Plattdeutsche Namensgebung Neues Quartier in Ganderkesees Ortskern vor Vollendung

Investor Werner Hagstedt bringt schon symbolisch die Parkplatzschilder an. Der Neubau an der Rathausstraße sollte schon im November bezugsfertig sein. Neben den Wohnung hat Hagstedt davor auch Mietparkplätze geschaffen. Rechts das sanierte „Doktorhuus“ Foto: Thorsten KonkelInvestor Werner Hagstedt bringt schon symbolisch die Parkplatzschilder an. Der Neubau an der Rathausstraße sollte schon im November bezugsfertig sein. Neben den Wohnung hat Hagstedt davor auch Mietparkplätze geschaffen. Rechts das sanierte „Doktorhuus“ Foto: Thorsten Konkel

Ganderkesee. „Ole Slachteree“, „Peerstall“, „Doktorhuus“ und „Veertig un mehr“ an der Rathausstraße sowie das dahinter an der Lindenstraße gelegene „Schüttens-Huus“ bilden das „Plattdeutsche Quartier“, das jetzt inmitten des Ganderkeseer Ortskerns unmittelbar vor seiner Vollendung steht.

Umfangreich hat Investor Werner Hagstedt an der Rathausstraße nicht nur in die Modernisierung seiner Bestandsimmobilien investiert . Auch der Neubau mit neun Wohnungen „Veertig un mehr“, Hausnummer 16a, bietet unter anderem aktuellste Energiespartechnik. Dabei hätte das in nur fünf Monaten errichtete Mehrparteienhaus schon viel früher fertig sein können.

Investor: Landkreis für verzögerten Baubeginn verantwortlich

Für die Verzögerung macht Hagstedt den Landkreis verantwortlich. „Das liegt an der schleppenden Genehmigungspolitik“, erklärte Hagstedet am Mittwoch bei der Vorstellung des „Plattdeutschen Quartiers“.

Zoff wegen belegter Parkplätze im Ort

Letzte Arbeiten an den Versorgungsanschlüssen des Neubaus hatten kurz vor Weihnachten bei den Kaufleuten an der Rathausstraße für Unmut gesorgt. Zoff gab es vor allem wegen der häufig von Baufahrzeugen belegten Parkplätze vor ihren Geschäften.

Am „Schüttens-Huus“ wird noch gearbeitet

Während Hagstedt an seinem Haus nur noch Rasen legen lassen muss, wird am zweiten Neubau, dem von Physiotherapeutin Heidi Schütte errichteten „Schüttens-Huus“, noch gewerkelt. Ihr Bau mit sechs Wohnungen soll mit seinem Namen an die frühere Kohlen- und Baustoffhandlung von Schüttes Familie, die heutige Heizöl Schütte GmbH, erinnern.

Hagstedts barrierefreie Wohnungen sind bereits alle vermietet, bei Schütte gibt es noch je eine Wohnung im Erd- und im Obergeschoss zu mieten.

„Tüdelkrams“ jetzt an der Rathausstraße

In das Hagstedts Wohn- und Geschäftshaus, in dem sich einst die später verpachtete Fleischerei der Familie Hagstedt befand, ist gerade eben von der Wittekindstraße der Bastelladen „Tüdelkrams“ eingezogen. Zeitnah will der Investor noch den Zugang zu dem Fachgeschäft barrierefrei ausbauen. Der rechts daneben befindliche Olympia-Grill soll laut Hagstedt zunächst noch weiter existieren.

Neue Stellflächen geschaffen

Für die nach dem Bau der beiden Häuser auf einer zuvor öffentlich zugänglichen Stellfläche von vielen Ansässigen und Auswärtigen gefühlte innerörtliche Parkplatznot haben Hagstedt und Schütte ebenfalls eine Lösung parat.

47 Miet-Stellflächen hat Hagstedt in seinem Quartier soeben pflastern lassen. Weitere Parkplätze will Schütte nach Angaben von Hagstedt vor ihrem Mietshaus sowie ein Stückchen weiter über die Lindenstraße hinter dem Heizölhandel schaffen.


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