Basketball-Oberliga Männer Delmenhorster TV verliert beim SV Ofenerdiek

Von Lars Pingel

Belegt mit dem Delmenhorster TV den dritten Platz der Oberliga-Tabelle: Terryl Woolery (vorn). Foto: Rolf TobisBelegt mit dem Delmenhorster TV den dritten Platz der Oberliga-Tabelle: Terryl Woolery (vorn). Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Die Oberliga-Basketballer des Delmenhorster TV haben ihr Auswärtsspiel beim SV Ofenerdiek verloren. Sie unterlagen den Oldenburgern mit 77:85, blieben aber Tabellendritter.

Der Motor der Oberliga-Basketballer des Delmenhorster TV kam am Sonntag erst spät auf volle Touren. Zu spät, um genau zu sein. „Das war eine verdiente Niederlage“, sagte „Devils“-Trainer Stacy Sillektis über die Folgen. Seine Mannschaft hatte in der Halle an der Lagerstraße in Oldenburg mit 77:85 (50:62, 28:40, 15:30) bei den „Blue Fire Lions“ des SV Ofenerdiek verloren. Der Tabellenfünfte sicherte sich mit dem Erfolg über den Dritten den Ligaverbleib.

DTV verpatzt das erste Viertel

Die Delmenhorster boten in den ersten zehn Minuten eine Leistung, die mit dem Begriff „Stotterstart“ wohl nicht zutreffend beschrieben ist. „Ganz schlecht“, nannte sie Sillektis. In der Offensive verfehlten die meisten Würfe das Ziel. In der Abwehr fehlten den DTV-Spielern immer ein paar Schritte zu ihren Gegenspielern. Die Ofenerdieker nutzten den Freiraum, um sich mit einer hohen Trefferquote einen Vorsprung herauszuwerfen. Und wenn ihre Würfe doch daneben gingen, setzten die Gastgeber unter dem Korb energisch nach, griffen sich viele Rebounds, die ihnen zweite Chancen einbrachten, Punkte zu sammeln. „Ich hatte das Gefühl, dass wir die Partie nicht so ganz ernst genommen haben“, haderte Sillektis. Im Hinspiel war sein Team relativ locker zu einem 87:68-Heimsieg gekommen. In Ofenerdiek lag es in der ersten Viertelpause mit 15:30 hinten. Diesem Rückstand liefen die Delmenhorster dann bis zur Schlusssirene erfolglos hinterher.

Kein „Dreier“ in der ersten Halbzeit

Im zweiten Viertel steigerte sich die Defensive des DTV zwar, die Wurfquote blieb aber mäßig, sodass das Team an der Differenz nur wenig verändert hatte (28:40). Das lag auch daran, dass kein Wurf von jenseits der Drei-Punkte-Linie erfolgreich war. Gerade die sind aber eigentlich eine Stärke der Delmenhorster. Wesentlich besser wurde die Quote auch nach dem Seitenwechsel nicht. Drei „Dreier“ standen letztlich in der Statistik.

„Devils“ machen Partie doch noch spannend

Mit einem Zwölf-Punkte-Rückstand (50:62) gingen die Delmenhorster ins letzte Viertel. Die Ofenerdieker um Peter Willem Matthies, mit 22 Zählern Top-Scorer der Partie, legten zunächst sogar noch drei Zähler drauf. Doch nach dem 57:72 (33. Minute) sprang das DTV-Triebwerk doch noch richtig an. Mit einer Press-Verteidigung übers ganz Feld, die dann in eine 3:2-Zonen-Deckung überging, störten die Delmenhorster angetrieben von Terryl Woolery (21) das Angriffsspiel der Gastgeber empfindlich. Sie begannen eine Aufholjagd, in deren Verlauf sie einige Male Wurfpech hatten. Trotzdem: In der 39. Minute markierte Marco Feo Ziemann mit einem Drei-Punkte-Treffer das 74:75. Der Ausgleich oder gar die Führung gelang aber nicht. Die Ofenerdieker konterten erst zweimal und blieben später an der Freiwurfline ganz ruhig. Von dort aus machten sie ihren Heimsieg perfekt. „Unsere Freiwurfquote war mäßig, die Dreierquote schlecht und in der Verteidigung haben wir nicht das gezeigt, was wir können“, bilanzierte Sillektis: „So kannst du nicht gewinnen.“