Tischtennis-Verbandsliga Männer TV Hude II nach zwei Pleiten weiter im Sturzflug

Matchball gegen SW Oldenburg nicht genutzt: Hudes Routinier Marco Stüber. Foto: Rolf TobisMatchball gegen SW Oldenburg nicht genutzt: Hudes Routinier Marco Stüber. Foto: Rolf Tobis

Oldenburg/Dissen. Für die Tischtennisspieler vom Verbandsligisten TV Hude II wird die Lage im Abstiegskampf immer bedrohlicher. Auch am Wochenende hat der Turnverein seine seit Ende Oktober anhaltende Negativserie ohne Punktgewinn nicht stoppen können. Die Auswärtspleite bei Tabellenführer Schwarz-Weiß Oldenburg mit 7:9 und das wahrhaftig desaströse 1:9 bei der TSG Dissen zementieren den Landkreisklub förmlich auf einen Abstiegsplatz fest.

Der Kopf spielt im Sport bekanntlich eine gewichtige Rolle. Und genau da steckt zur Zeit das Hauptproblem beim Verbandsligisten: Die vergangenen fünf Spiele der Hinrunde wurden allesamt verloren. Im Jahr 2018 hat Hude schon wieder drei Fahrkarten geschossen. Das macht in der Summe acht Niederlagen in Serie.

Ein Ende dieser schwarzen Serie scheint, im Moment jedenfalls, nicht absehbar. Dabei bildete die hohe 1:9-Packung in Dissen vom Ergebnis her den absoluten Saisontiefpunkt. Eigentlich schwer erklärbar. Denn am Vortag in Oldenburg – einem der stärksten Auftritte – schien sich das Blatt eigentlich zum Guten für die Landkreisler zu wenden.

TV Hude II erst phänomenal, dann katastrophal

„Bei SWO haben wir phänomenal gespielt und hätten eigentlich schon vor dem Schlussdoppel das Ding eintüten müssen“, berichtete Hudes Spitzenspieler Marc Engels. „Das ist uns leider nicht gelungen. Somit stehen wir einmal mehr mit leeren Händen da.“ Es war bereits das vierte 7:9 für den TV Hude II in dieser Saison.

Auf die Begegnung in Dissen ging Hudes Nummer eins dagegen nur kurz und knapp ein. Dabei kamen, wen wundert es, Adjektive wie „schwach“, „katastrophal“ oder „einfach nur schlecht“ über seine Lippen.  

„Wenn du drauf und dran bist, dem Tabellenführer ein Bein zu stellen und dich nicht belohnst, dann folgt die Strafe eben auf dem Fuß. Im Kellerduell in Dissen ,mussten‘ wir dann zwangsläufig gewinnen, haben aber gegen einen hoch motivierten Gegner total versagt. Mit solch einer Leistung empfiehlst du dich buchstäblich für die Landesliga!“

Marco Stüber verliert trotz Matchball

Warum will es beim Turnverein in diesen Tagen einfach nicht klappen? Gegen Schwarz-Weiß spielte man am oberen Limit und trotzte dem Spitzenreiter in allen Paarkreuzen immerhin ein starkes 2:2-Unentschieden ab. Nummer zwei, Marco Stüber, hatte zu allem Überfluss gegen Andre Stang sogar noch Matchball. Alexander Hilfer rettete einen 2:0-Satzvorsprung gegen Benjamin Ohlrogge, Hudes Schlussdoppel Engels/Stüber ein 2:1 gegen Schulz/Stang nicht ins Ziel.

Das ist weniger Unvermögen. Vielmehr das bittere Schicksal einer Mannschaft, welche im Tabellenkeller mit dem Rücken zur Wand steht und sich fragt: „Was haben wir bloß verbrochen, dass es einfach nicht klappen will?“  

Die Huder Psyche scheint angeknackst

„Unsere Psyche ist unverkennbar angeknackst. Ich gehe sogar soweit: Holen wir am nächsten Wochenende gegen Ritterhude und Hittfeld nicht wenigstens drei Punkte, dann werden wir wohl absteigen“, befürchtet Marc Engels. Er und seine Mannen sind mit 7:19 Punkten inzwischen auf den vorletzten Platz in der Liga abgestürzt. Erwischen sie trotzdem noch die allerletzte Ausfahrt?


SW Oldenburg - TV Hude II 9:7. Schulz/Stang – Imig/Castiglione 11:7, 11:5, 11:7; Schnabel/Dirks – Engels/Stüber 11:13, 11:9, 10:12, 6:11; Ohlrogge/Z’dun – Hilfer/C. Meißner 11:8, 10:12, 12:10, 11:4; Schulz – Stüber 8:11, 15:17, 11:5, 4:11; Stang – Engels 12:10, 9:11, 11:2, 5:11, 11:3; Schnabel – Hilfer 11:3, 11:8, 5:11, 2:11, 11:13; Ohlrogge – Imig 13:15, 11:9, 11:6, 3:11, 12:14; Z’dun – C. Meißner 15:13, 9:11, 11:8, 11:8; Dirks – Castiglione 5:11, 11:13, 6:11; Schulz – Engels 7:11, 11:5, 12:14, 13:11, 5:11; Stang – Stüber 6:11, 11:5, 4:11, 12:10, 11:7; Schnabel – Imig 16:14, 11:1, 11:1; Ohlrogge – Hilfer 8:11, 10:12, 11:9, 11:8, 11:6; Z’dun – Castiglione 7:11, 7:11, 11:8, 11:7, 7:11; Dirks – C. Meißner 11:7, 11:9, 11:5; Schulz/Stang – Engels/Stüber 10:12, 11:5, 9:11, 11:5, 11:2.  

TSG Dissen – TV Hude II 9:1. Lippold/Sieker – Imig/Castiglione 11:4, 11:4, 11:8; Gessat/Redeker – Engels/Stüber 11:9, 14:12, 5:11, 11:9; Heitz/Wehrkamp-Lemke – Scherf/Hilfer 11;7, 11:5, 8:11, 11:9; Gessat – Stüber 4:11, 8:11, 9:11; Heitz – Engels 7:11, 11:9, 11:2, 11:6; Redeker – Scherf 11:6, 11:7, 11:8; Lippold – Imig 11:9, 11:2, 11:5; Sieker – Castiglione 11:2, 11:13, 11:8, 11:6; Wehrkamp-Lemke – Hilfer 11:8, 11:9, 8:11, 11:5; Gessat – Engels 11:7, 12:10, 12:10.

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