Bremer Sixdays 2018 Der Sonntag soll attraktiver werden

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Große Radsportfans: die Mitglieder der Senioren-Freizeitgruppe des TuS Hasbergen. Es ist für sie inzwischen zur Tradition geworden, dass sie den Schlusstag der Sixdays Bremen besuchen. Foto: Lars PingelGroße Radsportfans: die Mitglieder der Senioren-Freizeitgruppe des TuS Hasbergen. Es ist für sie inzwischen zur Tradition geworden, dass sie den Schlusstag der Sixdays Bremen besuchen. Foto: Lars Pingel

Bremen. Die Sixdays-Geschäftsführer Hans Peter Schneider und Theo Bührmann ziehen eine positive Bilanz des 54. Bremer Sechstagerennens, zu denen rund 60.000 Zuschauer kamen. Der Sportliche Leiter Erik Weispfennig war ebenfalls zufrieden. Er freute sich vor allem über die große Ausgeglichenheit im Profi-Rennen.

Der Tag des Finals bei den Bremer Sixdays ist auch immer ein Tag, um eine erste Bilanz zu ziehen. Das taten am Dienstag auch Erik Weispfennig als Sportlicher Leiter sowie die beiden Geschäftsführer Hans Peter Schneider und Theo Bührmann.

Weißpfennig war die Zufriedenheit über die Ausgeglichenheit seines Feldes an der Spitze deutlich anzumerken: „Wir haben vor der letzten Jagd noch fünf Teams, die um den Sieg mitfahren können. Das ist wegen der Spannung schon eine tolle Sache. Aber auch im Mittelfeld wurde hart um jede Position gefightet. So stelle ich mir das vor.“ Sogar die Nachzügler bekamen ein Lob: „Ich bin mit Jan Freuler und Moritz Augenstein zufrieden.“ Augenstein, mit seinem Partner Letzter, bestritt in Bremen sein erstes Profirennen überhaupt, „und darf durchaus wiederkommen“, wie Weispfennig feststellte.

Bührmann-Gruppe fährt Anteilte auf zehn Prozent herunter

Erfreut über die Entwicklung des Rennens war auch Theo Bührmann: „Der Samstag war auf alle Fälle stärker als im Vorjahr. Beim Sonntag ist aber noch Luft nach oben. Insgesamt waren es gelungene Sixdays.“ Und wie geht es mit ihm persönlich weiter? Bührmann bestätigte, dass die Bührmann-Gruppe ihre Gesellschafteranteile auf zehn Prozent herunterfahren werde. „Ob ich dann noch weiterhin als Geschäftsführer tätig sein werde, kann ich jetzt noch nicht sagen.“

Die Besetzung der Gesellschafterposten ließ auch Kollege Hans Peter Schneider offen. Hintergrund: Neben den drei bestehenden Gesellschaftern wird es demnächst drei weitere (wir berichteten) geben. „Wie sich die Anteile dann verteilen, müssen wir noch besprechen“, erklärte Schneider, der bestätigte, dass die von ihm vertretene öffentliche Hand ihren Anteil nicht weiter erhöhen wird.

Sixdays-Geschäftsführer Hans Peter Schneider möchte die Logen besser auslasten. Foto: Töbelmann

Ansonsten will Schneider die Sixdays auch mit den neuen Gesellschaftern nicht komplett auf den Kopf stellen. Dennoch gelte es, einige Dinge zu verbessern. „Die Logen müssen besser verkauft werden. Das wird auch die Aufgabe des neuen Gesellschafters Reiner Schnorfeil sein. Zudem machen wir uns Gedanken, wie wir den Sonntag attraktiver machen können. Vielleicht sollten wir später anfangen und später aufhören.“

Konkrete Besucherzahlen für das 54. Bremer Sechstagerennen nannte Schneider zwar nicht, aber um die 60000 dürften es gewesen sein. 13 von ihnen kamen vom TuS Hasbergen. Die Senioren-Freizeitgruppe des Vereins pflegte gestern Abend ihre Tradition, den Schlusstag der Sixdays mit seinen spannenden Entscheidungen in der ÖVB-Arena zu verfolgen.

Die TuS-Mitglieder treffen sich jeden Dienstag, um gemeinsam etwas zu Unternehmen. Mitte Januar geht es immer nach Bremen. „Der Besuch des Sechstagerennens gehört einfach dazu“, erklärte Hermann Gottwald, der die Gruppe 2004 gegründet hatte.


Drage und John setzen sich durch

Einmal dort fahren, wo sonst nur Profis unterwegs sind – das wurde für die Jedermänner und -frauen im Finale von „Dein Rennen“ am Montag wahr. Matthias John legte die 166 Meter mit fliegendem Start in 9,852 Sekunden zurück und holte sich damit den Sieg. „Es war eine klasse Sache, einmal auf einer solch tollen Bahn fahren zu dürfen“, erklärte John. Im Frauenfeld hatte Jane Drage die Nase vorn (11,344 Sekunden). Mit dieser Zeit hätte sie im Halbfinale sogar den einen oder anderen Mann abgehängt. Organisator Bernd Renneis war mit der Resonanz „seines“ Rennens zufrieden: „Wir hatten weit mehr als 100 Anmeldungen zu den Qualifikationsläufen in Hamburg und Büttgen. Das Interesse ist da. Ich denke, dass wir auf diesem Wege weitermachen können.“ (töb)

Boussaer und Hesters dominieren

Die Belgier Bryan Boussaer und Jules Hesters haben das U23-Rennen innerhalb der 54. Sixdays Bremen gewonnen. Sie lagen nach der dritten Etappe klar vor Anders Fynbo und Martin Mollerup (Dänemark) sowie Luca Felix Happke (Eslohe) und Arne De Groote (Belgien). „Bryan und Jules haben einen Start-Ziel-Sieg hingelegt und das Feld über die zwei Tage dominiert. Ich bin mir sicher, dass wir von ihnen in Zukunft noch viel hören werden“, sagte Erik Weispfennig. Der Sportliche Leiter fügte hinzu: „Gut möglich, dass ich ihnen im nächsten Jahr einen Vertrag bei den Profis geben werde. Die Qualität haben sie.“ Er stellte aber auch klar, dass es keinen Automatismus gibt, wonach die U23-Sieger für das Profifeld im Jahr darauf gesetzt sind. (töb)

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