Neuer Sportplatz für Hude Wetter bremst Allwetterplatz in Hude aus

Von Reiner Haase

Auf dem Allwetterplatz am Huder Bach ist der Untergrund weitgehend hergerichtet. Bei stabilem Wetter wird der Kunststoffbelag aufgetragen. Foto: Reiner HaaseAuf dem Allwetterplatz am Huder Bach ist der Untergrund weitgehend hergerichtet. Bei stabilem Wetter wird der Kunststoffbelag aufgetragen. Foto: Reiner Haase

Hude. Das Millionenprojekt Allwetterplatz in Hude geht in die Schlussrunde. In der letzten Bauphase ist das Wetter wichtiger als künftig beim Sport.

Spielabsagen und Trainingsausfälle wegen Unbespielbarkeit des Platzes sollen in Hude von 2018 an Fremdwörter werden. Offen ist allerdings, ob der Allwetterplatz am Huder Bach, wie geplant, noch in diesem Jahr fertig wird. „Das Wetter hat in den letzten Wochen und Monaten nicht gut mitgespielt“, berichtet Theo Efen. Der Polier der Firma Tell-Bau, eines Spezialisten für den Bau von Allwettersportanlagen aus Norden, hofft nun auf einen goldenen Oktober mit wenig Regen.

Sportflächen planiert

Seit dem Start der Bauarbeiten auf dem großen Sportplatz am Vielstedter Kirchweg mitten im Sommer sind der alte Rasen und die Aschenbahn abgetragen und eine feste Tragschicht aus Mineralien planiert worden. Zwischendurch sind die Drainagerohre ausgewechselt worden. Die alten Rohre waren, wie der Kommunalservice Nordwest festgestellt hatte, abgängig. Aktuell werden noch im Segment zwischen der nördlichen Torauslinie und dem Halbkreis der Laufbahnkurve die letzten Unebenheiten beseitigt. „Wir warten darauf, dass wir die Kunststofftragschicht und dann den Kunstrasen auf dem Fußballspielfeld und die Laufbahn aus Kunststoff verlegen können“, erklärt Efen.

Angstgegner Regen

Regen kann den Kunststoffplatten, dem Kunstrasen und dem Laufbahnbelag nichts anhaben, und dennoch macht ein Schauer zur Unzeit Arbeit zunichte. „Durch Nässe schäumt das Bindemittel auf und wird unbrauchbar“, erklärt Polier Efen.

1,33-Millionen-Projekt

Die Gemeinde Hude investiert 1,33 Millionen Euro in die Allwettersportanlage. Als die Entscheidung im Gemeinderat über die Ausgabe von 1,2 Millionen Euro, errechnet von einem Fachbüro, anstand, war die Erfordernis einer neuen Drainage ein ausschlaggebendes Argument. Es zog auch, als die Kommunalpolitiker als Ergebnis der Ausschreibung zusätzlich 130.000 Euro für den Zuschlag an Tell-Bau bewilligten.

Sport gewinnt in der Breite

Nutznießer sind der Schulsport in der Gemeinde Hude, die Leichtathletik einschließlich Sportabzeichenbewegung im Turnverein Hude sowie die Fußballer der Sportfreunde Wüsting-Altmoorhausen und des Fußballclubs Hude. „Wir brauchen einen Sportplatz, der jedes Wetter aushält, vor allem für die vielen Jugendmannschaften“, sagt der FC-Vorsitzende Peter Burgdorf.


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