Straßenbau im Landkreis Oldenburg Landkreis Oldenburg will Straßensanierung forcieren

Von Reiner Haase

2017 ist der Radweg an der Vielstedter Straße in Hude erneuert worden. 2018 geht es zwischen Birkenheide und Havekost weiter. Archivfoto: Reiner Haase2017 ist der Radweg an der Vielstedter Straße in Hude erneuert worden. 2018 geht es zwischen Birkenheide und Havekost weiter. Archivfoto: Reiner Haase

Landkreis Oldenburg. Der Landkreis Oldenburg erwartet für 2018 eine Million Euro mehr Steuereinnahmen. Ein Fünftel davon soll zusätzlich in die Verkehrswege gesteckt werden.

Der Landkreis Oldenburg wird im nächsten Jahr voraussichtlich 1,4 Millionen Euro in die Sanierung von Kreisstraßen und eine halbe Million Euro in die Erneuerung von Radwegen entlang seiner Straßen investieren. Das sind jeweils 100.000 Euro mehr als zunächst im Haushaltsplanentwurf für das kommende Jahr vorgesehen. Es zeichnet sich ab, dass die Aufstockung von einer breiten Mehrheit getragen wird, wenn im Kreistag über den Haushaltsplan abgestimmt wird.

Kurzfristig mehr Einnahmen

Die jüngsten Aussagen des Bundes und des Landes Niedersachsen zur Steuerschätzung 2018 lassen laut Landrat Carsten Harings erwarten, dass beim Landkreis Oldenburg eine Million Euro mehr ankommt als bisher kalkuliert. Die CDU-Fraktion und die Fraktion FDP/Freie Wähler haben deshalb am Mittwoch im Bau-, Straßen- und Brandschutzausschuss kurzfristig die Forcierung der Straßen- und Radwegesanierung beantragt. SPD und Grüne enthielten sich im Fachausschuss der Stimme. „Ich kann mir gut vorstellen, dass wir das mittragen. Darüber muss unsere Fraktion aber noch beraten“, sagte SPD-Sprecher Detlef Sonnenberg zur Begründung.

Haushaltsposten wächst

Der Landkreis Oldenburg hat die Ausgaben für Straßen- und Radwegsanierungen in den vergangenen Jahren mehrfach aufgestockt, von insgesamt 700.000 Euro im Jahr 2013 auf 1,5 Millionen Euro im laufenden Jahr. Laut Straßenbauamtsleiter Dieter Hahn reicht das auf Dauer nicht aus, um den Wert der Verkehrswege zu erhalten. Die Kreisverwaltung hat deshalb vorgeschlagen, den Haushaltsansatz für Sanierungen im Laufe der nächsten Jahre schrittweise auf 2,4 Millionen Euro anzuheben. Das dürfte erleichtert werden, weil Interims-Bundesfinanzminister Peter Altmaier (CDU) und Landesfinanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD) angekündigt haben, dass die Steuereinnahmen für alle Ebenen der öffentlichen Hand auf hohem Niveau bleiben.

Tiefbau erhöht Preise

Laut Amtsleiter Dieter Hahn sind allerdings die Preise im Tiefbau in jüngster Zeit kräftig gestiegen. Das hat besonders beim geplanten Ausbau des Einmündungsbereichs Bümmersteder Straße/Astruper Straße in Sandkrug zu Buche geschlagen: Das für das laufende Jahr geplante Projekt wird ins nächste Jahr geschoben, weil die Bauunternehmen laut Hahn bei der ersten Ausschreibung kein akzeptables Angebot gemacht haben. „ Beim ersten Mal war der Zeitplan sehr eng gesteckt, weil wir den zentralen Bereich in Sandkrug für einen möglichst kurzen Zeitraum blockieren wollten. Jetzt räumen wir vier Wochen mehr Arbeitszeit ein und hoffen auf günstigere Angebote“, so Hahn. Die veranschlagte Summe beträgt knapp 500.000 Euro, die sich der Landkreis und die Gemeinde Hatten teilen wollen. Hinzu kommen für den Landkreis 145.000 Euro für Arbeiten im weiteren Verlauf der Astruper Straße.

Sorgenkind Autobahnbrücke

Weitere Projekte für 2018 sind die Sanierung des Kreisels Vogelstange in Wildeshausen für 120.000 Euro und die Sanierung der Kreisstraße vom Reiherholz nach Wüsting für gut 900.000 Euro. Ein Sorgenkind ist die marode Brücke über die Autobahn 28 in Kirchkimmen; hier sind zunächst 100.000 Euro veranschlagt.

Start mit Radweg nach Havekost

Einen Sanierungszeitplan gibt es auch für mehrere Kreisstraßen in der Gemeinde Ganderkesee. 2019 soll die Straße von Havekost über Sethe bis zur Brücke über die Autobahn 1 dran sein. In Schierbrok/Stenum, Elmeloh/Almsloh und Bookholzberg sollen die Baumaschinen 2020 und 2021 anrollen. Zunächst ist in Ganderkesee aber ein Radwegeprojekt an der Reihe: Die Strecke zwischen Birkenheide und Havekost soll 2018 holperfrei werden. Veranschlagt sind dafür 250.000 Euro.