Führungsteam gibt Ämter ab Delmenhorster FC braucht neuen Vorstand

Von Klaus Erdmann

Geschäftsführender Vorstand und Jubilar: Das Foto zeigt (von links) Mario Kubenka (Vorsitzender), Udo Spähn, seit 40 Hahren DFC-Mitglied, und Kassenwartin Corinna von der Wöste. Foto: Klaus ErdmannGeschäftsführender Vorstand und Jubilar: Das Foto zeigt (von links) Mario Kubenka (Vorsitzender), Udo Spähn, seit 40 Hahren DFC-Mitglied, und Kassenwartin Corinna von der Wöste. Foto: Klaus Erdmann

Delmenhorst. Das komplette Führungsteam des Delmenhorster Federball-Clubs stellt seine Ämter zur Verfügung. Nachfolger haben sich während der Jahreshauptversammlung keine gefunden. Nun hofft man auf eine außerordentliche Mitgliederversammlung Anfang April.

Auf seiner Homepage veröffentlicht der 1955 gegründete Delmenhorster Federball-Club (DFC) eine Übersicht über sämtliche sieben Vorsitzende und deren Amtszeiten. Platz eins belegt Paul Ernestus. Er hat den Verein von 1970 bis 2000 und somit 10930 Tage geführt. Hinter dem im Februar des vergangenen Jahres verstorbenen Heinz-Günter Lange (2002 bis 2010, 2947 Tage) nimmt Mario Kubenka (ab 2010) mit 2850 Tagen die dritte Position ein. Er hätte sich gerne um einen Rang verbessert, doch es kommen nur noch wenige Tage hinzu. Am nächsten Dienstag endet Kubenkas Amtszeit.

Streit mit Ex-Mitglied als Auslöser

Während der rund zweieinviertelstündigen Jahreshauptversammlung, die am Donnerstagabend im Hotel Thomsen stattfand, trat er nicht wieder an – die fünf übrigen Vorständler ebenfalls nicht. Nachfolger: Fehlanzeige. Der Badminton-Verein befindet sich zur Zeit auf der Suche nach einem neuen Führungsteam.

Der Vereinschef erklärte, warum er nicht wieder antrat. Er berichtete den 31 Stimmberechtigten von dem (Rechts-)Streit mit einem mittlerweile ausgeschlossenen Mitglied. Die Auseinandersetzungen betrafen und betreffen auch den privaten Bereich und ebenfalls andere Funktionäre. „Mich persönlich hat das sehr belastet. In den letzten zwei Jahren hatte ich viele schlaflose Nächte“, betonte Kubenka.

Der Chef des Vereins, dem 109 Personen (66 Erwachsene) angehören, hatte aber auch Positives zu berichten. Er erwähnte, dass der bereits geehrte Udo Spähn seit 40 Jahren zu den DFC-Mitgliedern zählt. Der Pokal für eine „besondere Leistung“ ging an das vierte Team (Kreismeister). Es folgten Rückblicke der übrigen Ex-Vorständler Fred Bruns-de Vries (2. Vorsitzender), Eckhardt Gaumann (Ball-/Gerätewart), Michael Pollak (Jugend), Andreas Hahn (Presse) und Corinna von der Wöste (Kassenwartin). Der Club verzeichnete 2017 ein Minus in Höhe von 2139,84 Euro. Der Bestand beträgt 9597,980 Euro.

Kubenka noch bis Dienstag im Amt

Als Tagesordnungspunkt 13 („Wahlen“) an die Reihe kam, bat Versammlungsleiter Kubenka um Vorschläge für das Amt des 1. Vorsitzenden. Es fand sich kein Kandidat. Nach Wortbeiträgen endete dieser Tagesordnungspunkt um 21.39 Uhr. Noch bis Dienstag, wenn die vierjährige Amtszeit endet, bilden Kubenka und von der Wöste den geschäftsführenden Vorstand.

Die Anwesenden, von denen einige Interesse an Vorstandsposten (Ausnahme 1. und 2. Vorsitzender) bekundeten, verständigten sich auf eine außerordentliche Mitgliederversammlung. Sie soll Anfang April stattfinden. Dann, so der Vorsitzende, gehe es erneut um Wahlen. Eine Alternative sei die Auflösung des Vereins. Um 21.53 Uhr endete die Jahreshauptversammlung des DFC. „Ich hoffe, dass sich jemand für den Vorsitz findet“, sagte Mario Kubenka. Mit diesem Wunsch, das machten die Diskussionen deutlich, steht er nicht alleine da.