Ganderkesee wählt überwiegend Schwarz Wahlbeteiligung im Vergleich zu Vorjahren leicht gestiegen

Erst um 18 Uhr durfte die Urne geöffnet werden: Im Kindergarten in Elmeloh zählten insgesamt sieben Wahlhelfer die Stimmen aus. Einer der Wahlzettel wurde sogar zu einer Schwalbe zusammengefaltet. Foto: Kristina MüllerErst um 18 Uhr durfte die Urne geöffnet werden: Im Kindergarten in Elmeloh zählten insgesamt sieben Wahlhelfer die Stimmen aus. Einer der Wahlzettel wurde sogar zu einer Schwalbe zusammengefaltet. Foto: Kristina Müller

Ganderkesee. Ganderkesee liegt ganz im Bundestrend: Die CDU verliert zwar Wähler, holt aber dennoch die meisten Stimmen. Die AfD belegt den vierten Platz.

Kurz vor Toresschluss sind noch die letzten Wähler in die Wahllokale in der Gemeinde Ganderkesee eingetrudelt: Familien, Erstwähler und alte Wahlhasen. Um Punkt 18 Uhr wurden dann in den 35 Wahllokalen der Gemeinde Ganderkesee die Wahlurnen geleert und mit der Stimmenauszählung begonnen.

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Insgesamt 20.049 der 25.093 Wahlberechtigten (79,9 Prozent) nutzten ihr Wahlrecht. Im Vergleich zu den Vorjahren (rund 77 Prozent) und zum Bundestrend (75 Prozent) bedeutet das sogar ein kleines Plus. Im Ortsteil Neuenlande lag die Beteiligung in den Wahllokalen dagegen bei nur 57 Prozent. 148 Wähler machten aber ihre Stimmen ungültig, insgesamt 3.864 Ganderkeseer verschickten sie per Post.

„Große Parteien“ verlieren Stimmen

Wie im Rest der Republik ging die CDU als stärkste Kraft hervor und konnte mit 35,18 Prozent sogar mehr Stimmen als im Bundesvergleich für sich gewinnen. Etwa zehn Prozent weniger erhielt die SPD – in Hoykenkamp lag sie allerdings noch vor den Christdemokraten. Allerdings haben beide Parteien in der Kommune – wie auch auf Bundesebene – viele Stimmen einbüßen müssen.

Während die AfD bundesweit drittstärkste Kraft wurde, belegt in der Gemeinde Ganderkesee die FDP den dritten Platz, auch wenn in Hoyerswege fast 18 Prozent der Stimmen an die AfD gingen. Die geringste Anzahl an AfD-Wählern gibt es dagegen in Immer/Bürstel mit nur sechseinhalb Prozent.

Die Grünen haben im Vergleich zum Bundestrend nur ein Prozent weniger Stimmen in der Gemeinde. Die Linke ist hingegen ein wenig abgeschlagen mit 5,4 Prozent, während sie im bundesweiten Vergleich sogar knapp vor den Grünen liegt.

(Weiterlesen: So hat die Region abgestimmt)


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