„Der Frieden fängt im Kleinen an“ Volksbund diskutiert mit Ganderkeseer Schülern über Krieg und Frieden

Von Lennart Bonk

Der Frieden stand bei dem Dialog zwischen Volksbund-Vertreter Werner Fleischer und den Schülern des Ganderkeseer Gymnasiums im Fokus. Foto: Lennart BonkDer Frieden stand bei dem Dialog zwischen Volksbund-Vertreter Werner Fleischer und den Schülern des Ganderkeseer Gymnasiums im Fokus. Foto: Lennart Bonk

Ganderkesee. Der Austausch mit der Jugend ist Werner Fleischer vom Volksbund der deutschen Kriegsgräberfürsorge sehr wichtig. Mit Ganderkeseer Schülern hat er über Krieg, Frieden und Fremdenhass geredet.

Die Geschichte wiederholt sich fortwährend, das wissen nicht nur die Schüler, die im Geschichts-Leistungskurs gut aufgepasst haben. Ein aufmerksamer Blick ins Zeitgeschehen genügt, meint Werner Fleischer vom Volksbund der Deutschen Kriegsgräberfürsorge. Als Gast des Seminarfaches „Syrien“ hat er am Dienstag im Gymnasium Ganderkesee über eine Herzensangelegenheit gesprochen: den Frieden auf der Welt.

„Der Frieden fängt im Kleinen an“

Er ist der Einladung des Geschichtslehrers Carsten Hartmann gefolgt. Dieses Mal stand das Thema „Volkstrauertag – Bedeutung und Relevanz für heutige Jugendliche“ am Anfang der Diskussionsrunde. Der ehemalige Ganderkeseer Ratsherr nahm die Überschrift zum Anlass um mit den Jugendlichen über Krieg, Frieden und Fremdenhass zu reden. Gerade die Heranwachsenden sind laut Fleischer in der Pflicht Antworten auf die verschiedenen Kriege und Konflikte in der Welt zu finden. „Der Kreislauf der Geschichte muss von unten nach oben durchbrochen werden. Der Frieden fängt im Kleinen an“, stellte er in seinen Ausführungen klar.

Thema Menschenwürde interessiert Schüler

Insbesondere bei dem Thema Menschenwürde diskutierten die 16- bis 18-jährigen Gymnasiasten interessiert mit. „Die Menschenwürde wird immer weniger beherzigt“, meint der Volksbündler. Hier führte Fleischer fremdenfeindliche Äußerungen aus dem rechten Parteienspektrum als Beispiel an. „Gerade um Vorurteile und Fremdenhass abzubauen, sollte man in den Diskurs kommen“, gab eine Schülerin zu bedenken.

Fleischer schätzt den Dialog

Seit Jahren ist Fleischer beim Volksbund aktiv. Zum wiederholten Male sprach er mit Ganderkeseer Gymnasiasten über den Krieg, dessen Auswirkungen und die Arbeit des Volksbundes. Aktuell pflegt der Verein Gräber von 2,7 Millionen Kriegstoten des Ersten und Zweiten Weltkrieges auf 833 Friedhöfen in 46 Ländern. Neben der Pflege der Gräber der deutschen Kriegstoten gehört auch die Bildungsarbeit in den Schulen zum Aufgabenbereich des Volksbundes. „Ich finde gerade den Dialog in der Schule so toll“, erklärt Fleischer. Dabei bekäme er immer einen direkten Eindruck davon, wie die heranwachsende Generation „so tickt“.