A-Jugend-Bundesliga HSG Grüppenbühren/Bookholzberg nimmt nächsten Anlauf

Von Daniel Niebuhr

Nach Verletzung wieder im Team der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg: Rückraumspieler Kian Krause. Foto: Rolf TobisNach Verletzung wieder im Team der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg: Rückraumspieler Kian Krause. Foto: Rolf Tobis

Bookholzberg. Die A-Jugend der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg hat noch zehn Versuche für den ersten Sieg in der Handball-Bundesliga – den ersten am Samstag bei Eintracht Hildesheim.

Seitdem sich die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg Jugend-Bundesligist nennen darf, ist die Gesellschaft, der man so begegnet, recht namhaft geworden. Den THW Kiel traf man schon, den SC Magdeburg auch, am Samstag tritt die A-Jugend nun ab 19 Uhr bei Eintracht Hildesheim an. Noch befindet sich die HSG allerdings auch in einer Gruppe, zu der man lieber nicht gehören will: Zusammen mit Eintracht Hagen aus der Weststaffel und der 2012 abgestiegenen HSG Varel ist Grüppenbühren/Bookholzberg der einzige Handball-Verein, der in seiner Bundesliga-Zugehörigkeit kein einziges Spiel gewonnen hat.

Neuzugang Reuter braucht Zeit

Im Gegensatz zu den damals gänzlich punktlosen Varelern hat die Mannschaft von Stefan Buß schon zwei Zähler auf dem Konto und glücklicherweise noch zehn Spiele Zeit, um die Bilanz zu korrigieren. Der Trainer klingt vor dem zweiten Teil der Saison auch noch fast so gelassen wie vor dem ersten Spieltag. „Wir wollen auch dieses Spiel einfach genießen“, sagt Buß, der aber auch bekennt, „dass uns ein Erfolgserlebnis guttun würde.“

Davon gab es auch in der Winter-Vorbereitung nicht viele. Beim Sauerland-Cup in Menden gab es vier Pleiten, doch immerhin lichtete sich das Lazarett über die Feiertage. Kian Krause war zuletzt wieder dabei, mit dem Herren-Oberliga erfahrenen Mirko Reuter ist eine Verstärkung vom TV Neerstedt dazu gekommen. „Er muss sich bei uns erst einspielen“, sagt Buß. „Er hat schon gesagt, dass er so hohes Tempo noch nicht kennt. Und in der Bundesliga musst du gegen Kanten anlaufen, die du selbst bei den Männern selten findest.“

Gegner Hildesheim physisch stark

In Hildesheim gibt es gleich eine Kostprobe davon, der physisch starke Tabellensechste lebt von seiner starken Deckung. „Die Abwehr spielt robust, darauf müssen wir uns einstellen“, sagt Buß. Beim Vorbereitungsturnier in Menden geriet die HSG jeweils früh in Rückstand, was bei den zuletzt viermal in Folge zuhause siegreichen Hildesheimern dringend zu vermeiden ist. „Wenn wir wieder die Anfangsphase verschlafen, wird es ganz schwer“, sagt Buß, der hofft, „dass wir auch mal Glück haben und der Knoten irgendwann platzt.“ Spätestens in der nach der Saison anstehenden Qualifikation für die nächste Bundesliga-Saison.