte die VG-Trainerin. Ihr Team hatte in diesem einen Satzball vergeben. Im vierten Durchgang sicherte sich die VG dann aber souverän die drei Punkte.

Die VG-Mannschaft spielte dann gegen Schüttorf II zunächst noch stärker auf. Gegen den mit vielen jungen Spielern angetretenen „Unterbau“ des Zweitligisten waren gute Aufschläge die Grundlage für ein klares 25:17 im ersten Satz. Die VG hatte den Tabellenzweiten mit ihren Angaben ständig unter Druck gesetzt, überzeugte zudem in Annahme und Zuspiel, Feldabwehr und Blockarbeit. Wirkung zeigte das bei den Gästen aber nicht. Sie wurden in Satz zwei immer besser. Die VG verlor dagegen die Konzentration. Sie fing sich einen 14:21-Rückstand ein, kämpfte sich bis auf 23:24 heran – und hatte dann Pech. Ein Schmetterball von Daniel Müller landete knapp im Aus: 23:25, 1:1.

VG-Team ist in Satz drei und vier chancenlos

Nach diesem Ballwechsel lief im VG-Team nicht mehr viel zusammen. Die Aufschläge waren kein Problem mehr für die Gäste, die ihre Angriffe daher sicher aufbauen konnten. Außerdem scheiterten die VG-Angreifer regelmäßig an der Feldabwehr und am Block der Schüttorfer. Wie sehr das am Selbstvertrauen der VG-Spieler nagte, zeigte sich darin, dass sie häufig nach Schiedsrichter-Entscheidungen haderten, die technische Fehler nicht abpfiffen. Das sei ärgerlich gewesen, fand auch Schalk, die aber sofort hinzufügte: „Dann hätten wir auch nicht gewonnen.“ Den Grund dafür, fand sie direkt nach den Durchgängen drei und vier, in denen ihr Team chancenlos gewesen war, nicht. „Wir hören nach dem 1:0 auf zu spielen, ich weiß nicht genau warum“, gab sie zu.

Delmenhorst-Stenum gastiert am 3. März bei Tecklenburg Volleys II

Der Einbruch sei schade gewesen. „Es war mehr drin, mindestens ein zweiter Satzgewinn“, meinte Schalk. Der hätte ihrem Team einen Pluspunkt eingebracht, der in der Tabelle ganz kostbar gewesen wäre. Egal. Abhaken. Nach vorn schauen. „Wir haben jetzt zwei Wochen Pause, das ist ganz gut“, sagte Schalk. Dann will die VG im Schlussspurt bei den Tecklenburger Land Volleys II (3. März) und beim VfL Lintorf II (17. März) dafür sorgen, dass kein Taschenrechner benötigt wird, um die Frage zu beantworten, wo sie in der Abschlusstabelle steht.

Die Spitzenteams der Oberliga beschäftigen sich übrigens nicht nur mit ihrer eigenen Tabelle. Sie werfen gerne einen Blick auf die der 3. Liga West. Dort droht der VSG Ammerland der Abstieg, der dann wiederum den Aufstieg der VSG II, Tabellenführer der Oberliga, verhindern würde.


Aufstellung:

VG Delmenhorst-Stenum: Bode, Carus, Förstermann, Hagermann, Marks, Müller, Sanders, Schröder, Süßmuth, Thiel, Wahle, Witt.

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