Hockey-Club Delmenhorst HCD denkt über Hauptamtlichen nach

Von Klaus Erdmann

Der Vorstand des Hockey-Clubs Delmenhorst sucht den Dialog mit seinen Mitgliedern. Er möchte mit ihnen über die Einstallung eines hauptamtlichen Mitarbeiters sprechen. Foto: Rolf TobisDer Vorstand des Hockey-Clubs Delmenhorst sucht den Dialog mit seinen Mitgliedern. Er möchte mit ihnen über die Einstallung eines hauptamtlichen Mitarbeiters sprechen. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Der Vorstand des Hockey-Clubs Delmenhorst sucht den Dialog mit seinen Mitgliedern. Er möchte mit ihnen über die Einstallung eines hauptamtlichen Mitarbeiters sprechen.

Der HCD geht in Richtung Dienstleistungsbetrieb und dem müssen wir Rechnung tragen. Wir benötigen einen hauptamtlichen Mitarbeiter, wenn wir sportlich oben mitspielen wollen. Das sollte unser Anspruch sein. Wir sollten kein reiner Hobbyverein sein.“ Mit diesen Worten kommentiert Carsten Schröder, 1. Vorsitzender des Hockey-Clubs Delmenhorst (HCD), ein Papier, das sich mit einem Zukunftskonzept befasst und das die Verantwortlichen unter dem Titel „Vision des HCD-Vorstands“ veröffentlicht haben.

Vorsitzender Carsten Schröder stellt sich nicht zur Wiederwahl

Der Vorstand sucht den Dialog mit den Mitgliedern. Während der Jahreshauptversammlung, die am Donnerstag, 1. März, ab 20 Uhr im Hotel Goldenstedt stattfindet, und in deren Verlauf Schröder aus beruflichen Gründen nicht wieder als Vereinschef kandidiert, wird über das Schreiben diskutiert. Eine Entscheidung wird aber erst zu einem späteren Zeitpunkt getroffen.

Mit seinem Schreiben ruft der Vorstand die Mitglieder auf, sich aktiv an der Gestaltung der Zukunft zu beteiligen. Die Ansprüche der Bevölkerung an den Sportverein seien gestiegen. Der HCD wandele sich zunehmend zu einem Dienstleister, der Hockeysport im Verein mit allem Drumherum als Leistung zur Verfügung stellen solle. „So müssen das sportliche und gesellschaftliche Angebot angepasst und vergrößert, Trainer neu engagiert oder weiterqualifiziert, ein neuer Kunstrasenplatz und Sportgeräte beschafft werden usw.“, heißt es ferner. Alles das verursache zusätzliche Fixkosten, die dauerhaft über die Mitgliedsbeiträge finanziert werden müssten.

Konzeptionelle Mitarbeit bei der Ausrichtung des HCD

Um auch in Zukunft diesen Ansprüchen gerecht zu werden, möchte der Vorstand einen hauptamtlichen Mitarbeiter für den Sport- und Trainingsbetrieb anstellen. „Neben der Entwicklung und Umsetzung eines einheitlichen Trainingskonzeptes für den gesamten HCD soll er unsere qualifizierten Übungsleiter coachen und kontinuierlich aus- und weiterbilden“, teilt die Führungsriege in ihrem Schreiben mit. Eine sehr wichtige Aufgabe bestehe in der konzeptionellen Mitarbeit bei der Ausrichtung des HCD.

Der Vorstand: „Verständlich, dass diese Person eine adäquate Entlohnung für ihre Tätigkeit verlangt. Als eine marktgerechte Bezahlung veranschlagen wir für diese entscheidende zentrale Position im Verein ein Jahresgehalt von sicher mehr als 50.000 Euro. In unserem Verein stellen nur die Mitgliedsbeiträge eine sichere und nachhaltige Einnahmequelle dar.

Die Einstellung eines hauptamtlichen Mitarbeiters, von dem alle im Verein profitieren würden, hätte eine „Erhöhung der Mitgliedsbeiträge pro Beitragszahler von ca. 30 Euro/Monat bzw. 90 Euro im Quartal zur Folge“. Nur wenn die Mitglieder diesen Vorschlag unterstützten, mache es Sinn in die weiteren Planungen einzusteigen. Vorschläge und Anregungen können unter der Mailadresse ron-lue@t-online.de mitgeteilt werden.

Über seine Nachfolge sagt Schröder: „Wir sind mit einem Kandidaten im Gespräch, aber es gibt noch keine finale Zusage. Der Kandidat war bisher nicht im Vorstand.“