Handball-Landesliga HSG Grüppenbühren/Bookholzberg auf einem guten Weg

Von Heinz Quahs

Spielstark und torgefährlich: Farina Sanders (rechts) von der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg. Foto: TobisSpielstark und torgefährlich: Farina Sanders (rechts) von der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg. Foto: Tobis

Bookholzberg. Die Handballerinnen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg starten am Samstag (17 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den SV Holdorf in den zweiten Teil der Saison. Nach zwei Jahren im harten Abstiegskampf scheint der Handball-Landesligist nun frei von Sorgen. Neben der guten Entwicklung bei vielen Spielerinnen ist die Mannschaft auch spielstärker geworden und hat sich in der Deckung stabilisiert.

Erst stiegen sie in zwei Jahren von der Weser-Ems-Liga in die Oberliga auf, dann ging es im gleichen Tempo fast in die Landesklasse zurück, und auch in der vergangenen Saison zitterten sie fast bis zum Saisonende noch um den Klassenerhalt: Spielerinnen, Verantwortliche oder Fans der Frauen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg erlebten in den vergangen fünf Spielzeiten ein Wechselbad der Gefühle.

Abstiegssorgen vermeiden, Nachwuchskräfte in die erste Mannschaft integrieren: Mit diesem Ziel war Harald Logemann in seine zweite Spielzeit als Coach der HSG gegangen. Vor dem Start in die zweite Saisonhälfte am Samstag (17 Uhr) gegen den SV Holdorf lässt sich dies festhalten: Trainer Logemann hat beide Vorgaben mehr als erfolgreich erfüllt. Grüppenbühren/Bookholzberg war nach einer konzentrierten Vorbereitung nach 8:0 Punkten zum Start sogar zeitweise Tabellenführer, ist als Vierter frei von Abstiegssorgen und hat nach zehn Spieltagen mit 13:7 Zählern schon mehr Punkte gesammelt als in der gesamten Vorsaison. (Weiterlesen: HSG Grüppenbühren/Bookholzberg überrascht sich selbst)

Viele Spielerinnen machen einen Schritt nach vorne

„Die Mannschaft hat sich gut weiter entwickelt und vieles von dem, was wir im Training erarbeitet haben, auch im Spiel schon umgesetzt. Wir sind auf einem guten Weg“, sagt Logemann. Die bisher erfreuliche Saison lässt sich auch an Personalien festmachen.

Durch Rückkehrerin Jana Meenen (nach Auslandsaufenthalt) gab es in der Deckung mehr Stabilität und auch in der Offensive wurde mit Jana Folkerts die Mittelposition sehr gut besetzt. Nach etlichen kleinen Verletzungen ist Annika Bodzian nun endlich wieder auf dem Weg der Besserung und zurück in der Mannschaft. Auch Nane Steinmann hat einen großen Schritt nach vorne gemacht und ist sowohl auf der Außen- als auch auf der Halbposition eine gute Ergänzung zu Wiebke Möller. Joana Oekermann zeigt in der Offensive noch kleine Schwächen, doch sie ist in der Defensive eine Bank, da kaum eine Angreiferin an ihr vorbeikommt.

Beste Torjägerin der Landesliga: Wiebke Möller (links) traf bereits 83 Mal ins gegnerische Tor. Foto: Rolf Tobis

Ein Grund für den derzeitigen Höhenflug ist, dass sich die Mannschaft insgesamt gesteigert hat und die Last auf viele Schultern verteilt ist. Neben Goalgetterin Wiebke Möller, die mit 83 Treffern die Torschützenliste der Landesliga anführt, sind auch weitere Spielerinnen wie Jana Folkerts (34), Joana Oekermann (33) und Farina Sanders (32) spielerisch stärker und damit auch torgefährlicher geworden.

Den Klassenerhalt sieht Logemann auch noch nicht endgültig in trockenen Tüchern. „Wir müssen noch einige wichtige Punkte holen. Wenn wir das machen, können wir unsere Ziele neu definieren und weiterhin im obereren Tabellendrittel mitspielen.“

Logemann nervt Hallen-Sperrungen

Weil Meenen ab Februar beruflich wieder ortsabwesend ist, sollten einige Trainingseinheiten zwischen den Feiertagen der Deckungsarbeit und der Festigung von spielerischen Elementen dienen. Allerdings waren alle Hallen in der Gemeinde Ganderkesee gesperrt, was Harald Logemann nervte. „Wir hatten keine Möglichkeit, uns auf das Spiel gegen Holdorf vorzubereiten, weil auch kurzfristig keine Testspiele gegen andere Teams möglich waren.“ Mit einem ironischen Unterton merkt er an: „So gehen wir wenigstens ausgeruht in das Holdorf-Spiel.“

Einfach wird es auf jeden Fall nicht, denn schon im Hinspiel zeigte sich Holdorf als kampfstarke und schnelle Mannschaft, die auch jetzt keinesfalls unterschätzt werden darf. So wird Logemann sein Hauptaugenmerk wieder auf eine starke Deckung legen, die besonders auf den starken Rückraum um die Goalgetterinnen Lisa Niedfeld und Anna Kemper achten muss. Auch muss das schnelle Kombinationsspiel der Gäste möglichst frühzeitig unterbunden werden, denn hier versuchen die starken Kreisläuferinnen die Lücken für ihre Rückraumschützen zu schaffen. Anfällig ist Holdorf dagegen in der Rückwärtsbewegung.


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