Fußball-Kreisliga Transferoffensive des Ahlhorner SV verärgert Wardenburg

Von Andreas Bahlmann

Dennis Beckmann (rechts) darf noch nicht für den Ahlhorner SV spielen. Foto: Rolf TobisDennis Beckmann (rechts) darf noch nicht für den Ahlhorner SV spielen. Foto: Rolf Tobis

Ahlhorn. Der Ahlhorner SV will die Fußball-Kreisliga halten und wirbt vier Spieler vom Ligarivalen VfR Wardenburg ab. Der reagiert humorlos und verweigert bei zwei Akteuren die Freigabe.

Der abstiegsgefährdete Fußball-Kreisligist und Vorletzte Ahlhorner SV lässt im Kampf um den Klassenerhalt nichts unversucht und hat sich vor kurz vor Ablauf der Wechselfristen und dem Start in die Rückrunde personell massiv verstärkt. Fünf Neuzugänge haben sich die Ahlhorner im Winter geholt, die Mission ist klar: Der Traditionsverein soll den ersten Sturz in die Kreisklasse seit 33 Jahren verhindern. „Wir wollen und können uns diesen Verein mit seinem tollen Stadion und seinen Möglichkeiten einfach nicht in der Kreisklasse vorstellen,“ sagt Abteilungsleiter Sascha Lanfermann.

Wechsel ärgern VfR-Trainer

Woanders hat die Ahlhorner Transferoffensive für Stirnrunzeln gesorgt, vor allem der Tabellenvierte VfR Wardenburg war irritiert, dass vier seiner Stammspieler im Winter nach Ahlhorn gingen. Im Fall von Niklas Janzen und Jonas Bruhn war das kaum ein Problem. „Sie haben das von Anfang an ganz offen und sauber kommuniziert“, sagt VfR-Trainer Sören Heeren. Der Wechsel von Kenan Krzewina und Dennis Beckmann ging aber weniger geräuschlos über die Bühne. Heeren wirft den beiden vor, den Verein nicht informiert zu haben: „Sie haben sich nach dem letzten Training einfach aus der Whats-App-Gruppe abgemeldet.“

Die Vereinsführung verweigerte für Krzewina und Beckmann daraufhin die Freigabe. Ahlhorn verhandelte mit dem VfR, biss aber auf Granit, Vorsitzender Ralf Cordoni ließ sich nicht umstimmen.

Dennoch ist Krzewina ab sofort spielberechtigt, man hatte in Wardenburg versäumt, die vom DFB vorgegebene Abmeldefrist von 14 Tagen einzuhalten, was dann automatisch als Freigabe gewertet wird.

Beckmann gesperrt

Dennis Beckmann dagegen ist gesperrt und könnte erst am letzten Spieltag für Ahlhorn mitwirken. Er ist der Sohn des aktuellen Ahlhorner Trainers Jörg Beckmann, der im Sommer in Wardenburg überraschend gehen musste. Zu seiner Mannschaft ist außerdem Torwart Nikolai Koch gestoßen, er war zuletzt vereinslos, stand aber in der Vergangenheit beim VfL Wildeshausen und Grün-Weiß Kleinenkneten in der Kreisliga im Tor. „Das war in der Hinrunde eine Wackelposition für uns“, findet Jörg Beckmann. Sein Abteilungschef Lanfermann verkündet: „Die Jungs sind alle heiß. Wir sind ganz zuversichtlich, dass wir es schaffen.“