SPD gewinnt im Landkreis Oldenburg Brammer aus Kirchhatten setzt sich hauchdünn durch

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Applaus von den Genossen: Der SPD-Landtagskandidat Axel Brammer hat sich in einer äußerst knappen Entscheidung im Wahlkreis 64 durchgesetzt. Mit rund 100 Parteifreunden hat er im Kirchhatter Schützenhof gefeiert. Foto: Melanie HohmanApplaus von den Genossen: Der SPD-Landtagskandidat Axel Brammer hat sich in einer äußerst knappen Entscheidung im Wahlkreis 64 durchgesetzt. Mit rund 100 Parteifreunden hat er im Kirchhatter Schützenhof gefeiert. Foto: Melanie Hohman

Landkreis Oldenburg. Sozialdemokrat Axel Brammer aus Kirchhatten musste bis zur Auszählung des letzten Wahlbezirks warten. Dann stand fest: Er sicherte sich 222 Stimmen mehr als CDU-Kandidatin Anne-Marie Glowienka.

Landkreis Oldenburg . In einem Kopf-an-Kopf-Rennen hat sich der SPD-Spitzenkandidat und bisherige Landtagsabgeordnete Axel Brammer aus Kirchhatten knapp gegen die CDU-Kandidatin Anne-Marie Glowienka aus Dötlingen durchgesetzt. Die Entscheidung fiel erst gegen 20.11 Uhr, nachdem der vierte Briefwahlbezirk in Ganderkesee als letzter von 113 Wahlbezirken ausgezählt worden war. Brammer holte 18102 Erststimmen und damit 222 Stimmen mehr als seine Kontrahentin. In Prozenten: 35,75 zu 35,31 Prozent.

Brammer vier Mal vorne

Glowienka holte in ihrer Heimatgemeinde Dötlingen den Löwenanteil der Stimmen (44,65 Prozent; Brammer: 28,86 Prozent) und lag auch in der Samtgemeinde Harpstedt deutlich vorn (41,29; Brammer: 32,08). Dagegen sprachen sich in Ganderkesee, Hude, Wardenburg und vor allem in seiner Hatter Gemeinde die meisten Wähler für den Sozialdemokraten aus. Bei der Landtagswahl im Januar 2013 hatte sich Brammer noch deutlich dem Christdemokraten Ansgar Focke geschlagen geben müssen.

Auch bei Zweitstimmen gewonnen

Auch bei den Zweitstimmen lag die CDU damals um 5,7 Prozent vor der SPD. Diesmal machten die Sozialdemokraten das Rennen – mit einem Vorsprung von 2,26 Prozent beziehungsweise 1149 Stimmen. Grund genug für Brammer, den Sieg mit etwa 100 Parteifreunden im Kirchhatter Schützenhof zu feiern.

Ob Anne-Marie Glowienka, auf der Landesliste auf Platz 36, den Sprung in den Landtag dennoch geschafft hat, war bis Redaktionsschluss um Mitternacht noch offen. CDU-Kreisvorsitzender Dirk Vorlauf war auf dk-Nachfrage eher pessimistisch.

Bessere Ergebnisse als auf Landesebene haben Grüne und FDP erzielt, auch wenn sie gegenüber 2013 verloren haben – die Grünen dabei mehr als die Liberalen, die beim Sammeln von Zweitstimmen erfolgreicher waren als die Grünen.

Gute Resultate für Heins und Neuhaus

Bei den Erststimmen landete Kirsten Neuhaus (Grüne) auf Platz drei mit 9,65 Prozent der Stimmen. Sie war besonders erfolgreich in ihrer Heimatgemeinde Hude (12,23 Prozent), in Dötlingen gab es dagegen den geringsten Zuspruch für sie (7,89 Prozent). Auf Rang vier lief Niels-Christian Heins (FDP) aus Sandkrug ein. Er verbuchte deutlich mehr Stimmen als 2013 Christian Dürr aus Ganderkesee, der künftig Bundestagsabgeordneter ist. Heins’ bestes Ergebnis: 12,44 Prozent in Hatten. Die wenigsten Wähler konnte er in der Samtgemeinde Harpstedt überzeugen (6,33 Prozent).

AfD bei 5,7 Prozent

Die AfD kam im Wahlkreis 64 auf Anhieb auf 5,7 Prozent, blieb aber damit unter dem Ergebnis auf Landesebene (6,2 Prozent). Kandidat Harm Rykena holte sich 5,5 Prozent der Erststimmen. In Ganderkesee gab es die meisten Stimmen für die AfD (6,64 Prozent), in Hude die wenigsten (4,67 Prozent).

Tania Haji verbesserte zwar das Ergebnis der Linken von 2013, kam aber trotzdem nur auf 3,5 Prozent der Erststimmen und 4,2 Prozent der Zweitstimmen. Arnold Hansen (Freie Wähler) holte die meisten seiner 783 Erststimmen in seiner Heimatgemeinde Ganderkesee (430).


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