Gratis-Aufladen befristet möglich E-Mobilität nimmt im Kreis Oldenburg Fahrt auf

Werben für mehr Elektrofahrzeuge auf den Straßen im Kreis Oldenburg: (v.l.) Manuela Schöne und Marion Unkraut (beide Klimaschutzmanagement) überreichen Axel Rüscher, Leiter der Zulassungsstelle, die Stromtankkarten, die ab sofort bei den Zulassungsstellen zu erhalten sind. Foto: Landkreis Oldenburg/ Oliver GaleottiWerben für mehr Elektrofahrzeuge auf den Straßen im Kreis Oldenburg: (v.l.) Manuela Schöne und Marion Unkraut (beide Klimaschutzmanagement) überreichen Axel Rüscher, Leiter der Zulassungsstelle, die Stromtankkarten, die ab sofort bei den Zulassungsstellen zu erhalten sind. Foto: Landkreis Oldenburg/ Oliver Galeotti

Landkreis Oldenburg. Langsam nimmt die E-Mobilität Fahrt auf. Für zusätzlichen Anreiz sorgt der Kreis Oldenburg mit einer Stromtankkarten-Aktion. Den eigenen Fuhrpark will er aber noch nicht komplett umrüsten.

Nach der Installation von ersten kommunalen E-Ladesäulen in diesem Jahr und der Ankündigung, 2018 im Kreisgebiet weitere aufzustellen, soll die Attraktivität von Elektrofahrzeugen noch stärker gefördert werden, kündigt die Kreisverwaltung an.

Kreis bietet Gratis-Tankkarten an

Ab sofort werden darum bei den Kfz-Zulassungsstellen im Falle der An- oder Ummeldung von privat genutzten E-Autos auf Wunsch Stromtankkarten ausgegeben, mit denen zwölf Monate lang kostenfrei an E-Ladesäulen „getankt“ werden kann, die vom Oldenburger Energieversorger EWE oder seinen Partnern betrieben werden.

Karten ab sofort bei allen Zulassungsstellen

Die im Kreishaus und in den Außenstellen der Zulassungsstellen in Ganderkesee, Großenkneten, Hude und Wardenburg erhältlichen Karten funktionieren mit berührungsloser Funktechnik nach den Standard „RFID“, erläutert Marion Unkraut vom Klimaschutzmanagement des Landkreises. Manuela Schöne, beim Kreis Klimaschutzmanagerin, weist darauf hin, dass in den acht Kreiskommunen darüber hinaus je zwei Stromtankkarten vorhanden sind, die Elektroautofahrern für den Ladevorgang ausgeliehen werden können.

Die E-Mobilität im Fuhrpark des Landkreises selbst ist zudem Thema der öffentlichen Sitzung des Struktur- und Wirtschaftsausschusses am Dienstag, 21. November, ab 14.30 Uhr im Kreishaus.

Grüne wollen Verwaltungsflotte umrüsten

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte beantragt, die kreiseigene Fahrzeugflotte innerhalb der nächsten fünf Jahre auf E-Mobilität umzustellen. umzustellen.

Kreis-Fuhrpark umfasst 27 Fahrzeuge

Die Kreisverwaltung nutzt nach eigenen Angaben derzeit 17 Fahrzeuge für die Dienstfahrten. Daneben gibt es zehn weitere Fahrzeuge für besondere Zwecke. Diese sind mit Verbrennungsmotoren ausgestattet.

Auch Erdgasautos im Einsatz

Seit einigen Jahren gehören aber immerhin schon erdgasbetriebene Fahrzeuge zum Fuhrpark, 2012 wurde im Rahmen eines Projekts ein E-Fahrzeug getestet.

Kreis: Die Technik ist noch nicht so weit

Einer weiteren Verbreitung der E-Mobilität stünden wirtschaftliche und ökonomische Gründe entgegen, so die Verwaltung. Die deutsche Industrie habe einen deutlichen Nachholbedarf, stellt die Kreisverwaltung außerdem fest und betont dabei, dass es insofern „nicht zwingend“ einer Vorbildfunktion der öffentlichen Hand bedürfe.

„Verwaltungsökonomische Gründe“ verhindern Einsatz

Durch die Art der Nutzung sei es aus verwaltungsökonomischen Gründen erforderlich, dass die Wagen über eine ausreichende Reichweite und kurze Ladezyklen verfügen, um die Dienstreisen möglichst effizient durchführen zu können. Diese ist nach Einschätzung der Kreisverwaltung bei E-Fahrzeugen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gegeben.


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