Tischtennis-Oberliga Männer „Stunde der Wahrheit“ für den TV Hude

Von Andreas Giehl

Ist an diesem Wochenende zweimal gefordert: der Tischtennis-Oberligist TV Hude um Finn Oestmann (links) und Jonas Schrader. Foto: Rolf TobisIst an diesem Wochenende zweimal gefordert: der Tischtennis-Oberligist TV Hude um Finn Oestmann (links) und Jonas Schrader. Foto: Rolf Tobis

Hude. Wichtiger Doppelspieltag für den TV Hude: Der abstiegsbedrohte Tischtennis-Oberligist empfängt an diesem Samstag den Spitzenreiter Hannover 96 und tritt am Sonntag zum Kellerduell bei Schlusslicht MTV Wolfenbüttel an.

Für die Tischtennisspieler des Oberligisten TV Hude steht an diesem Wochenende ein bedeutsamer Doppelspieltag an. In den Spielen gegen Hannover 96, in der Hauptsache aber gegen das Tabellenschlusslicht MTV Wolfenbüttel, ist der Aufsteiger im höchsten Maße gefordert. Will er den Kontakt zum Abstiegsrelegationsplatz aufrechterhalten, muss er punkten. Bereits ganz früh in der Rückrunde scheint also die „Stunde der Wahrheit“ für das sich tapfer gegen den drohenden Abstieg stemmende Team angebrochen zu sein. Während das Heimspiel am Samstag, 16 Uhr, gegen den Tabellenführer aus Hannover 96 eher als „Aufwärmer“ gilt, müssen Hudes Urgestein Felix Lingenau und seine Crew spätestens im Kellerduell in Wolfenbüttel am Sonntag ihre Bestform abrufen.

TV Hude - Hannover 96 (Samstag, 16 Uhr, Hoheluchthalle). Die Hannoveraner sind in der Vorsaison in der Aufstiegsrunde zur Regionalliga knapp gescheitert. Ihr Ziel für die laufende Spieltzeit 2017/2018 ist es, im zweiten Anlauf in die vierthöchste nationale Spielklasse aufzurücken. Die Hinrunde verlief für die 96er mit „nur“ 15:3 Punkten nicht optimal. Herbstmeister wurde Union Salzgitter (18:0). Doch nach einem Sieg über den Erzrivalen im Januar ist bei einem Minuspunkt Rückstand das Rennen wieder offen. Deswegen zählt für die Gäste in Hude nur ein Sieg. Im Hinspiel taten sie sich gegen den überraschend stark aufspielenden Außenseiter allerdings sehr schwer. Es fehlte nicht viel und der Turnverein hätte aus der Landeshauptstadt bei seiner knappen 6:9-Niederlage sogar einen Punkt entführt. „Wenn wir an diese Leistung anknüpfen könnten, wäre das super“, meint Hudes neue Nummer sechs, Finn Oestmann. Er und seine Kameraden gehen mit der Absicht in das Match, dem Favoriten das Leben wieder so schwer wie möglich zu machen.

MTV Wolfenbüttel – TV Hude (Sonntag, 14 Uhr). „Dass vor einigen Wochen unser Hauptkonkurrent Torpedo Göttingen in Jever gewonnen hat, war für uns natürlich ein herber Rückschlag. Nun müssen wir uns voll und ganz auf das Wolfenbüttel-Spiel fokussieren und punkten“, mahnt Oestmann. Der Verlierer dieses „Krisengipfels“ am Sonntag hat wohl keine Chance mehr auf den begehrten Rang acht. Der MTV steht dabei mit 2:18 Punkten genauso am Scheideweg wie der TVH (3:17). Im Hinspiel besiegten die Huder das routinierte Wolfbütteler Team. Die TVH-Sechs verzückte ihr Heimpublikum im Oktober mit einer starken Teamleistung und feierte in der Halle Huder Bach beim 9:6 ihren bislang einzigen Saisonsieg. Ihre Hoffnung auf den zweiten ruht auch auf die rechtzeitige Genesung von Pierre Barghorn. Hudes Nummer fünf war zuletzt wegen Knieschmerzen gehandicapt.