Integration bleibt Herausforderung Huder Delegation diskutiert in Italien Flüchtlingslage

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„Quo Vadis Europa?“: Eine Huder Delegation hat in Fiume Veneto nach Antworten gesucht: (v.l.) Sandy McNabb, Uwe Schubert, Roland Arndt, Hartmut Langetepe sowie Kerstin Meyer. Foto: Eliano Fregonese„Quo Vadis Europa?“: Eine Huder Delegation hat in Fiume Veneto nach Antworten gesucht: (v.l.) Sandy McNabb, Uwe Schubert, Roland Arndt, Hartmut Langetepe sowie Kerstin Meyer. Foto: Eliano Fregonese

Hude/Fiume Veneto. Vertreter aus Hude haben in Italien mit Delegationen ihrer Partnerkommunen die Integration in Europa diskutiert. Der Blick lag auf den kommunalen Aspekten der aktuellen Flüchtlingssituation.

Die erste Versorgung der Flüchtlinge ist möglich, schwierig werden auf Dauer die Integrationsprozesse im Land, heißt es aus Hudes Partnerkommune, dem italienischen Fiume Veneto. Von einem dortigen Workshop zur Entwicklung Europas ist eine fünfköpfige Delegation aus Hude soeben zurückgekehrt.

„Quo Vadis Europa“

Vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingssituation war „Quo Vadis Europa“, die Integration in Europa, das dritte Teilprojekt des europäischen Netzwerks, das Hude mit seinen Partnerkommunen Arnage, Salcininkai, Nowe Miasto Lubawskie und Fiume Veneto verbindet. „Die unterschiedliche Situation in den Kommunen wurde dargestellt“, berichtet Roland Arndt, Hudes Wirtschaftsförderer und Ansprechpartner für internationale Kontakte. Gerade in Italien habe dieses Thema große Bedeutung. „Durch die geografische Nähe ist Italien vielfach erste Station von Flüchtlingen in Europa“, so Arndt.

Genaue Abwägung der Vor- und Nachteile

Die Huder Delegation schilderte die Situation vor Ort und die Wahrnehmung in Deutschland. Ihre Bilanz: „Die Integration hat viele Facetten, es gilt, eine genaue Abwägung der Vor- und Nachteile vorzunehmen“, macht Arndt deutlich. Besonders betont worden sei das große ehrenamtliche Engagement des Netzwerkes Asyl in Hude.

Integration von Flüchtlingen aus der Ukraine

Ganz anders stellt sich die Situation in Polen und Litauen dar. Die Delegation aus Nowe Miasto Lubaskie verwies laut Arndt auf die großen Anstrengungen bei der Integration von Flüchtlingen aus der Ukraine und die durchaus bestehenden Bedenken gegenüber der aktuellen Situation an den europäischen Südgrenzen.

Auswanderungswelle in Litauen

In Litauen gibt es zudem eine Auswanderungswelle in Richtung Westeuropa und eine stark schrumpfende Bevölkerung. Schwerpunkte des Exodus sind Norwegen, Irland und Deutschland. In Frankreich ist die Integration Fremder schon lange vor der aktuellen Lage ein Thema gewesen. „Dies geht auf die französische Kolonialzeit und die Integrationsarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern aus den früheren Kolonien zurück“, so Arndt.


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