Tischtennis-Oberliga Männer „Dickes Brett“ für TV Hude gegen Eintracht Bledeln

Von Andreas Giehl

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Jetzt fest im Stamm der ersten Mannschaft: Finn Oestmann. Foto: Rolf TobisJetzt fest im Stamm der ersten Mannschaft: Finn Oestmann. Foto: Rolf Tobis

Hude. Für die Oberliga-Tischtennisspieler vom TV Hude beginnt am Samstag mit dem Rückrundenauftakt gegen Eintracht Bledeln Teil zwei ihrer persönlichen „Mission Impossible“. Der Aufsteiger trifft um 17 Uhr in der Jahnhalle am Vielstedter Kirchweg auf den aktuell Tabellendritten der Staffel. Aufgrund einiger Fragezeichen beim eigenen Personal ist dem Turnverein in diesem Duell prinzipiell eher wenig zuzutrauen.

Die Hinrunde hat es gezeigt: Der im Vorfeld als „Abstiegskandidat Nummer eins“ gehandelte Turnverein war in den meisten Begegnungen in der Lage, gegen größtenteils übermächtige Konkurrenz mitzuhalten. Aber allein nur „gut mitspielen“ wird am Ende nicht zum Klassenerhalt reichen. Der Tabellenvorletzte muss jede kleine Chance zum Punkten nutzen. Die gute Nachricht: Nach der Hinrunde ist bei 3:15 Punkten der Abstiegsrelegationsplatz noch in Reichweite. Diesen hat im Moment Torpedo Göttingen (5:15) in Beschlag. Zum aus Huder Sicht Hauptkonkurrenten um den Klassenerhalt will der TVH den Anschluss und muss gleichzeitig auch das Spielverhältnis im direkten Vergleich im Auge behalten.  

Mit Bledeln erwartet der TVH in Spiel eins im Jahr 2018 allerdings eine echte Hausnummer. Die Eintracht belegte in den vergangenen Spielzeiten stets einen Rang im Spitzenbereich. Auch wenn ein deutlicher Leistungsunterschied besteht: Der Außenseiter ist nicht gewillt schon vor dem ersten Ballwechsel nicht das Handtuch werfen.

„Bei unserer 5:9-Niederlage im Hinspiel haben wir über weite Strecken ganz gut ausgesehen“, erinnert sich Felix Lingenau an den September 2017 zurück. Dennoch hält er sich in Bezug auf eine Überraschung mit Punktgewinn ziemlich bedeckt. Denn dass Hudes Nummer drei als wichtige Stütze seines Teams für diese Partie ausfallen wird, liegt „bei einer Wahrscheinlichkeit von etwa 80 bis 90 Prozent.“ Der Grund: Im Hause Lingenau sitzt Ehegattin Corinna quasi seit Tagen auf gepackten Koffern: Die Geburt des gemeinsamen Kindes ist vom Termin her längst überfällig.

Florian Henke im Prüfungsstress

Nicht ganz optimal vorbereitet gehen auch Florian Henke und Jonas Schrader in die Partie. Beide befinden sich momentan im Berufsstress. Henke muss am Samstag sogar erst noch eine Prüfung ablegen und fährt auf direktem Wege zum Punktspiel. Viel Zeit zum Einspielen bleibt ihm dann nicht mehr.  

„Generell geht es mit Florian, der eigentlich die gesamte Hinrunde nicht schmerzfrei spielen konnte, in den vergangenen Wochen bergauf. Wir hoffen, dass er seine Bilanz im Vergleich zur Hinrunde, wo er von seinem Potenzial etwas hat liegen lassen, steigern kann“, erklärt Lingenau.

Im Spitzenpaarkreuz, so fügt er hinzu, müsse man abzuwarten wie sich dort Ryan Farrell etablieren wird. Der Ire hat das Paarkreuz mit Jonas Schrader getauscht. Letztgenannter hat im Spitzenabschnitt aus 17 Einzeln nur einen Sieg herauskitzeln können. Durch den Tausch hofft der Turnverein, am Schluss besser dazustehen als Platz neun.

Weil Perspektivspieler Finn Oestmann aus der zweiten Mannschaft in den Stamm der Ersten hochgezogen wurde, wird Hude I seltener (wenn überhaupt) Ersatz benötigen. Und bei seinen bisherigen Hinrundeneinsätzen beim Oberligisten hatte Oestmann schon angedeutet, dass seine Kollegen auf ihn bauen können.


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