Verschiedene Sichtweisen der Fraktionen SPD fordert erneut Kreisel an Westtangente in Bookhorn

Von Thomas Deeken

Die SPD kämpft seit Jahren um einen Kreisel an der Kreuzung Oldenburger Straße/Westtangente/Am Welsetal. Jetzt hat sie einen erneuten Vorstoß unternommen. Foto: SPDDie SPD kämpft seit Jahren um einen Kreisel an der Kreuzung Oldenburger Straße/Westtangente/Am Welsetal. Jetzt hat sie einen erneuten Vorstoß unternommen. Foto: SPD

Bookhorn. An der Westtangente in Bookhorn müsse endlich gehandelt und ein Kreisel gebaut werden. Das haben die stellvertretende Ganderkeseer Bürgermeister Christel Zießler (SPD) und der SPD-Landtagsabgeordnete Axel Brammer bei einem Ortstermin gefordert. Seitens der Fraktionschefs gab es laut dk-Nachfrage sowohl Zustimmung als auch Ablehnung.

Die SPD bleibt hartnäckig und fordert nach wie vor einen Kreisel an der Kreuzung Oldenburger Straße/Westtangente/Am Welsetal. Das haben Christel Zießler, stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Ganderkesee, und der SPD-Landtagsabgeordnete Axel Brammer jetzt bei einem Ortstermin betont. Unterstützt wurden die Sozialdemokraten von Carsten Busch, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Bookhorn, der sich gemeinsam mit den Politikern ein aktuelles Bild vom Kreuzungsbereich gemacht hat. Unterschiedliche Meinungen gab es bei den Fraktionschefs. Von „grundsätzlich positiv“ bis „unlauterer Vorstoß“ war alles dabei.

Hohes Verkehrsaufkommen

Es gebe ein hohes Verkehrsaufkommen auf der Kreisstraße zwischen Falkenburg und Ganderkesee beziehungsweise zur und von der Westtangente, heißt es seitens der Sozialdemokraten. Ein Kreisel würde zur Sicherung des Straßenverkehrs führen. Eine zusätzliche Belastung erfahre diese Kreuzung, weil die Urneburger Straße und auch die Grüppenbührener Straße für den Durchgangsverkehr für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt sind. „Das bedeutet, dass alle Lastwagen-Verkehre, die über die Autobahnabfahrt Urneburg in Richtung B 213 fließen letztendlich über die Westtangente gehen“, so Zießler und Brammer. Außerdem kämen bei Staus auf der A28 zwischen der Abfahrt Hude und Delmenhorst die Verkehre von der Abfahrt Hude noch dazu. Zießler wies außerdem auf eine Reihe von Unfällen an dieser Stelle hin, wobei unter anderem ein Motorradfahrer getötet worden sei.

CDU sieht zurzeit keinen Handlungsbedarf

CDU-Fraktionschefin Cindy Klüner sieht derzeit keinen aktuellen Handlungsbedarf. „Wir sehen dort keinen großen Unfallschwerpunkt, nehmen das Thema aber mit in unsere Beratungen“, so die Christdemokratin gegenüber dem dk.

Für Freie Wähler „unlauterer Vorstoß“ der SPD

Arnold Hansen, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, hält das Vorgehen der SPD für einen „unlauteren Vorstoß“. Es würden Hoffnungen beim Bürger geweckt, die nicht erfüllt werden könnten. Schließlich fehlten die Grundvoraussetzungen für einen Kreisverkehr. Denn alle vier Straßen-Äste müssten annähernd gleiche Verkehrsströme aufweisen. Das sei aber nicht der Fall.

Grüne sehen Kreisel „grundsätzlich positiv“

Für Dr. Volker Schulz-Berendt, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, ist es kein Hinderungsgrund, dass zur und von der Straße Am Welsetal deutlich weniger Verkehr führen würde. „Wir können uns dort schon einen Kreisel vorstellen. Die Vorteile würden überwiegen. Wir sehen das grundsätzlich positiv“, so der Grünen-Chef.

Gemeinde soll Kreisel nicht alleine finanzieren

Auch für Carsten Jesußek, Fraktionsvorsitzender der UWG, wäre ein Kreisel die richtige Entscheidung, wenn die Gemeinde die finanziellen Lasten nicht alleine tragen müsste. Und auch bei Marion Daniel, Fraktionschefin der FDP, stehen die Finanzen im Vordergrund: „Solange der Kreis keine Notwendigkeit für einen Kreisel und eine finanzielle Beteiligung sieht, sollte die Gemeinde Abstand von diesem Projekt nehmen.“


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