Deutsch lernen auf der Streuobstwiese Drittes Sprachlerncamp für Grundschüler im RUZ Hollen

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Organisieren zum dritten Mal das Sprachlerncamp (von links): Astrid Fuchs und Klaus Fuchs von der Bürgerstiftung Ganderkesee sowie Claudia Kay vom RUZ. Foto: Kristina MüllerOrganisieren zum dritten Mal das Sprachlerncamp (von links): Astrid Fuchs und Klaus Fuchs von der Bürgerstiftung Ganderkesee sowie Claudia Kay vom RUZ. Foto: Kristina Müller

Hollen. Die deutsche Sprache erlernen und gleichzeitig Umweltbildung erleben können Kinder ab Montag wieder beim dritten Sprachlerncamp im RUZ Hollen. Ab dem nächsten Jahr ändert sich neben der Finanzierung dann auch das Konzept.

„Am Ende der Woche können sogar alle Labyrinth sagen!“ Gemeint sind die 21 Schüler im Alter von sechs bis neun Jahren aus der Gemeinde Ganderkesee, die in der letzten Woche der Herbstferien im Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ) Hollen ihre Deutschkenntnisse spielerisch verbessern. Denn am Montag startet zum dritten Mal das Sprachlerncamp.

„Beim ersten Mal waren wir gespannt, was auf uns zukommt. Parallel dazu gab es aber die Flüchtlingswelle, sodass statt der geplanten 20 dann 29 Grundschüler bei uns waren“, erinnert sich RUZ-Geschäftsführerin Marina Becker-Kückens.

Nebenbei die Sprache lernen

Inzwischen sei das Angebot etabliert. Bis Samstag machen die Kinder aus Rumänien, Syrien, Iran und der Slowakei in kleinen Gruppen Apfelsaft auf der Streuobstwiese, kochen mit selbst geernteten Lebensmitteln, gehen auf Schatzsuche, basteln Trommeln – und lernen nebenbei spielerisch die deutsche Sprache.

Neben der Förderung durch die Bürgerstiftung Ganderkesee mit vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern wird das Camp vom Landkreis Oldenburg und der Gemeinde Ganderkesee sowie ein letztes Mal durch die Förderung der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung und der Klosterkammer Hannnover finanziert.

Integrationsarbeit in ländlichen Gebieten

Ab 2018 wird der Großteil dann durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft unterstützt. Mit dem Sprachlerncamp hat sich die Bürgerstiftung für die „500 Landinitiativen“ des Ministeriums beworben und konnte mit 9700 Euro fast die höchste Fördersumme erreichen, wie Klaus Fuchs vom Vorstand der Bürgerstiftung berichtet. Mit dem Programm des Ministeriums soll bürgerschaftliche Integrationsarbeit in ländlichen Gebieten unterstützt werden. Dadurch könne nicht nur die Integration, sondern auch die Motivation, im ländlichen Raum zu bleiben, vorangetrieben werden.

Doch der Hauptförderer ist nicht das Einzige, was sich im nächsten Jahr ändern soll: „Wir werden auch ein ganz anderes Konzept entwickeln“, so Becker-Kückens. Zudem sollen künftig nicht nur Schüler mit Migrationshintergrund an dem Programm teilnehmen, sondern auch Kinder aus deutschen Familien, die Sprachprobleme haben.


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