Volleyball-Verbandsliga Meisterschaft für VG Delmenhorst-Stenum ganz nah

Von Daniel Niebuhr

Feierten mit der VG Delmenhorst-Stenum zwei Siege beim Heimspieltag: Anastasia Cebotareva (links) und Jessica Uhlhorn. Foto: Rolf TobisFeierten mit der VG Delmenhorst-Stenum zwei Siege beim Heimspieltag: Anastasia Cebotareva (links) und Jessica Uhlhorn. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Die Verbandsliga-Volleyballerinnen der VG Delmenhorst-Stenum holen beim Heimspieltag fünf Punkte und können nun auf diverse Arten Meister werden. Platz zwei und damit die Aufstiegsrelegation ist schon sicher.

Ganz zum Schluss gab es dann doch noch leichte Abstimmungsprobleme bei der so eingespielten VG Delmenhorst-Stenum. Die Verbandsliga-Volleyballerinnen stellten sich zum Erinnerungsfoto mit der Spielstandsanzeige am Netz auf, nur auf eine Pose musste man sich erst einigen. Man entschied sich schließlich für etwas halbherzig Richtung Hallendecke gereckte Siegerfäuste, die eine recht schöne Symbolik boten: Für den Augenblick ist alles ganz nett – doch die ganz große Party soll ja noch kommen.

Seit dem erfolgreichen Heimspieltag am Samstag ist Delmenhorst-Stenum Platz zwei und damit die Relegation zur Oberliga nicht mehr zu nehmen. Durch das 3:2 (25:23, 19:25, 19:25, 25:18, 15:13) über die SVG Lüneburg und das 3:0 (25:22, 25:9, 25:22) gegen den BC Cuxhaven hat die VG dazu ihre Tabellenführung ausgebaut, was Trainer Kai Stöver befinden ließ: „Wir haben zweimal gewonnen, mehr kann ich nicht verlangen.“

Ein Sieg fehlt zum Titel – oder ein Patzer der Konkurrenz

Delmenhorst-Stenum kann nun auf viele verschiedene Arten Meister werden. Der gewohnt wilde Spielplan will es so, dass Stövers Team vor dem letzten Spiel beim Geestemünder TV sechs Wochen Pause hat. Der Tabellenzweite Oldenburger TB II spielt bis dahin noch zweimal; sollte der letzte Verfolger dabei zwei oder mehr Punkte liegen lassen, wären die Delmenhorsterinnen vorzeitig Meister und Oberliga-Aufsteiger. Ein Sieg in Geestemünde reicht sowieso. „So wollten wir es haben“, sagt Stöver: „Wir haben alles weiter in eigener Hand.“

Es ist schwer vorstellbar, dass die VG sich noch stoppen lässt, auch am Samstag demonstrierte die Mannschaft ihre Klasse und ihren Siegeswillen. Der Tabellendritte Lüneburg, der fast zwei Monate lang nicht gespielt hatte, leistete schon im ersten Satz heftigen Widerstand und holte sich die Durchgänge zwei und drei jeweils mit 25:19. Im Tiebreak lag Delmenhorst-Stenum schon mit 4:8 hinten, kam dann aber stark zurück und gewann.

Siegeswille entscheidet

Der anschließende Sieg gegen Cuxhaven war Kopfsache, der Abstiegskandidat war ohne Wechselspielerinnen angereist. Vor allen in den Endphasen waren die Gastgeberinnen bissiger. Nach dem mühevollen 25:22 im ersten Satz machten sie im zweiten kurzen Prozess: Erst zogen sie auf 15:8 davon, dann folgten weitere sieben Punkte in Folge zum 22:9.

Im dritten Durchgang war Cuxhaven ebenbürtig, für die VG sorgte aber besonders Katharina Stöver mit krachenden Angriffsschlägen für die entscheidenden Punkte. „Cuxhaven hatte große personelle Probleme, aber diese Spiele sind die schwersten“, meinte Coach Stöver, der die Wochen zum Saisonfinale in Geestemünde schon durchgeplant hat. Zwei Wochen lang soll das Training reduziert und dann stetig gesteigert werden. „Es wird wie eine kleine Saisonvorbereitung. Die Pause ist schon gewaltig“, sagt der Trainer. Immerhin hat man nun genug Zeit, sich schon mal die Pose für das mögliche Meisterfoto auszudenken.