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Handball-Verbandsliga Männer HSG Delmenhorst festigt mit Derbysieg Tabellenführung

Warf im Derby fünf Tore: Tim Coors (Mitte), der sein Heim-Debüt im Trikot der HSG Delmenhorst feiert, trug mit diesen zum 25:17-Erfolg über die TSG Hatten-Sandkrug um Robert Langner (links) und Till Schinnerer bei. Foto: Rolf TobisWarf im Derby fünf Tore: Tim Coors (Mitte), der sein Heim-Debüt im Trikot der HSG Delmenhorst feiert, trug mit diesen zum 25:17-Erfolg über die TSG Hatten-Sandkrug um Robert Langner (links) und Till Schinnerer bei. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Die Verbandsliga-Handballer der HSG Delmenhorst haben gegen die TSG Hatten-Sandkrug einen 25:17-(11:10)-Heimsieg gefeiert. Mit dem Erfolg im Nachbarschaftsduell festigten sie ihre Tabellenführung.

In einem hart umkämpften Spitzenspiel der Handball-Verbandsliga hat sich die HSG Delmenhorst mit 25:17 (11:10) gegen den Tabellendritten TSG Hatten-Sandkrug durchgesetzt. Durch den Erfolg über den Nachbarn aus dem Landkreis festigte die HSG ihren ersten Platz.

Verdienter HSG-Erfolg

Erst ab Mitte der zweiten Halbzeit konnten die Delmenhorster dem Spiel mehr und mehr ihren Stempel aufdrücken und einen auch in dieser Höhe verdienten Sieg einfahren. Mit ihrer ins Spiel gebrachten, zeitweise unsportlichen Härte brachten sich die Gäste selbst in die Bredouille. Nach zwei Roten Karten aufgrund grober Foulspiele (Simon Carstens, 31./Till Schinnerer, 45.) musste Hatten-Sandkrug mit nur noch sieben Feldspielern auskommen. „Diese unfairen Aktionen haben mich sehr geärgert; das muss überhaupt nicht sein, so eine Härte hier reinzubringen“, schimpfte dann auch HSG-Trainer Jörg Rademacher.

Hatten-Sandkrug bestimmt die Anfangsphase

Doch der Reihe nach: Von Anfang an kam es vor gut 350 Zuschauern zu einem ausgeglichenen, aber auch zerfahrenen Spiel, in dem die Gäste zumindest in der ersten Viertelstunde mehr Torgefahr entwickelten. Folgerichtig lag die TSG nach 15 Minuten mit 6:4 vorn.

HSG-Torwart Björn Bröckerhoff leitet Wende ein

Zwei Siebenmeter, die vom gerade eingewechselten HSG-Torwart Björn Bröckerhoff in der 23. (seine erste Aktion) und in 24. Minute bravourös abgewehrt wurden, läuteten die Wende ein. Vor allem Rechtsaußen Philipp Freese, mit sechs Treffern bester Delmenhorster Torschütze, narrte mit seinen von rechts geworfenen Hebern nicht nur einmal den TSG-Torwart. Er sorgte aus spitzem Winkel für wichtige Treffer. Beim Spielstand von 11:10 für die Delmenhorster wurden die Seiten gewechselt.

Delmenhorsts Trainer Jörg Rademacher nicht voll zufrieden

Unmittelbar nach Wiederanpfiff wurde HSG-Spielmacher Andre Haake bei einem Tempogegenstoß von einem Gegenspieler sehr unfair umgerannt. Sündenbock Carstens sah zu Recht die Rote Karte. Nach dieser Hinausstellung gewannen die Delmenhorster nach und nach die Oberhand. In der 43. Minute lagen die Gastgeber zum ersten Mal mit drei Toren (17:14) in Front. Als dann in der 45. Minute Schinnerer, ebenfalls nach einem groben Foul, das Spielfeld verlassen musste, war es um die TSG Hatten-Sandkrug geschehen. Unaufhaltsam zogen die Gastgeber davon und fuhren einen sicheren Sieg ein. Gleichwohl war der HSG-Coach mit dem Spiel seines Teams nicht zufrieden: „Bei uns ist aufgrund der mangelnden Vorbereitung noch viel Sand im Getriebe. Da wartet noch viel Arbeit auf uns“, sagte Rademacher, der sich trotz der von ihm erkannten Schwächen darüber freuen konnte, dass der Vorsprung auf die Verfolger etwas gewachsen war.

HSG-Rückraumspieler Tim Coors, der vor der Saison vom Drittligisten HF Springe zu den Delmenhorstern gekommen ist (Lesen Sie mehr: Tim Coors kehrt zur HSG Delmenhorst zurück) und bis Dezember verletzungsbedingt pausieren musste, lief am Samstag zum ersten Mal in einem Heimspiel im HSG-Trikot auf. Er erzielte fünf Tore.


Statistik:

HSG Delmenhorst: Lettmann, Schröder, Böckerhoff; Sudau 2, Ludwig, Timmermann 1, Coors 5, Oetken, Haake 5/3, Janßen 5/1, Goyert 1, Kohrt, Freese 6, Windels.

TSG Hatten-Sandkrug: Bruns, Steffens; Carstens, Heyer 2, Kirschen 4, Sauer, Schinnerer 2, Menkens 4/3, Ghimes, Langner 5, Wolf.

Schiedsrichter: Christoph Walter, Thomas Voigt (Hude/Großenkneten).

Zuschauer: ca. 350.

Zeitstrafen: HSG 4 – TSG 2.

Rote Karten: Ludwig (48., 3. Zeitstrafe) – Carstens (31., Foulspiel), Schinnerer(45., Foulspiel)-

Siebenmeter: HSG 7/4 – TSG 5/3.

Spielfilm: 1:1 (2.), 4:6 (15.), 9:7 (25.), 11:10 - 14:12 (36.), 17:14 (43.), 21:16 (50.), 25:17 (59.).

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