Handball-Verbandsliga Starker Zwischenspurt reicht der HSG Delmenhorst

Von Klaus Erdmann

Entwischt: Thies Kohrt (links) gewann mit der HSG Delmenhorst gegen den VfL Fredenbeck II um Artur Glanz. Foto: Rolf TobisEntwischt: Thies Kohrt (links) gewann mit der HSG Delmenhorst gegen den VfL Fredenbeck II um Artur Glanz. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Die in der Verbandsliga führenden Handballer der HSG Delmenhorst besiegen den VfL Fredenbeck II im Spitzenspiel mit 30:23. Nach dem 13:10-Pausenstand zieht der Tabellenerste auf 20:12 davon. Die Torhüter beider Mannschaften zeigen starke Leistungen.

Elfter Erfolg in Serie, siebter Sieg im siebten Heimspiel – die HSG Delmenhorst hat ihre ohnehin schon imponierende Erfolgskette verlängert. Gegen den VfL Fredenbeck II, der als Nummer drei der Handball-Verbandsliga angereist war, behauptete sich der souveräne Spitzenreiter mit einem auch in dieser Deutlichkeit verdienten 30:23 (13:10). Mit einem energischen Zwischenspurt legte der Favorit zwischen der 34. und 38. Minute den Grundstein zum Triumph.

Das Ergebnis, das die HSG vor rund 250 Zuschauern in der Halle am Stadion erzielte, gewinnt an Bedeutung, wenn man berücksichtigt, dass die Delmenhorster in der vergangenen Saison, als die beiden Kontrahenten noch in der Oberliga spielten, beide Begegnungen mit dem VfL II verloren. Und: Im Hinspiel kassierten die Schützlinge von Jörg Rademacher mit dem 28:30 die einzige Saisonniederlage.

10:10 letzter Ausgleich

Am Samstagabend diktierten sie von Anfang an das Geschehen. In der 7. Minute gelang Jörn Janßen das 5:1. Die HSG erarbeitete sich viele Möglichkeiten und verpasste einen noch klareren Vorsprung. „Wenn wir diese Chancen reinmachen, sieht es anders aus“, meinte Rademacher. So kam Fredenbecks Zweite heran und in der 24. Minute durch den zehnfachen Torschützen Florian Krämer zum einzigen Ausgleich (10:10). Die letzten drei Treffer vor der Pause gingen auf das Konto der Hausherren.

Nach Wiederanpfiff gelang Krämer das 13:11 und 14:12. Danach erzielte die HSG durch Frederic Oetken (Siebenmeter), Torben Sudau, Janßen, Ole Goyert, Philipp Freese und den grippegeschwächten Tim Coors sechs Tore in Folge. Dabei kam dem Team zugute, dass es 1:21 Minuten lang in doppelter Überzahl spielte (Artur Glanz und Yakup Köksal erhielten Zeitstrafen). In dieser Phase markierte der Gastgeber seine Treffer 17 bis 19. „Wir sind davongezogen und danach war Fredenbeck platt“, sagte Rademacher.

Vorsprung wächst immer weiter

Während der letzten 20 Minuten kontrollierte der Tabellenerste, dessen Vorsprung stets mindestens sieben Tore betrug, das Geschehen. Mit neun erzielte Philipp Freese fast ein Drittel der Treffer. Sönke Schröder und Mirko Lettmann, die Torhüter der HSG, zeigten starke Auftritte. Sie verdienten sich wiederholt den Beifall des Publikums und ein Sonderlob von Coach Rademacher. Szymon Krol, Schlussmann der Fredenbecker, gehörte ebenfalls zu den herausragenden Spielern.

„Unser Vorteil ist, dass wir einen breiten Kader haben. Wir können Ausfälle schneller kompensieren als andere Mannschaften“, betonte Rademacher. Es seien zwei wichtige Punkte, denn man habe sich den Konkurrenten Fredenbeck vom Leib halten wollen. Der Vorsprung des Siegers gegenüber dem Verlierer, der auf Rang vier zurückfiel, beträgt neun Punkte. Am Samstag, 17. Februar, 19.15 Uhr, tritt die HSG Delmenhorst bei der HSG Barnstorf/Diepholz II, Sechster der Verbandsliga, an.


Statistik – HSG Delmenhorst - VfL Fredenbeck II 30:23

Delmenhorst: Schröder, Lettmann; Sudau 4, Timmermann 1, Coors 1, Oetken 4/3, Haake, Janßen 4, Goyert 5, Kohrt 1, Schöps 1, Freese 9, Windels.

Fredenbeck II: Krol; Ropers, Kraeft 6/1, Ritscher 2, Köksal, Romund 1, Schlünzen 1, Krämer 10, Andreas Glanz 2/1, Bohmann, Schröder, Artur Glanz 1.

Siebenmeter: HSG 3/3 – VfL II 4/2.

Zeitstrafen: HSG 3 – VfL II 2.

Zuschauer: 250.

Schiedsrichter: Manuel Wolter/Mirco Wolter (Eickener SV).

Spielfilm: 5:1 (7.), 7:6 (13.), 10:7 (20.), 10:10 (24.), 13:10 – 20:12 (38.), 24:15 (45.), 28:17 (52.), 30:23.