Nisthilfe für den Star Noch knapp 1000 Staren-Brutpaare in Ganderkesee

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Werben für spezielle Nisthilfen, um dem Star sein Brutgeschäft zu erleichtern: (v.l.) der örtliche Nabu-Vorsitzende Hans Fingerhut und sein Vorstandskollegen Volker Kropik. Foto Thorsten KonkelWerben für spezielle Nisthilfen, um dem Star sein Brutgeschäft zu erleichtern: (v.l.) der örtliche Nabu-Vorsitzende Hans Fingerhut und sein Vorstandskollegen Volker Kropik. Foto Thorsten Konkel

Ganderkesee. Der Nabu hat den Star zum „Vogel des Jahres 2018“ gewählt. Sein Bestand hat laut den Vogelschützern stark abgenommen. In Ganderkesee bieten sie darum jetzt spezielle Nisthilfen an.

Nachdem der Nabu den Star zum „Vogel des Jahres 2018“ gekürt hat, weist der örtliche Nabu-Vorsitzende Hans Fingerhut darauf hin, dass der Star während der Brutzeit auch im gesamten Gebiet der Gemeinde Ganderkesee anzutreffen ist. Besonders in Hausgärten und auf parkähnlichen Grundstücken finde er noch Nahrung zur Fütterung seiner Jungen.

Brutvogelkartierung

Bei der gemeindeweiten Brutvogelkartierung der Jahre 2012 bis 2014 wurden demnach fast 1000 Brutpaare gezählt. Allerdings befindet sich laut Fingerhut der Bestand der Stare bundesweit wegen sich verschlechternder Lebensbedingungen in einem starken Rückgang.

Aus diesem Grund bietet der Nabu Ganderkesee nun spezielle Nisthilfen zum Einsatz im heimischen Garten an und gibt Hinweise, wie das häusliche Umfeld für den Star sinnvoll gestaltet werden kann, um dem seit Jahrhunderten mit dem Menschen verbundenen Vogel Lebensräume zu schaffen. „Der Star ist ein Beispiel dafür, wie es um unsere eigentlich häufigen Vogelarten steht“, so Fingerhut.

Bevorzugte Lebensräume

Seine bevorzugten Lebensräume wie Weiden, Wiesen, Felder mit Wallhecken sowie Waldränder würden immer intensiver genutzt, bedauert der örtliche Nabu-Chef.

Auch die zunehmende Haltung von Nutztieren in abgeriegelten Riesenställen setze dem Star zu. Fingerhut: „Grasen Tiere nicht auf der Weide und hinterlassen ihren Mist, bleibt mit den angelockten Insekten ein wichtiges Nahrungsmittel aus.“

Star ist kein Allerweltsvogel

Obwohl als Allerweltsvogel betitelt, ist der „Vogel des Jahres 2018“ doch eher der „Star“ unter den Vögeln, schreibt der Nabu Deutschland auf seiner Internetseite. Bewundert werden nämlich seine Schwarmflüge im Herbst, die als einzigartiges Naturschauspiel gelten. Und im Frühjahr, so die Vogelschützer weiter, sticht das Starenmännchen durch sein metallisch glänzendes Gefieder heraus. Helle Punkte verzieren vor allem das Prachtkleid des Weibchens.

Handyklingeltöne, Hundebellen oder Alarmanlagen

Auch sein Talent der Imitation wird gelobt: Der Star kann andere Vögel und Umgebungsgeräusche perfekt nachahmen und in seinen Gesang einbauen. Zu hören sind dann auch Handyklingeltöne, Hundebellen oder Alarmanlagen.


Nisthilfen für den Star bietet der Nabu-Ganderkesee jetzt zum Kauf an. Näheres unter der Telefonnummer (042 22) 15 18.

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