Handball-Bundesliga A-Jugend HSG Grüppenbühren/Bookholzberg verliert in Hildesheim

Warten weiter auf ihren ersten Bundesliga-Sieg: die A-Jugend-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg um Jona Schultz. Foto: Rolf TobisWarten weiter auf ihren ersten Bundesliga-Sieg: die A-Jugend-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg um Jona Schultz. Foto: Rolf Tobis

Bookholzberg. Eine Schwächephase in der ersten Halbzeit hat die A-Jugend-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg um alle Chancen gebracht, den ersten Sieg in der Bundesliga einzufahren. Sie verloren die Partie bei Eintracht Hildesheim mit 28:33 (12:20).

Die Konstanz hat gefehlt. Die A-Jugend-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg spielten am Samstag 40 der 60 Minuten der Bundesligapartie bei Eintracht Hildesheim auf Augenhöhe mit den Gastgebern. Die warfen sich aber in den anderen 20 – zwischen der elften und der 30. Minute – einen so großen Vorsprung heraus, dass die HSG auch nach ihrem 13. Auftritt als Erstligist auf den ersten Saisonsieg wartet. In Hildesheim verlor sie mit 28:33 (12:20).

HSG kommt nach dem 4:6 aus dem Rhythmus

Vor 51 Zuschauern in der Hildesheimer Volksbank-Arena erwischte die HSG, für die Neuzugang Mirko Reuter noch nicht auflief, einen passablen Start. Sie lag zwar vom Anpfiff an zurück, blieb aber bis zum 4:6 (8.) auf Tuchfühlung. Dann geriet das Team allerdings aus dem Rhythmus. „Wir haben den Kopf verloren“, erklärte HSG-Trainer Stefan Buß. Das galt vor allem für das Angriffsspiel. Dort agierte seine Mannschaft zu überhastet, schloss oft unvorbereitet aus schlechten Positionen ab oder machte technische Fehler. Das führte zu Ballverlusten, die die Hildesheimer mit Treffern nach Tempogegenstößen bestraften. Zudem gelang es der Buß-Sieben in dieser Phase nicht, die Positionsangriffe der Eintracht zu stoppen. Vor allem der starke Kreisläufer Robin Müller (4 Tore) riss viele Lücken in der HSG-Abwehr. Die Hildesheimer setzten sich ab. Vincent Kroll, der mit 8/2 Treffern zum erfolgreichsten Werfer der Gastgeber wurde, traf zum 20:10 (29.). Zur Pause stand es dann 20:12.

HSG-Trainer Stefan Buß lobt zweite Halbzeit

Die HSG-Spieler bewiesen, wie schon oft in dieser Saison, dass sie über gute Moral verfügen. „Das war eine sehr, sehr gute Halbzeit“, lobte Buß den zweiten Teil der Partie. „Die Jungs haben leidenschaftlich gekämpft.“ Aufbauend auf eine starke Leistung ihres Torwarts Jan Kinner bot die HSG, die in Kreisläufer Henk Braun und Linksaußen Bennit Krix (je 6) ihre erfolgreichsten Werfer hatte, den Hildesheimern mächtig Paroli. In der Schlussphase war der Rückstand auch dank einiger schöner Treffer von Jona Schultz aus dem Rückraum bis auf fünf Tore heruntergearbeitet (27:32, 56.). „Dann vergeben wir eine Chance und machen einen technischen Fehler“, erklärte Buss, warum es nicht gelang, die Gastgeber wirklich in Gefahr zu bringen. Trotzdem, die Leistung macht der HSG, die ihre beiden Pluspunkte mit Unentschieden erreicht hat, Mut für die kommenden Aufgaben wie das Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten TV Oyten am Samstag, 20. Januar, 17 Uhr. „So wie in der zweiten Halbzeit müssen wir über 60 Minuten spielen, dann ist für uns einiges möglich“, sagte Buß und mahnte: „Wenn du nur 40 Minuten gut bist, gewinnst du kein Bundesligaspiel.“


Statistik:

Eintracht Hildesheim: Thiemt, Krka; Pieles 6, Kroll 8/2, Kordas 4, Günther 2, Schröder 1, Ihrcke, Depping 3, Kellner 4, Wippermann 1, Neuner, Müller 4.

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg: Kinner, Schreiner; Krause 2, Latz 1, Lippe, Lachs 1, Krix 6, Gerke 1, Schultz 3, Braun 6, Kowalzik 5/5, Hennemann 2, Dehmel 1.

Siebenmeter: Hild. 2/2 – HSG 6/5.

Zeitstrafen: Hild. 5 – HSG 1.

Zuschauer: 51.

Schiedsrichter: Bohn/Zeller (Hamburg).

Spielfilm: 4:2 (4.), 9:4 (12.), 17:7 (20.), 20:12 – 25:20 (44.), 31:24 (54.), 32:27 (56.), 33:28.

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN