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Stundenlanger Feuerwehreinsatz Nordwestbahn prallt bei Großenkneten gegen Baum

Von Thorsten Konkel


Großenkneten. Am Donnerstagabend ist ein Zug der Nordwestbahn-Linie RE18 bei Großenkneten gegen einen über der Strecke von Osnabrück nach Oldenburg hängenden Baum geprallt. Stundenlang saßen die rund 70 Fahrgäste fest, verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Infolge des Sturmtiefs Xavier, das in der vergangenen Woche über der Region gewütet hatte, war eine Eiche ins Kippen geraten und hing halb über den Gleisen. Als der mit 80 Passagieren besetzte Zug heranrollte, erkannte der Fahrer zwar noch die drohende Gefahr, konnte die Bahn aber nicht mehr zum Stehen bringen, erläuterte Carsten Rönnau, Ortsbrandmeister der eingesetzten Feuerwehr Ahlhorn, das Unfallgeschehen.

Mit Wucht gegen massiven Stamm geprallt

Mit Wucht war die Regionalbahn der Linie RE 18 gegen 20 Uhr bei Kilometer 25,9 gegen den circa 20 bis 30 Zentimeter dicken Stamm geprallt. Dabei wurde die Bahn im Frontbereich beschädigt, auch die Windschutzscheibe zersprang. Die Baumkrone brach bei dem Aufprall ab und verfing sich unter den Rädern.

Fahrgäste und Zugpersonal unverletzt

Fahrgäste und Zugpersonal blieben unverletzt, saßen aber fest, berichtete Rönnau.

Die Feuerwehr zersägte den Stamm, beseitigte Baumreste, die sich unter den Rädern der Bahn verfangen hatten und räumte die Gleise frei. Währenddessen wurden die in der Bahn ausharrenden Fahrgäste von der Feuerwehr versorgt.

Erst nach einer zweieinhalbstündigen Überprüfung gaben Experten der Nordwestbahn grünes Licht für eine Weiterfahrt. Ganz langsam wurde die Bahn rückwärts zum Bahnhof Alhorn gefahren. Von dort ging es im Bus weiter. Die Strecke war bis 22.43 Uhr gesperrt.


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