Insolvenzgutachten bis Jahresende Sanierung des Ganderkeseer Bauunternehmens L+L unwahrscheinlich

Von Mareike Bader

Im Oktober hatte das Ganderkeseer Bauunternehmen L+L Lehner & Lehner Immobilien KG die Insolvenz beantragt. Das Gutachten des Insolvenzverwalters soll zum Jahresende stehen. Archivfoto: Angelika Warmuth/dpaIm Oktober hatte das Ganderkeseer Bauunternehmen L+L Lehner & Lehner Immobilien KG die Insolvenz beantragt. Das Gutachten des Insolvenzverwalters soll zum Jahresende stehen. Archivfoto: Angelika Warmuth/dpa

maba Ganderkesee. Ende Oktober hatte die Baufirma L+L Lehner & Lehner Immobilien KG Insolvenz angemeldet. Die Zukunft des Unternehmens sieht schlecht aus. Besser steht es um die sieben ehemaligen Mitarbeiter.

Alle sieben ehemaligen Mitarbeiter des Ganderkeseer Bauunternehmens L+L Lehner & Lehner Immobilien KG haben seit dem Antrag auf Insolvenz im Oktober eine neue Arbeitsstelle gefunden. Das ist aber auch die einzige feste Aussage, die der vorläufige Insolvenzverwalter Berend Böhme bisher treffen kann.

Er überprüfe immer noch die Unterlagen, sagt der Bremer Rechtsanwalt auf Anfrage. Bis zum Jahresende will er das Gutachten fertiggestellt haben. Die Firma wartet also weiterhin auf die Eröffnung des Insolvenzverfahrens. „Mit der Firma wird es so nicht weitergehen“, sagt Rechtsanwalt Holger von Seggern, der L+L vertritt.

Sanierung unwahrscheinlich

Es sei von Anfang an klar gewesen, dass eine Sanierung in der Baubranche sehr schwierig ist. „Das wird hier wahrscheinlich nicht klappen“, erklärt von Seggern.

Vielmehr gehe es darum, durch einen Insolvenzplan mehr für die Gläubiger zu erreichen. Das Amtsgericht werde sich für das tatsächliche Insolvenzverfahren, das im neuen Jahr eröffnet werden soll, nach den Empfehlungen von Böhme richten, erläutert von Seggern.

Baufirma hatte im Oktober Insolvenz angemeldet

Im Oktober hatte L+L Lehner & Lehner Immobilien KG, mit Sitz in Bookhorn, beim Amtsgericht Delmenhorst die Insolvenz angemeldet. Daraufhin wurde Berend Böhme als vorläufiger Insolvenzverwalter beauftragt. Schon damals vermutete er, dass die damals sieben Mitarbeiter schnell woanders einen neuen Job finden könnten. So, wie es jetzt auch eingetreten ist.

Kurz nach dem Insolvenzantrag bezeichnete Böhme die prekäre Lage als „hausgemacht“. Hinzu kam eine negative Berichterstattung in einem Fernsehbeitrag, wodurch Aufträge weggebrochen seien. „Das hatte unmittelbare Auswirkungen auf das Geschäft“, sagte Böhme im Oktober.

Genaue Aussagen gibt es erst nach dem Gutachten

Noch fehlen einige Angaben für das Gutachten, sagt Böhme. Bisher laufe alles normal, er sehe alles entspannt. „Keine Aufruhr, nirgendwo“, beruhigt der Insolvenzverwalter. Erst wenn das Gutachten stehe, werde er detailliert Aussagen zum Grund der Insolvenz und der Zukunft der Firma machen.