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Beschlussfassung verzögert sich Für Kursbecken in Ganderkesee fehlen Daten zu den Kosten

Von Thomas Deeken


Ganderkesee. Die Planungen für ein Kursbecken im Eingangsbereich des Ganderkeseer Freibades verzögern sich. Das hat Rainer Lange, Erster Gemeinderat, am Donnerstagabend im Ausschuss für Soziales und Gesellschaft bekannt gegeben.

Der Verwaltung fehlten derzeit noch belastbare Daten zu den Kosten. Deshalb sei eine Beschlussfassung nicht, wie ursprünglich geplant, im September, sondern erst nach den Herbstferien vorgesehen. „Wir werden uns bei diesem großen Projekt Zeit nehmen“, sagte Lange vor den Ausschussmitgliedern.

Ende Oktober Sonder-Ratssitzung

Die weitere Vorgehensweise, allerdings mit Vorbehalt, so der Erste Gemeinderat: Arbeitskreissitzungen am 28. September und 10. Oktober, Sozialausschuss-Sondersitzung am 18. Oktober, Finanzausschuss am 19. Oktober, Verwaltungsausschuss am 25. Oktober und einen Tag später einer Sonder-Ratssitzung.

Aufenthaltszone mit Blick aufs Freibad

Stand jetzt: Das Kursbecken soll acht mal 12,50 Meter groß sein, einen Hubboden erhalten, behindertengerecht gebaut sein und eine Aufenthaltszone mit Blick aufs Freibad bekommen. Informationen zu ungefähren Kosten gab es nicht.

Infos von Architekt Thomas Kalman

Die kamen aber dann von Architekt Thomas Kalman vom Büro Krieger zum weiteren Sanierungsbereich: Rund 4,9 Millionen Euro würde alles ohne Kursbecken und neu gestalteten Eingangsbereich kosten. Gemeinsam mit Landschaftsarchitekt Andreas Schröder stellte er vor, wie das Freibad künftig aussehen könnte.

Viele Attraktionen fürdie ganz jungen Gäste

Politisch entschieden waren bereits sechs 50-Meter-Bahnen und zwei 25-Meter-Bahnen im Schwimmerbecken sowie der abgetrennte Sprungbereich. Über die weiteren Vorschläge muss die Politik noch entscheiden. Dazu gehören eine mögliche Trennung von Nichtschwimmerbecken und Rutsche sowie die Anlage eines Kleinkindbereiches mit Wasser- und Matschspielplatz, beides im Schatten von Bäumen. Dazu soll es jede Menge Attraktionen für die ganz jungen Gäste bis zu acht Jahren von der Wassersprühkanone über eine Mini-Rutsche bis hin zum Wasserkipper geben.

Vorschlag: Beachlounge mit Bar

Außerdem vorgeschlagen: viele Liegemöglichkeiten in unmittelbarer Beckennähe, eine Rasenfläche zum Sonnenbaden und Ballspielen im Bereich des derzeitigen Kinderbeckens, Rasenterrassen mit Beachlounge und Bar, große Duschen für Erwachsene und kleine für Kinder, Holzdeck auf dem Technikkeller als Liegefläche oder für Veranstaltungen, eher Beete statt Mauern sowie Rampen für behinderte Menschen.

Angetan von ausführlichen Informationen

„Im Großen und Ganzen sind wir mit diesen Vorschlägen einverstanden“, sagte Lange auf dk-Nachfrage. Jetzt müsse die Politik beraten, ob man tatsächlich alles umsetzen möchte oder beispielsweise noch über Attraktionen wie Matschbereich oder Rutsche diskutieren möchte. Am Donnerstagabend waren die Ausschussmitglieder allerdings erst einmal derart angetan von den detaillierten Ausführungen Kalmans und Schröders, dass nur ein paar Nachfragen gestellt wurden.