Handball-Oberliga Frauen HSG Hude/Falkenburg siegt beim SV Werder II mit 24:21

Von Richard Schmid

Setzten sich durch: die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg um Saskia Petersen (links). Sie gewannen bei Werder Bremen II um Michaela Stahlkopf mit 24:21. Foto: Richard SchmidSetzten sich durch: die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg um Saskia Petersen (links). Sie gewannen bei Werder Bremen II um Michaela Stahlkopf mit 24:21. Foto: Richard Schmid

Bremen. Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg haben bei Werder Bremen II mit 24:21 (9:12) gewonnen. Torhüterin Karen Tapkenhinrichs bot eine starke Leistung.

Zweiter Auswärtssieg für die Oberliga- Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg in Folge: Gegen Werder Bremen II bejubelten sie ein 24:21 (9:12). Überschattet wurde die Partie von zwei schweren Verletzungen. In der 15. Minute knickte HSG-Spielerin Lisa-Marie Hillmer bei einem Abwehrversuch so unglücklich um, dass das Spiel für sie beendet war. Noch schlimmer erwischte es drei Minuten vor Schluss Werders Renee Tebje, die mit Verdacht auf einen Kreuzbandriss nach Spielende ins Krankenhaus gebracht wurde.

Auszeit bringt Hude/Falkenburg in die Spur

Das Spiel begann für Hude/Falkenburg denkbar schlecht. Bereits nach vier Minuten lag das Team von Trainer Timo Stein mit 0:4 im Rückstand. Vor allem die Abwehr zeigte sich in dieser Anfangsphase völlig indisponiert, sodass sich der Coach gezwungen sah, bereits in der fünften Minute eine Auszeit zu nehmen. Mit offensichtlichem Erfolg. Die HSG ließ rund 15 Minuten kein Tor mehr zu. Nach einem 6:0-Lauf lag sie in der 17. Minute mit 6:4 vorne.

Doch wer glaubte, die Stein-Sieben hätte Werder nun im Griff, sah sich getäuscht. Die Bremerinnen, die ohne ihre erkrankte torgefährlichste Spielerin Katrin Friedrich antreten mussten, kämpften sich zurück und führten zur Pause mit 12:9. „Wir haben in der ersten Halbzeit taktisch nicht das umgesetzt, was ich wollte. Wir hatten zwar Chancen, aber wir haben sie nicht sauber zu Ende gespielt“, bemängelte Stein, der auch in der Defensive einige Nachlässigkeiten kritisierte.

Starke HSG-Abwehr

Nach Wiederanpfiff zeigten die Gäste zunächst ein anderes Gesicht. Konsequent wurden im Angriff die taktischen Vorgaben des Trainers umgesetzt. Die Abwehr ließ die Gastgeberinnen kaum mehr zur Entfaltung kommen. „Wir haben in dieser Phase die richtige Einstellung an den Tag gelegt und nur noch wenig zugelassen“, sagte Stein, dessen Team mit 17:15 in Führung gegangen war (42.).

HSG-Torfrau Karen Tapkenhinrichs bremst Werder aus

Allerdings gaben sich die Werderanerinnen nicht auf und kamen in der 51. Minute zu einem Zwei-Tore-Vorsprung (19:17). Doch anschließend hatten sie ihr Pulver größtenteils verschossen. Hude/Falkenburg hatte Spiel und Gegner im Griff. Torfrau Karen Tapkenhinrichs hielt selbst schwierigste Bälle und ließ die Bremerinnen verzweifeln. „Sie hat ihr bestes Saisonspiel gemacht und uns mit ihrer Leistung auch in schwierigen Phasen im Spiel gehalten“, lobte Stein.


Statistik

Werder Bremen II - Hude/Falkenburg 21:24

Werder Bremen II: Schumacher, Rathjen; Döpke 3, Stahlkopf 1, Tebje 5/2, Fastenau 2, Schlegel 1, Beckmann 1, Begemann 1, Pods, Schulte 5, Salkic 2.

HSG Hude/Falkenburg: Tapkenhinrichs, Düßmann; Stuffel 4, Galle 12/5, Schulze 1, Cordes, Petersen, Butler 3, Meyerholz 2, Seidel, Busse 2, Hillmer, von Freeden.

Siebenmeter: SVW 2/2 – HSG 5/5.

Zeitstrafen: SVW 4 – HSG 5.

Schiedsrichter: Bröcker/Hindersmann (Bissendorf-Holte).

Spielfilm: 4:0 (4.), 4:6 (17.), 10:8 (27.), 12:9 – 14:16 (40.), 19:17 (51.), 19:22 (56.), 21:24.